Protest Klima-Aktivisten blockieren Mineralöl-Pipeline bei Wolmirstedt

Zwei Männer haben bei Wolmirstedt offenbar Pumpen einer Mineralöl-Pipeline manipuliert. Mit der Aktion eines Umweltbündnisses soll auf den "Klimanotfall" aufmerksam gemacht werden. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Ortseingangsschild von Wolmirstedt im Landkreis Börde
In Elbeu bei Wolmirstedt haben Aktivisten am Dienstag den Betrieb einer Pipeline gestört. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Bei Wolmirstedt im Landkreis Börde haben Umweltaktivisten offenbar eine Mineralöl-Pipeline blockiert. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Demnach hatten ein 23-Jähriger und ein 59-Jähriger Ventile der Pipeline manipuliert. Das soll zu einem Stopp von Pumpen geführt haben.

Dadurch sei die Wartungsfirma der Anlage alarmiert worden und habe einen Mitarbeiter an die Station geschickt. Der habe dort die beiden Männer vorgefunden. Einer von ihnen soll sich an ein Rohr gekettet haben, der zweite habe sich angeklebt, hieß es. Die Feuerwehr musste die Männer von den Rohren lösen. Völlig unbekannt sind die beiden der Polizei den Angaben zufolge nicht. In den zurückliegenden Monaten seien sie bei ähnlichen Aktionen bereits aufgefallen, teilte die Polizei mit.

70.000 Euro Schaden entstanden

Ihre Aktion begründeten die Aktivisten damit, dass "wir uns in einem Klimanotfall" befänden. "Wenn der fossile Wahnsinn nicht gestoppt wird, werden unsere Kinder in den Tod geführt", erklärte eine Sprecherin der Organisation "Letzte Generation". Ähnliche Aktionen seien am Dienstagmorgen in Schwedt und Köln durchgeführt worden. Die Polizei bestätigte das bislang nicht.

Die Polizei leitete nach eigenen Angaben ein Ermittlungsverfahren wegen der "Störung öffentlicher Betriebe" ein. Nach Angaben der Wartungsfirma entstand durch die Manipulation der Ölpumpen ein Schaden von mindestens 70.000 Euro.

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MDR (Hannes Leonard), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. Mai 2022 | 15:30 Uhr

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