Kampf gegen Waldbrände Zwei neue Löschwassertanks im Oberharz

Dürre und Hitze erhöhen das Risiko für Waldbrände. Um im Ernstfall schneller reagieren zu können, hat der Oberharz ein neues Löschwasserreservoir. Die beiden Tanks fassen insgesamt 40.000 Liter Wasser und wurden nach einem komplizierten Transport auf einem alten Hubschrauberlandeplatz stationiert. Durch sie soll ein Großteil der Nordflanke des Brockens mit Löschwasser versorgt werden.

Um besser auf Waldbrände durch Trockenheit und Dürre reagieren zu können, verfügt der Oberharz nun über ein weiteres Löschwasserreservoir. Auf einem alten Hubschrauberlandeplatz neben den Kesselwagen der Harzer Schmalspurbahnen in Drei-Annen-Hohne und auf dem Brocken wurden am Samstag zwei ausgemusterte Heizöltanks im Nationalpark Harz aufgestellt.

Zuvor hatte das Technische Hilfswerk (THW) die beiden Behälter mit einem Schwerlast-Konvoi von Blankenburg in die Nähe der Rangerstation Scharfenstein gebracht. Kräne hievten die Tanks an ihre Plätze. Die doppelwandigen Stahltanks stammen aus einem stillgelegten Heizkraftwerk – sie sind jeweils sieben Meter lang und haben vier Tonnen Leergewicht. Insgesamt bieten beide Tanks ein Fassungsvermögen von 40.000 Litern.

Löschwasser-Versorgung für Großteil der Nordflanke des Brockens

Der Transport auf Tiefladern über enge, teils steile Abschnitte im Hochharz verlief ohne nennenswerte Probleme, sagte Einsatzleiter Rüdiger Zimmermann vom THW Halberstadt MDR SACHSEN-ANHALT. "Etwas knifflig war die letzte Abfahrt entlang der Ilse, aber auch das haben unsere Fahrer gut gemeistert", so Zimmermann.

Mit Kran und LKW: Neue Löschwassertanks in den Oberharz transportiert

Ein grauer, großer Tank wird von einem Kran an einem LKW hochgehievt.
In Blankenburg wurden die Löschwassertanks auf LKWs aufgeladen. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Swen Wudtke
Ein grauer, großer Tank wird von einem Kran an einem LKW hochgehievt.
In Blankenburg wurden die Löschwassertanks auf LKWs aufgeladen. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Swen Wudtke
Zwei große, graue Tanks werden mit LKWs durch eine Landschaft transportiert, dahinter tote Bäume.
Im Konvio bewegten sich die LKWs durch die teils engen Straßen des Nationalpark Harz. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Swen Wudtke
Ein blauer LKW mit der Aufschrift "THW" hat einen grauen. großen Behälter geladen und rangiert, angewiesen von einem Mann in Feuerwehrkleidung.
Die Tanks wurden in der Nähe der alten Rangerstation Scharfenberg auf den Betonplatten eines alten Hubschrauberlandeplatzes abgeladen. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Swen Wudtke
Ein blauer LKW mit der Aufschrift "THW" hat einen grauen. großen Behälter geladen und rangiert, angewiesen von einem Mann in Feuerwehrkleidung.
Kräne hievten die Tanks an ihre Plätze. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Swen Wudtke
Ein großer Tank wird von einem Kran von einem LKW gehoben, davor stehen Personen in Feuerwehr-Kleidung.
Die doppelwandigen Stahltanks stammen aus einem stillgelegten Heizkraftwerk – sie sind jeweils sieben Meter lang und haben vier Tonnen Leergewicht. Insgesamt bieten beide Tanks ein Fassungsvermögen von 40.000 Litern. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Swen Wudtke
Zwei ältere Männer schauen sich an
Der Transport auf Tiefladern über enge, teils steile Abschnitte im Hochharz verlief ohne nennenswerte Probleme, sagte Einsatzleiter Rüdiger Zimmermann vom THW Halberstadt (links im Bild). Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse (rechts im Bild) sagt über die Löschwassertanks: "Wir können dadurch unseren Job besser machen und schneller." Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Swen Wudtke
Alle (6) Bilder anzeigen

Stationiert wurden die Tanks auf der Betonfläche eines ehemaligen Hubschrauberlandesplatzes. Von hier aus wurden in den 80er Jahren die durch den sauren Regen geschwächten Wälder aus der Luft gekalkt. "Wir können dadurch unseren Job besser machen und schneller", sagt Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse. Der bereits befestigte Platz biete zudem eine strategisch gute Lage. "Er ist mit Betonplatten ausgelegt, so mussten wir nicht in die Natur eingreifen und das Wegenetz ist hier vielfältig erreichbar", so Lohse. Über ein gut verzweigtes Wegenetz können im Brandfall Löschfahrzeuge von hier aus einen Großteil der Nordflanke des Brockens erreichen.

Die beiden stationierten Tanks sollen innerhalb der nächsten zwei Wochen über Rohrleitungen miteinander verbunden und anschließend mit Löschwasser befüllt werden.

Löschwasser ist vielerorts knapp

Im Namen des Feuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt hatte Lohse schon länger eine bessere Ausstattung mit Löschwasser gefordert. Nicht nur im Wald, sondern auch in Dörfern und Städten wird das Löschwasser teilweise knapp.

MDR (Alisa Sonntag, Swen Wudtke)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 03. Juli 2022 | 19:00 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/bb113c2c-a3d8-4ef9-b018-d3e4f607218a was not found on this server.

Mehr aus dem Harz

Mehr aus Sachsen-Anhalt