Aufsichtspflicht verletzt In Mulde ertrunken: Vater nach Tod seines Sohnes verurteilt

Am Osterwochende war ein Vater mit seinem Kind in Dessau an der Mulde spazieren. Dabei verlor er das Kind aus den Augen. Es fiel in den Fluss, konnte reanimiert werden, starb aber wenig später im Krankenhaus. Der Vater wurde nun wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Fluss Mulde bei Dessau
Ein Dreijähriger ist im April in die Mulde gefallen. Nachdem er gerettet werden konnte starb er wenig später im Krankenhaus. (Symbolfoto) Bildrechte: imago/imagebroker

Im Fall eines ertrunkenen Kindes in Dessau ist gegen den Vater Strafbefehl erlassen worden. Wie ein Sprecher des Amtsgerichtes Dessau MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, soll der 24 Jahre alte Dessauer eine Geldstrafe von 3.000 Euro bezahlen. Der Vater ist wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden.

Aufsichtspflicht verletzt

Nach Ansicht des Gerichtes hatte er seine Aufsichtspflicht verletzt. Der Vater war am Osterwochenende dieses Jahres mit seinem Sohn am Ufer der Dessauer Mulde unterwegs. Dabei fiel der Dreijährige unbemerkt ins Wasser und wurde von der Strömung mitgerissen. Erst nach einer Stunde entdeckten Rettungskräfte den Jungen. Er konnte wiederbelebt werden, starb aber später im Krankenhaus.

MDR (Martin Krause, Moritz Arand)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 30. November 2022 | 15:30 Uhr

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