Förderung Kultureinrichtungen erhalten Geld für Digitalisierung vom Land

Das Land fördert digitale Projekte, um Kultureinrichtungen pandemiesicherer zu machen. Erste Anträge wurden bereits bewilligt, etwa für Online-Ticketsysteme oder digitale Ausstellungskonzepte. Anträge können laut Kulturministerium weiterhin gestellt werden.

Wörlitzer Schloss im sommerlichen Wörlitzer Park
Ein Antrag der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz wurde bereits bewilligt. Bildrechte: imago images/imagebroker

Sachsen-Anhalt erhält EU-Gelder für die Digitalisierung in Kultureinrichtungen. Mit 7,2 Millionen Euro sollen etwa digitale Ticket-Shops eingerichtet werden, Webseiten neugestaltet oder Ausstellungsstücke im Netz präsentiert werden.

So soll Kultur pandemiesicherer gemacht werden. Nach Angaben des Kulturministeriums gab es bisher mehr als 60 Anträge bei der Investitionsbank (IB), von denen 19 bereits bewilligt worden. Weitere Förderbescheide seien in Arbeit. Anträge sind nach Aussagen des Kulturministers Rainer Robra (CDU) weiter möglich. Geförderte Projekte müssen bis Mitte Juni 2023 abgeschlossen sein.

Förderbescheide für digitale Ticketsysteme oder kontaktarme Medienleihe

Das Landesverwaltungsamt hat die Konzepte vor den Anträgen bei der IB geprüft und 91 Anträge angenommen. Jedes Projekt kann mit bis zu 100.000 Euro gefördert werden. Insgesamt würde sich laut Kulturministerium ein Fördervolumen von 6,5 Millionen Euro ergeben, werden alle Anträge bewilligt.

Den ersten Förderbescheid bekam die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, die ein Online-Ticketsystem einführen will. Außerdem erhalten öffentliche Bibliotheken Gelder, um die Ausleihe digitaler und kontaktärmer zu gestalten. Das Stadtarchiv Magdeburg, das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg und weitere Einrichtungen erhalten Gelder, um Ausstellungsstücke zu digitalisieren.

dpa, MDR (Julia Heundorf)

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