Pandemie Die Chronik der Corona-Krise 2022

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Seit mehr als zwei Jahren grassiert das Coronavirus auf der Welt. Mehr als 450 Millionen Menschen infizierten sich der WHO zufolge mit Sars-CoV-2, mehr als sechs Millionen Menschen weltweit starben. Viele haben auch nach der Infektion mit Long-Covid zu kämpfen. Im chronologischen Rückblick sammeln wir hier die wichtigsten Ereignisse.

Ein Mann haelt eine FFP2 Schutzmaske vor sein Gesicht
Die Corona-Pandemie geht in das dritte Jahr – FFP2-Masken sind mittlerweile Alltagsbegleiter geworden. Bildrechte: IMAGO / photothek

April

25. April: Sachsen verkürzt die Quarantäne-Zeit. Menschen mit einer Corona-Infektion können ihre Absonderung bereits nach fünf Tagen beenden, wenn 48 Stunden Symptomfreiheit besteht.

24. April: An den Schulen in Sachsen-Anhalt entfällt die allgemeine Corona-Testpflicht. Aufgrund der geringen Nachfrage werden in Mitteldeutschland immer mehr Impfangebote zuürckgefahren.

23. April: In Nordhausen in Thüringen hat sich eine erste Selbsthilfegruppe für Long-Covid-Betroffene gegründet.

22. April: Omikron bleibt laut RKI die klar dominierende Variante des Virus, andere Sub- und Mischvarianten werden aber beobachtet.

19. April: Die Wissenschaft findet heraus, dass dreifach Geimpfte bei einem Omikron-Durchbruch weniger ansteckende Viren verbreiten. Daten aus den USA zeigen außerdem, dass psychische Gesundheit vor einem Impfdurchbruch schützt.

18. April: Die chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai meldet erstmals seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren wieder Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

17. April: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erklärt, er rechne mit einem speziell für die Omikron-Variante entwickelten Corona-Impfstoff ab September. Zugleich warnt er vor einer möglichen Killervariante des Virus und erntet damit Widerspruch.

13. April: Sachsen beschließt, die Zahl der Corona-Neuinfektionen an Wochenenden und Feiertagen nicht mehr zu melden. Erstmals sinkt die Inzidenz im Freistaat wieder unter 1.000.

12. April: Aufgrund gesunkener Corona-Zahlen lockern die großen Krankenhäuser in Thüringen ihre Besucherregelungen. Allerdings bleiben auch Einschränkungen bestehen.

11. April: Ein neu entdeckter Mechanismus könnte eine Erklärung für schwere Covid-19-Verläufe liefern: Einige Patienten bilden demnach Antikörper, die das Virus in Immunzellen bringen und eine Kaskade von Entzündungen auslösen.

08. April: Das Robert Koch-Institut sieht den Höhepunkt der Omikron-Welle überschritten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt an, im Herbst könnten wieder stärkere Schutzmaßnahmen nötig sein.

07. April: Eine gesetzliche Impfpflicht gegen das Coronavirus scheitert vorerst. Der Bundestag lehnt einen Gesetzentwurf aus den Reihen der Ampelkoalition für eine allgemeine Impfpflicht ab 60 Jahren ab.

06. April: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nimmt die Lockerungen der Quarantäne-Regeln wieder zurück. Das Vorhaben, bei der Isolation nach einer Infektion auf Freiwilligkeit zu setzen, sei ein Fehler gewesen.

05. April: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach teilt nach Beratungen mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern mit, dass sich Corona-Infizierte ab dem 1. Mai nicht mehr verpflichtend in Isolation begeben müssen.

04. April: In Eilenburg wird ein Mann aus Magdeburg festgenommen, der sich mindestens 87 Mal gegen Corona impfen ließ, um die dabei erhaltenen Impfnachweise zu verkaufen.

03. April: Fast alle Corona-Schutzmaßnahmen sind aufgehoben. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verzichten auf die Möglichkeit, sogenannten Hotspots festzulegen. Damit entfallen in den meisten Bereichen Zugangsregeln. Eine Maskenpflicht gibt es noch in Bussen und Bahnen.

1. April: Der Thüringer Landtag hat die Verlängerung der Corona-Maßnahmen im Freistaat abgelehnt. Ein entsprechender Antrag der Regierungskoalition wurde von CDU, FDP und AfD abgelehnt.

März

31. März: Sachsen reduziert wegen sinkender Nachfrage die Zahl seiner staatlichen Impfstellen. Das Deutsche Rote Kreuz wird im April und Mai nur noch 25 statt bisher 60 staatliche Impfstellen betreiben, teilte ein Sprecher mit.

30. März: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Bundesvorstand der Grünen wegen umstrittener Corona-Sonderzahlungen eingestellt.

28. März: Mehrere westdeutsche Bundesländer sind mit dem Vorstoß gescheitert, die auslaufenden Corona-Maßnahmen zu verlängern. Bundesgesundheitsminister Lauterbach verwies die Länder auf die Möglichkeit, in Eigenregie sogenannte Hotspots mit schärferen Regeln festzulegen.

27. März: Das Deutsche Rote Kreuz fordert vor dem Hintergrund von Krisenfällen wie der Corona-Pandemie, der Ahrtal-Flut und der Unterbringung von Geflüchteten deutlich mehr Geld für den Zivilschutz. Statt der eingeplanten 700 Millionen Euro pro Jahr bräuchte es zwei Milliarden, sagt der DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

25. März: Die Antigenschnelltests erkennen Omikron anscheinend genauso zuverlässig wie Delta. Das geht aus einer Studie des Paul Ehrlich-Instituts hervor, das eine Stichprobe an Tests darauf überprüft hat.

24. März: Der ÖPNV, Kliniken, Schulen und Kitas klagen vermehrt über Corona-Ausfälle. Viele Mitarbeitende würden derzeit erkranken und wegen Quarantäne-Vorschriften ausfallen. Derweil überschreitet die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden erstmals seit Beginn der Pandemie die 300.000-Marke.

23. März: Der Omikron Subtyp BA.2 ist mittlerweile vorherrschend in Deutschland. Dem Robert Koch-Institut zufolge sind 62 Prozent der Neuinfektionen auf den Subtyp zurückzuführen. Eine aktuelle Studie zeigte zudem, dass der Immunschutz nach Genesung, Grundimmunisierung und Booster viel geringer sei als bei früheren Mutationen.

21. März: Noch bis Ende Mai soll es weiterhin die kostenfreien Bürgertests geben. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Eine entsprechende Verordnung werde vorbereitet, da die aktuelle Testverordnung zum 31. März ausläuft.

20. März: Das neue Infektionsschutzgesetz tritt in Kraft. Es sieht nur noch Basisschutzmaßnahmen gegen das Coronavirus vor. Masken- und Testpflicht sind weitgehend entfallen. Weitergehende Schutzmaßnahmen können die Länder für "Hotspots" erlassen. Viele Länder darunter Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nutzen eine Übergangsfrist und verlängerten wegen der aktuellen Pandemielage die bisherigen Schutzmaßnahmen bis 2. April.

19. März: Wegen enorm gestiegener Inzidenzen kehrt Österreich nach knapp zwei Wochen zur FFP2-Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen zurück. China meldet erstmals seit über einem Jahr wieder Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

18. März: Bundestag und Bundesrat stimmen Veränderungen am Infektionsschutzgesetz und damit weitgehenden Lockerungen aller Corona-Maßnahmen zu. Die Bundesländer sind mit dem Gesetz unzufrieden – allen voran Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow. Sachsen und Thüringen geben bekannt, Teile der Corona-Regeln bis 02. April verlängern zu wollen. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Kassen und Ärzteschaft verlängert die telefonische Krankschreibung um weitere zwei Monate bis Ende Mai.

17. März: Die WHO bestätigt die Existenz einer Hybridvariante zwischen Delta und Omikron, genannt "BA.1 x AY.4 recombinant" oder "Deltakron". Hohe Inzidenzen führen in mitteldeutschen Krankenhäusern zu vielen Corona-Patienten und Personalausfällen. Der Bundestag diskutiert über verschiedene Anträge zu einer allgemeinen Impfpflicht. Der Bundesgerichtshof entscheidet: Der Staat haftet nicht für Einnahmeausfälle von Gaststätten im Lockdown.

16. März: Der Novavax-Impfstoff wird kaum nachgefragt.

15. März: Die Impfpflicht im Gesundheitswesen tritt in Kraft und gilt ab morgen. Vorerst gibt es dabei keine Tätigkeitsverbote für ungeimpftes Personal.

14. März: Der Thüringer Beamtenbund fordert eine dauerhafte Homeoffice-Option für den Öffentlichen Dienst.

11. März: RKI-Chef Lothar Wieler verkündet, dass sich die noch ansteckendere Omikron-Subvariante BA.2 immer stärker durchsetze. Sie mache bereits die Hälfte der Infektionsfälle aus. Bundesgesundheitsminster Karl Lauterbach (SPD) spricht von einer kritischen Situation. Pro Tag würden noch 200 bis 250 Menschen sterben: "Die Lage ist objektiv viel schlechter als die Stimmung." Der Bundesrat verlängert die Regelung zum Kurzarbeitergeld.

09. März: Das Bundeskabinett hat ein neues Infektionsschutzgesetz beschlossen. Demnach sollen zum 20. März die meisten Corona-Maßnahmen auslaufen, ein Basisschutz soll aber bestehen bleiben. Zudem ist eine Hotspot-Regel geplant, um auf regionale Ausbrüche schnell reagieren zu können.

08. März: Der US-Pharmakonzern Moderna will dauerhaft in schwach- und mittelentwickelten Ländern auf den Patentschutz seines Corona-Impfstoffes verzichten. Insgesamt seien 92 Ländern davon betroffen, teilte der Konzern mit.

07. März: In Sachsen-Anhalt fällt die Maskenpflicht im Unterricht weg.

06. März: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stimmt auf höhere Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung ein, begründet mit den finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie für die Kassen. Der Anstieg der Beiträge solle durch staatliche Maßnahmen begrenzt werden, sei aber nicht zu vermeiden, sagte der SPD-Politiker. Zugleich äußert er Zweifel am Nutzen von Covid-19-Impfungen bei Kindern unter fünf Jahren. In Sachsen ist ein neuer Höchstwert bei der Sieben-Tage-Inzidenz erreicht worden.

05. März: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt in Funke-Zeitungen vor einer "Sommerwelle" der Pandemie und wirbt dafür, einige Möglichkeiten zu ihrer Vermeidung im Infektionsschutzgesetz zu halten.

04. März: In Thüringen wird weiter über Kindergarten- und Hort-Gebühren gestritten. Die Landeselternvertretung hatte kritisiert, dass teilweise für eine Betreuung habe gezahlt werden müssen, obwohl sie nicht voll gewährleistet gewesen sei. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ist positiv getestet. In Sachsen wird bei steigenden Infektionszahlen weiter gelockert, eine aktuell bundesweit zu beobachtende Tendenz. Auch in Sachsen-Anhalt steht der Novavax-Impfstoff ab jetzt für alle Bürger zur Verfügung.

02. März: Der Gedenkort für die Pandemie-Toten im sächsischen Meißen ist ein Jahr alt und die Initiatoren ziehen ein Fazit. Der Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt hat seit Tagen die höchste Coronavirus-Inzidenz, weil zuvor offenbar viele Fälle nicht abgearbeitet und gemeldet werden konnten.

01. März: In Thüringen sind gelockerte Schutzbestimmungen in Kraft getreten. In Sachsen-Anhalt zeigt sich eine nur mäßige Nachfrage nach Covid-19-Schutzimpfungen mit dem neuen Novavax-Impfstoff.

Februar

28. Februar: Der Impfstoff von Novavax lässt die Zahl der Covid-19-Schutzimpfungen in Sachsen, wo das neue Mittel jetzt verfügbar ist, trotzdem nicht steigen, wie es eigentlich erhofft worden war. Auch in Thüringen haben die Impfungen damit begonnen.

27. Februar: Die Schilderung der Erlebnisse eines Touristen in Bad Schandau hat erhebliche Wellen geschlagen. Die Sächsische Schweiz ringt um ihr Image. In Dresden äußert sich eine Rettungssanitäterin über die Behinderung einer Notfall-Einsatzfahrt durch "Querdenker".

26. Februar: Thüringen plant die nächsten Lockerungen, unter anderem für Gastronomie und Veranstaltungen.

25. Februar: Deutschland streicht viele Länder von der Liste der Hochrisikogebiete, die insgesamt ab Anfang März nicht mehr fortgeführt werden soll. Es wird bekannt, dass ein Sub-Typ der Omikron-Variante des Coronavirus weniger gefährlich ist als befürchtet. Die Zahl der Covid-19 Patienten in Krankenhäusern steigt wieder, auch in Sachsen-Anhalt. In Thüringen sind viele Karnevalsveranstaltungen abgesagt.

24. Februar: In Thüringen liegt ein Fahrplan für Beschäftigungsverbote wegen der Covid-19-Impfpflicht in Pflege und Gesundheitswesen vor. Er soll allerdings effektiv nicht vor dem August dieses Jahres greifen.

23. Februar: In Thüringens Kliniken ist die Omikron-Welle angekommen. Queen Elizabeth II. muss nun auch virtuelle Termine absagen, nachdem sie infiziert wurde und Symptome zeigt. Auch nicht geimpfte Touristen dürfen jetzt wieder nach Österreich einreisen und dort Urlaub machen.

22. Februar: Ein Verwaltungsgericht kippt an diesem Dienstag die Verkürzung des Genesenen-Status von sechs auf drei Monate. Es wird bekannt, dass viele der Antigen-Schnelltests die Omikron-Variante des Coronavirus nicht zuverlässig erkennen können.

21. Februar: Eine Studie beschreibt Long-Covid-Symptome als oft psychosomatisch. Die ersten Lieferungen des neue Novavax-Impstoffs treffen in Deutschland ein. Der britische Premier Boris Johnson verkündet das Ende der Quarantäne-Pflicht in England. Slowenien hebt fast alle Schutzmaßnahmen auf. In Deutschland treiben absehbare Lockerungen die Preise für Studentenzimmer nach oben.

20. Februar: Die Bundesregierung gibt bekannt, dass sie vor Ostern die Einreisebestimmungen lockern will. In London teilt der Buckingham Palast mit, dass sich Queen Elizabeth II. mit dem Coronavirus infiziert hat.

19. Februar: Junge Bürgermeister wenden sich mit einem Brief an die Öffentlichkeit, um auf ihre Bedrohung durch radikalisierte "Corona-Kritiker" aufmerksam zu machen.

17. Februar: In Sachsen-Anhalt treten die ersten Lockerungen in Kraft. So gilt nun etwa kein 2G mehr im Einzelhandel. Auch in Thüringen werden Lockerungen beschlossen, schrittweise bis 20. März.

16. Februar: Bund und Länder beschließen Lockerungen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten vereinbaren einen Stufenplan für die Rücknahme von Beschränkungen zum 20. März.

15. Februar: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sieht eine Wende im Infektionsgeschehen und den Höhepunkt der Omikron-Welle als überschritten. Bayern lockert die Corona-Maßnahmen. In Halberstadt zieht eine Menge, angeführt von der rechtsextremen "Harzrevolte", vor das Haus des Oberbürgermeisters Daniel Szarata (CDU).

14. Februar: Bund und Länder erwägen einen Drei-Stufen-Plan, um bis zum 20. März alle tiefgreifenden Corona-Einschränkungen zu beenden.

12. Februar: Auf der Internet-Plattform "Reddit" erscheint die Schilderung seiner Erlebnisse eines Touristen in Bad Schandau zu Beginn des Monats. Sie wird in den kommenden Tage erhebliche Wellen schlagen.

11. Februar: Bundeskanzler Olaf Scholz stellt bei seiner Antrittsrede im Bundesrat Lockerungen in Aussicht. Beim nächsten Bund-Länder-Treffen soll über erste Öffnungsschritte gesprochen werden.

10. Februar: Die FDP-Bundestagsfraktion will sämtliche geltenden Corona-Schutzmaßnahmen zum 20. März beenden. Der Bundestag ändert die umstrittene Genesenenregelung: Für den Zugang zum Plenarsaal und zu Ausschusssitzungen gilt für die Abgeordneten der Genesenenstatus nun nur noch drei und nicht mehr sechs Monate.

09. Februar: Sachsen will mit der Durchsetzung der Impfpflicht für Beschäftige in Pflegeeinrichtungen abwarten – genau wie Sachsen-Anhalt, das zudem das Ende von 2G im Einzelhandel für kommende Woche ankündigt. Die Leipziger Buchmesse 2022 wird abgesagt.

08. Februar: Mehrere Bundesländer wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg schaffen 2G im Einzelhandel ab. Nordrhein-Westfalen will 2G im Einzelhandel nur noch stichprobenartig kontrollieren. Berlin will kommende Woche nachziehen. In Mitteldeutschland halten die Landesregierungen dagegen noch an Zugangsbeschränkungen in den Geschäften fest.

07. Februar: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigt an, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern, der Pflege und anderen Einrichtungen vorerst keine Impfpflicht umzusetzen.

05. Februar: Kanzler Olaf Scholz und Vertreter der Grünen verteidigen RKI-Chef Lothar Wieler gegen Kritik vom Koalitionspartner FDP. Die Liberalen werfen dem RKI einen Alleingang bei der Verkürzung des Genesenenstatus vor. Außerdem fordern sie zeitnah Lockerungen der Corona-Regeln, was Wieler ablehnt.

04. Februar: Eine Impfpflicht gegen Covid-19 für alle Erwachsenen soll nach dem Willen einer parteiübergreifenden Initiative im Bundestag bis Ende 2023 befristet werden. Ein Gericht in Osnabrück hat die vom RKI verfügte Verkürzung des Genesenenstatus auf drei Monate als verfassungswidrig eingestuft.

03. Februar: Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine zweite Corona-Auffrischungsimpfung für gesundheitlich besonders gefährdete und exponierte Gruppen. Außerdem spricht sie sich für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Novavax für Menschen ab 18 aus. 

02. Februar: In Tschechien hat das Oberste Verwaltungsgericht die 2G-Regel für Hotels und Gastronomie komplett gekippt. Die Bundesländer einigen sich auf eine einheitliche Höchstgrenze von 50 Prozent bzw. 10.000 Zuschauern in Stadien.

01. Februar: Sachsen und Thüringen lockern ihre Corona-Regeln. In Sachsen soll 2G statt 2G+ etwa in der Gastronomie gelten. In Thüringen soll dort wo bislang 2G galt künftig 3G gelten. "Boostern" wird zum Anglizismus des Jahres 2021 ernannt.

Januar

29. Januar: Der Marburger Bund hält die Kürzung des Genesenen-Status auf drei Monate nicht für haltbar. Sie rechnet mit einem Rückzieher der Bundesregierung. Fußball-Bundesligist RB Leipzig klagt gegen Corona-Beschränkungen für Fans.

28. Januar: Die Innenminister von Bund und Ländern wollen entschieden gegen gewaltsame Corona-Proteste vorgehen.

27. Januar: Das RKI verzeichnet erstmals mehr als 200.000 Neuinfektionen an einem Tag. Die EMA empfiehlt die Zulassung des Covid-Medikaments Paxlovid.

26. Januar: In einer sogenannten Orientierungsdebatte berät der Bundestag erstmals über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Versicherungen müssen laut BGH bei coronabedingten Betriebsschließungen nicht zahlen.

25. Januar: Biontech und Pfizer starten die erste klinische Studie zu ihrem Corona-Impfstoff gegen die Omikron-Variante. Experten der israelischen Regierung empfehlen eine vierte Corona-Schutzimpfung.

24. Januar: Bund und Länder beschließen, an den bestehenden Corona-Regelungen vorerst festzuhalten. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow kündigt an, dass es in den Gaststätten im Freistaat keine 2G+-Regelung geben wird.

23. Januar: Erstmals seit Mitte Dezember gibt es wieder einen Anstieg bei der Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Einer Studie zufolge hat die deutsche Wirtschaft seit Beginn der Corona-Pandemie Wirtschaftsleistungen in Höhe von rund 350 Milliarden Euro verloren.

22. Januar: Die Kontaktnachverfolgung der Gesundheitsämter wird nach einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern auf gefährdete Gruppen konzentriert. Zudem sollen die Beschäftigten in Kliniken oder in der Pflege bevorzugt den Impfstoff von Novavax erhalten können.

21. Januar: Bundestagsabgeordnete von SPD, FDP und Grünen kündigen einen ersten Gesetzentwurf für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht an.

19. Januar: Das Bundesgesundheitsministerium erklärt, dass es keinen Bestandsschutz für Genesenen-Nachweise gibt, die älter als drei Monate sind. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof setzt die 2G-Regel im Einzelhandel außer Kraft. In England wird die Maskenpflicht und in Tschechien die geplante Impfpflicht beerdigt.

17. Januar: Der Genesenen-Status läuft nun nach drei, nicht erst nach sechs Monaten aus. Grund dafür ist die ansteckendere Omikron-Variante. Die Gesundheitsminister der Länder wollen telefonische Krankschreibungen weiterhin ermöglichen.

16. Januar: Der serbische Tennisstar Novak Djokovic verlässt Australien, nachdem sein Einspruch gegen die Annullierung seines Visums abgelehnt worden war. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach spricht sich dafür aus, dass eine Covid-19-Impfpflicht mindestens drei Dosen umfassen sollte. 

15. Januar: In Deutschland sind inzwischen mindestens 60,4 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft – das entspricht mindestens 72,6 Prozent der Bevölkerung. Außerdem gelten seit heute neue Quarantäne-Regeln.

14. Januar: Gesundheitsminister Karl Lauterbach kündigt eine Priorisierung bei knappen PCR-Tests für medizinische und Pflegekräfte an. Das RKI passt seine Empfehlungen zur verkürzten Quarantäne und Isolation an. Der Krisenstabschef der Bundesregierung, Carsten Breuer, hält die Omikron-Welle in Deutschland für beherrschbar.

13. Januar: Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, lehnt eine allgemeine Covid-Impfpflicht ab. Die Auffrischungsimpfung für Zwölf- bis 17-Jährige empfiehlt die Stiko aber. Das Oberste Gericht der USA stoppt eine Vorgabe von US-Präsident Joe Biden über eine Impf- und Testpflicht in großen Unternehmen.

12. Januar: Der Bundestag beschließt gegen die Stimmen der AfD die 2G+-Regel. Demnach dürfen nur noch doppelt geimpfte oder genesene Abgeordnete den Plenarsaal betreten, wenn sie einen negativen Schnelltest vorlegen. Ungeimpfte Abgeordnete dürfen nur noch von der Zuschauertribüne aus zuschauen, wenn sie einen Negativ-Test vorzeigen. Für geboosterte Abgeordnete gilt grundsätzlich keine Testpflicht.

07. Januar: Bund und Länder einigen sich darauf, die 2G+-Regel für den Besuch eines Restaurants oder einer Kneipe einzuführen. Außerdem werden die Quarantäne-Regeln gelockert. Während Sachsen und Thüringen die 2G+-Regel in der Gastronomie einführen wollen, will Sachsen-Anhalt zunächst darauf verzichten.

06. Januar: In Deutschland hat inzwischen 71,5 Prozent der Bevölkerung den vollständigen Impf-Grundschutz mit meist zwei Spritzen. Österreich schreibt FFP2-Masken im Freien vor, wenn ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann.

05. Januar: Der sächsische Landtag lehnt es ab, die aktuellen Beschränkungen für Versammlungen aufzuheben. Italien führt eine Impfpflicht ab 50 Jahren ein.

04. Januar: Die Zahl der Omikron-Fälle in Deutschland hat sich innerhalb einer Woche verdreifacht. In Frankreich ist eine neue Coronavirus-Variante mit Ähnlichkeiten zu Omikron entdeckt worden. Die Mehrheit der Thüringer Schulen entscheidet sich für Präsenzunterricht ab Mittwoch.

03. Januar: In mehreren Bundesländern hat die Schule nach den Weihnachtsferien begonnen. Sachsen setzt auf Präsenzunterricht, Thüringen auf Lernen zu Hause. In zahlreichen Städten gehen Menschen gegen die Corona-Regeln auf die Straße.

Rückblick 2020/2021

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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