Überalterung Raus aus "Depressau": Warum junge Menschen aus Dessau fliehen

Die Prognosen sind finster: 2025 ist voraussichtlich jeder zweite Einwohner Dessau-Roßlaus über 55 Jahre alt. Eine Trendumkehr lässt sich aktuell nicht erkennen. Die Bauhaus-Stadt scheint junge Leute förmlich abzuschrecken. An fehlenden Angeboten liegt das laut Oberbürgermeister Reck nicht. Die Jungen und Kreativen selbst sehen das anders und haben noch weitere Gründe, zu gehen.

Warum machen junge Menschen möglichst einen Bogen um Dessau? Die Studentin Sushmitha Omkar und der Koch Tobias Felger haben sich darüber viele Gedanken gemacht.
Warum machen junge Menschen möglichst einen Bogen um Dessau? Die Studentin Sushmitha Omkar und der Koch Tobias Felger wissen es aus eigener Erfahrung. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn, MDR/Daniel Salpius

  • Der Anteil der 18- bis 29-Jährigen hat in Dessau seit Ende der 80er stetig abgenommen. Heute liegt er deutlich unter zehn Prozent.
  • Für den Stand-up-Comedian André Herrmann, der aus Dessau stammt, versagt die Stadtverwaltung im Umgang mit der Überalterung.
  • Vor Ort sieht man die Jugendflucht eher als Folge eines grundlegenden Mentalitätsproblems.

"Wären wir bei Super Mario, wäre Dessau das härteste Level", sagt Tobias Felger. Der Kette rauchende, gedankensprühende Koch mit den verwuschelten Haaren ist in der Bauhaus-Stadt so etwas wie ein Alien. Seit fünf Jahren versucht er, mit Fine-Dining-Ansatz, innovativer Küche und ausgeflipptem Konzept ein Quäntchen großstädtische Hipness und kreativen Geist in das Zentrum Anhalts zu pflanzen. Mit seinem Restaurant "ToBi ornot ToBe" hat er dafür immerhin den Gründerpreis der Stadt eingeheimst.

Tobias Felger ist Koch und betreibt in Dessau sein eigenes Restaurant.
Tobias Felger hat vor fünf Jahren in Dessau sein eigenes Restaurant eröffnet. Bildrechte: MDR/Daniel Salpius

Die Liebe der Dessauer hat er allerdings nicht für sich gewinnen können. Man kanzelt Felger mit Lust als Verrückten ab – eine Rolle, die er ein bisschen auch angenommen hat und virtuos zu spielen weiß. Das Restaurant füllt ihm das freilich auch nicht. "Weil bei mir ein Fünf-Gänge-Menü 40 Euro kostet, hält man mich für etepetete." Von denen, die doch kommen, gerne Bauhaus-Touristen, bekomme er ständig zu hören, wie viel leichter er es in Berlin, Leipzig oder Hamburg hätte. Der gebürtige Hallenser teilt diese Einschätzung. Nachgeben will er ihr keinesfalls – anders als so viele andere.

Jugendschwund: Nur Suhl ist noch überalterter als Dessau-Roßlau

Die jungen oder junggebliebenen Macherinnen und Macher sind Dessau-Roßlau in den letzten Jahrzehnten scharenweise davongerannt. Zahlen des Statistischen Landesamtes belegen einen massiven Verlust an Einwohnern unter 40 Jahren. Allein der Anteil der 18- bis 29-Jährigen an der Stadtbevölkerung sank von fast 20 Prozent gegen Ende der 80er Jahre auf inzwischen deutlich unter zehn Prozent. In Halle und Magdeburg liegt er immerhin noch bei um die 15 Prozent.

Besonders um die Jahrtausendwende überstiegen in den jungen Altersgruppen die Wegzüge die Zuzüge teils dramatisch. Das hat der Bevölkerungsstruktur Dessaus nachhaltig geschadet. Die Alterspyramide steht Kopf. Mit 50,6 Jahren ist die Stadt so überaltert wie fast keine zweite in Deutschland. Nur das thüringische Suhl konnte das mit einem Schnitt von 51 Jahren zuletzt noch toppen.

Und die Vergreisung geht weiter. Laut Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes werden spätestens 2025 über 50 Prozent aller Dessau-Roßlauer älter als 55 Jahre alt sein. Die Einwohnerzahl wird weiter von aktuell rund 80.000 auf 66.000 sinken.

Comedian André Herrmann: "Dessau ist eine sterbende Stadt"

Eigentlich hat Dessau-Roßlau jungen Menschen einiges zu bieten: Wohnraum ist in Massen verfügbar und günstig – 34,6 Prozent der kommunalen Mietwohnungen stehen leer. Es gibt große Arbeitgeber wie IDT Biologika, die Fahrzeuginstandhaltung der Deutschen Bahn, das Umweltbundesamt, das Städtische Klinikum. Freiräume, die andernorts längst zugebaut wären, existieren hier noch. Es gibt dank des Anhaltischen Theaters sowie kleinerer Initiativen eine sicher weiter ausbaufähige Kulturszene. Und dann liegt Dessau-Roßlau auch noch inmitten der grünen Auenlandschaften von Elbe und Mulde. Warum also kommen die jungen Kreativen nicht zurück?

André Herrmann
André Herrmann findet, dass Dessau im Umgang mit der Überalterung versagt. Bildrechte: dpa

Der Autor und Stand-up-Comedian André Herrmann hat vor kurzem in der Süddeutschen Zeitung mit einem bitter-ironischen Gastbeitrag über seine einstige Heimatstadt (€) eine Antwort geliefert. "Ich wüsste nicht, warum derzeit junge Menschen nach Dessau-Roßlau ziehen sollten, wenn man an einem Freitagabend in der Innenstadt nichts machen kann, außer schnellstmöglich den Zug nach Leipzig zu nehmen", so Herrmann.

Der Stadtverwaltung wirft er Ideenlosigkeit im Umgang mit der Überalterung vor. Man ruhe sich aus auf dem Bauhaus, auf Junkers und dem Wörlitzer Park. Dessau sei eine sterbende Stadt, die sich mit der Aussicht begnüge, irgendwann vielleicht einmal einen Aufschwung wie in Leipzig zu erleben, dabei aber keine Idee habe, wie dieser gelingen solle.

Oberbürgermeister Robert Reck weist Herrmanns Kritik zurück

Die Provokation sitzt, die Empörung im Rathaus ist groß. "Es hat mich überrascht, dass ein überregionales Medium mit so guter Reputation einen so plakativen Beitrag veröffentlicht", so Dessau-Roßlaus junger Oberbürgermeister Robert Reck (parteilos) im Gespräch mit MDR SACHSEN-ANHALT. Er könne nicht erkennen, was ein solcher "Hasskommentar" überhaupt bringe.

Denn dass es Handlungsbedarf gebe, stelle ja niemand infrage, bekennt der 38-Jährige, der erst seit etwas über einem Jahr an der Rathausspitze steht. Und man sei auch nicht untätig. Studenten und Teenagern erlaube das städtische Wohnungsunternehmen bereits, leere Ladenlokale für Projekte zu nutzen. Gerade realisiere man einen neuen Skatepark und eine Wasserrutsche im Sportbad. Große Hoffnungen setzt Reck in den neuen Schauspieldirektor des Anhaltischen Theaters, Alexander Kohlmann.

Mit ihm wird das Schauspiel avantgardistischer. Das ist wichtig, um eine gewisse Szene anzuziehen.

Robert Reck, Oberbürgermeister Dessau-Roßlau

In puncto Abendgestaltung habe sich zuletzt ebenfalls einiges getan. Neue Bars hätten neben etablierten Szene-Treffs wie dem Kiez Café eröffnet. Dazu zähle das Shamrock im Keller des Rathauses. "Denen haben wir erlaubt, fast jede Woche Partys im Rathaus-Innenhof zu veranstalten."

Recks Botschaft ist klar: Es gibt die Angebote für junge Menschen. Dass sie oft wenig genutzt werden, die Bars häufig leer bleiben, weiß er natürlich selbst. "Woran das liegt, kann ich nicht beantworten. Vielleicht ist es einfach cooler, in Leipzig auszugehen." Weil der Laden-Leerstand in der Innenstadt bereits zwischen 30 und 40 Prozent liege, fehle in jedem Fall ein "Grundrauschen" im Stadtkern. Noch dazu lasse sich die Alterspyramide eben nicht von heute auf morgen umkehren. Trotzdem blickt er optimistisch in Dessaus Zukunft. "Sonst hätte ich mich nicht zur Wahl gestellt."

Studierende wollen nach dem Abschluss schnell weg aus Dessau

Städte wie Halle, Magdeburg oder Leipzig verjüngen sich allein schon dadurch, dass ihnen Jahr für Jahr junge Menschen zuströmen, um zu studieren. Nach dem Studium bleibt ein gewisser Teil. Auch in Dessau-Roßlau leben etwa 1.400 Studentinnen und Studenten. Die Hochschule Anhalt hat hier die Fachbereiche Architektur, Facility Management und Geoinformation sowie Design angesiedelt. Das weltberühmte Bauhaus, das unmittelbar neben dem Campus liegt, zieht.

Nur bleiben wollen die jungen Architekten und Designer nach ihrem Abschluss eben nicht. Auch Sushmitha Omkar ist da keine Ausnahme. Gerade hat sie ihren Masterabschluss in Architektur in der Tasche. Bis Oktober sei sie jetzt noch in Dessau, dann zieht sie nach zwei Jahren in der Bauhaus-Stadt weiter. Wohin, weiß sie noch nicht. Entscheidend sei, wo sie einen Job bekommen könne. Ihre erste Präferenz ist Berlin.

Sushmitha Omkar hat an der Hochschule Anhalt in Dessau Architektur studiert.
Sushmitha Omkar hat in Dessau Architektur studiert. Nach dem Abschluss will sie nun möglichst in Berlin arbeiten. Bildrechte: MDR/Daniel Salpius

Als Mitglied im Studierendenrat ist die junge Frau gut vernetzt. Unter ihren Kommilitonen kenne sie niemanden, der in Dessau bleiben wolle. "Den einzigen Vorteil der Stadt sehe ich in den geringen Lebenshaltungskosten", so Omkar. Viele Möglichkeiten für Architekten gebe es hier, in einer der Wiegen des Bauhauses, hingegen nicht. Die Studierenden aus aller Welt fühlten sich auch nicht willkommen.

Die meisten Dessauer ignorieren uns. Jedenfalls geben sie einem nicht das Gefühl, dazu zu gehören.

Sushmitha Omkar, Absolventin Hochschule Anhalt

Die Stimmung in der Stadt nennt Omkar depressiv. "Dessau ist keine Stadt, die einen ruft und es ist das ganze Jahr über ausgesprochen leer hier." Zwar wusste sie, dass es verglichen mit ihrer Heimatstadt in Indien, der Elf-Millionen-Metropole Bengaluru, in Dessau sehr ruhig werden würde. So ruhig allerdings nicht. Das Wichtigste für die Studierenden sei daher, dass der Campus neben dem Bahnhof liege. Um in Clubs zu gehen oder zu shoppen – für nahezu alle Aktivitäten fahren sie nach Berlin.

Das Wichtigste für die Studierenden ist, dass der Campus neben dem Bahnhof liegt. Sie fahren nach Berlin für nahezu alle Freizeitaktivitäten.

Sushmitha Omkar, Absolventin Hochschule Anhalt

Das Studentenleben in Dessau beschränke sich vor allem auf Wandern, Radfahren und Grillen. Gemeinsam arbeiten bis spät nachts, laute Musik, Partys seien dagegen eher schwierig. Denn der Campus liegt nicht nur neben Bauhaus und Bahnhof, sondern eben auch mitten in einem Wohngebiet. Auf dem Dessauer Seminarplatz, wo sie sich abends gern draußen treffen, bekämen sie oft Ärger mit der Polizei. "Studentenleben ist anders, aber wir wollen diese Erfahrungen machen. Uns fehlen hier aber die Orte dafür."

Küchen-Punk Felger: Dessau hat ein Mentalitätsproblem

Laut Küchen-Punk Tobias Felger geht es nicht nur den Studenten so. Sein vom Dessauer Durchschnitt stur gemiedenes Restaurant wäre laut dem Koch längst insolvent, wenn nicht die Großunternehmen der Stadt ihn für Veranstaltungen buchen würden. Und in diesen Firmen würden genau die Altersgruppen arbeiten, die in Dessaus Stadtbild fehlen. Das Milieu der Performer, zu dem sich Felger mit 42 auch noch zählt. "Aber die pendeln lieber jeden Tag nach Leipzig oder Berlin." Den Grund kann Felger gut nachvollziehen. "Die arbeiten so hart, die müssen abends etwas erleben, um den Kopf zu resetten." Genau das gehe aber in Dessau nicht und daran änderten auch die vorhandenen wenigen Bars nichts. "Das ist die depressivste Stadt, hier gehst du unter."

Grund sei die Dessauer Mentalität. Es gebe durchaus eine Szene in der Stadt, coole, kreative Leute, die großartige Dinge täten. Aber es fehle ihnen an Selbstvertrauen. "Die verstecken und verkapseln sich nach innen", so der Koch. Weil der Dessauer die Sachen, die es gebe oder die hinzukämen, nicht zu schätzen wisse. "Das ist der Lifestyle hier. Man achtet nichts und macht alles nieder. Deshalb muss ich hier so präsent sein, sonst machen die so lange, bis alles abhaut." Felger hat sich in Dessau verbissen. Mit kleinen Guerilla-Aktionen rund um sein Restaurant provoziert er sein Umfeld. Ihn leitet die Überzeugung, dass ihn seine Außenseiter-Rolle kreativer macht, als er es anderswo wäre.

Eine verfehlte Stadtentwicklung ist nach Felgers Meinung aber Teil der Misere. Städtebauliche Prioritäten würden falsch gesetzt. Man frage sich als Auswärtiger, wo man hingeraten sei. Ändern könne die Stadt andererseits sowieso nichts. "Keine Stadt hat es jemals geschafft, aus sich heraus cool zu werden." Dafür brauche es kreative Leute von außen, die kommen, um die Stadt für sich cool zu machen. "Und wenn es soweit ist, muss Dessau offen und tolerant sein." Dass das passieren wird, glaubt Felger fest. "Noch ist Dessau aber eine Rakete, die von den Leuten mit Tauen am Boden gehalten wird."

Ende der 90er Jahre war Dessau Zentrum mehrerer Subkulturen

In den 90er Jahren wäre diese Rakete schon einmal fast durchgestartet, erinnert sich Jörg Folta, Gründer des Dessauer Beatclubs. Die Leute seien am Wochenende sogar aus Berlin und ganz Deutschland nach Dessau gekommen. "Dessau war Ende der 90er das Zentrum gleich mehrerer Subkulturen. Da gab es die Breakdance- und Hip-Hop-Szene, die Ska- und 60s-Underground-Szene und die EBM-Szene (Electronic Body Music – Anm. d. Red.)." Der schon zu DDR-Zeiten aufkeimenden Dessauer Breakdance-Bewegung wurde mit "Dessau Dancers" sogar ein filmisches Denkmal gesetzt.

Ein Teil dieser Subkulturen hätten im Beatclub ein zu Hause gehabt. Und damit gingen sie bei Jörg Folta ein und aus. Eine Zeit lang sei es hoch hergegangen. "Bei den Soul- und Ska-Konzerten sind mitunter Mods mit ihren Scootern aus Stuttgart und dem Ruhrgebiet angereist." Doch schon Mitte der 2000er Jahre sei der Schwung verloren gegangen. Die Akteure aus Dessau gingen laut Folta nach Berlin und Leipzig und hätten dort die Szenen stark geprägt. Die Hip-Hop-Leute hätten etwa das "Bounce 87" in Leipzig betrieben.

Aber die Blaupause dafür und die Leute dahinter kommen aus Dessau.

Jörg Folta, Gründer des Dessauer Beatclub

Bleibt die Frage, warum sie gegangen sind. Folta fragt sich das selbst. "Der Sprung vom Hobby zur beruflichen Perspektive ist vielleicht zu schwer, weil die Unterstützung der Stadt gefehlt hat." Dessau habe es versäumt, seine Ausnahmetalente, die aus ideellen Gründen selbst etwas angestoßen hatten, richtig zu unterstützen. Damit habe man die Leute frustriert. Folta spricht aus eigener Erfahrung. Auch der Beatclub sei immer ein Minusgeschäft gewesen. Nur ein einziges Mal habe er die Stadt um eine größere finanzielle Hilfe gebeten. Es ging um 15.000 Euro. Wörtlich habe man ihm im Kulturausschuss gesagt, er bekomme das Geld, aber nur, wenn er danach nie wieder frage.

Felsenkeller Leipzig
Tausche Bauhaus-Stadt gegen Messestadt: Jörg Folta leitet heute den Felsenkeller in Leipzig. Bildrechte: MDR/Michael Mittelbach

Folta spricht dabei ebenfalls das "Dessauer Mentalitätsproblem" an. Unter Studenten sei nicht umsonst der Begriff "Depressau" geläufig gewesen. Alles werde grundsätzlich schlechtgemacht, die Kulturmacher in der Doppelstadt würden sich mit Hass und Neid begegnen, die Dessauer lieber in Leipzig Konzerte besuchen, selbst wenn die gleichen Künstler tags zuvor in Dessau gespielt hätten. 2014 kann Folta nicht mehr und zieht die Konsequenz. Er kehrt der Bauhaus-Stadt den Rücken und erweckt seither den Leipziger Felsenkeller im Szene-Viertel Plagwitz zu neuem Leben. Auch in der Kulturszene der Metropole engagiert er sich. "Hier spüre ich ein Miteinander."

Der Comedian André Herrmann hat ein Gespräch mit MDR SACHSEN-ANHALT zum Thema über sein Management abgelehnt.

MDR (Manuel Mohr, Daniel Salpius) | Erstmals veröffentlicht am 20.09.2022

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