Corona-Lage | 24. Januar 2022 Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt wieder über 400

Die Corona-Neuinfektionszahlen steigen wieder deutlich. Trotzdem hinkt Sachsen-Anhalt vor allem bei den Boosterimpfungen hinterher. Zudem ist die Landespolitik verärgert über die Alleingänge des Bundes beim Genesenen-Status.

In einem Testzentrum wird von einer Mitarbeiterin ein Abstrich für einen Corona-Schnelltest genommen.
In Sachsen-Anhalt werden immer mehr positive Corona-Tests registriert. Bildrechte: dpa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist in Sachsen-Anhalt weiter gestiegen. Am Montag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 434,6 – nach 280,4 vor einer Woche.

Allerdings melden am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter aktuelle Zahlen und es wird weniger getestet. Es ist also davon auszugehen, dass die tatsächliche Inzidenz höher ist als angegeben.

Bundesweit erreichte die Inzidenz am Montag mit 840,3 erneut einen Höchstwert. In der Vorwoche lag der Wert bei 528,2.

Halle mit landesweit höchster Inzidenz

Die höchste Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt verzeichnet momentan mit 657,5 die Stadt Halle, gefolgt von der Landeshauptstadt Magdeburg (526,3). Die Landkreise Burgenlandkreis (323,8) und Harz (265,0) haben die derzeit niedrigsten Werte im Land.

Gerade im Hinblick auf die Alleingänge des Bundes beim Genesenen-Status gab es zuletzt viel Kritik von Sachsen-Anhalts Landespolitikern von CDU und SPD. Sie fordern, bei weitreichenden Entscheidungen künftig miteinbezogen zu werden. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte, derart weitreichende Entscheidungen brauchen eine bessere Abstimmung.

Die Linke in Sachsen-Anhalt will hingegen mehr bundeseinheitliche Regeln. Die CDU will die Möglichkeit, individuell zu entscheiden aber bewahren.

Fast 250.000 Menschen mit Corona infiziert

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Sachsen-Anhalt nachweislich 248.812 Menschen mit dem Virus infiziert, 4.538 Menschen starben.

Sachsen-Anhalt hinkt bei Boosterimpfungen weiter hinterher

In Deutschland sind allein am Sonntag insgesamt rund 90.000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Sachsen-Anhalt liegt aber vor allem bei den Boosterimpfungen, die besonders wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron gilt, mit 44,3 Prozent derzeit auf einem der letzten Plätze. Den niedrigsten Booster-Anteil hat Sachsen mit 40,3 Prozent, den höchsten Booster-Anteil hat das Saarland mit 58,9 Prozent.

dpa, MDR (Thomas Tasler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 24. Januar 2022 | 07:00 Uhr

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