Vermeintlich falsch positiver Test Familie will Schmerzensgeld wegen Corona-Quarantäne

Der PCR-Test soll falsch positiv gewesen sein: Eine Familie aus Magdeburg klagt auf Schmerzensgeld, da sie aus ihrer Sicht ungerechtfertigt in Quarantäne musste. Bei der Klage geht es um mehrere Tausend Euro. Der Richter machte der Familie allerdings wenig Hoffnung.

Eine goldfarbene Justitia-Figur vor Aktenbergen
Für Schmerzensgeld müsste der Stadt Magdeburg schuldhaftes Versagen nachgewiesen werden. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Nach einem positiven PCR-Test musste eine Magdeburger Familie auf Anordnung der Stadt Magdeburg in Quarantäne. Die Familie zweifelt das Testergebnis an und ist nun vor das Landgericht Magdeburg gezogen. Sie klagt wegen der verhängten Quarantäne auf ein Schmerzensgeld von mehreren Tausend Euro.

Der Richter ließ die klagende Familie wissen, dass ihre Erfolgsaussichten schlecht seien. Er legte ihr nahe, die Klage zurückzuziehen. Denn für ein Schmerzensgeld müsste ein schuldhaftes Versagen seitens der Stadt Magdeburg nachgewiesen werden. Die betroffene Familie will die Klage allerdings aufrechterhalten. Ihrer Meinung nach waren alle zu Unrecht in Quarantäne. Vertreten wird sie durch eine Kanzlei, die sich auf Verbraucherrecht spezialisiert hat.

Familie vermutet falsch positiven Test

Die klagende Familie ist Mitte April 2021 auf Anordnung der Landeshauptstadt Magdeburg unter Quarantäne gestellt worden, nachdem bei einem Familienmitglied ein PCR-Corona-Test positiv ausgefallen ist. Die Kläger meinen, der Laborbefund sei falsch positiv gewesen. Tatsächlich sei das betroffene Familienmitglied gesund gewesen und es auch die ganze Zeit geblieben.

MDR/Annett Schneider-Solis, Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 17. November 2021 | 06:30 Uhr

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