Vorschläge erwünscht Name für neue Elbebrücke in Magdeburg gesucht

Eine der größten Baustellen in Magdeburg ist derzeit der neue Strombrückenzug über die Elbe. Wenn nichts dazwischen kommt, soll er Ende 2023 planmäßig fertig sein. Einen Namen hat das zukünftige Bauwerk allerdings noch nicht.

Entwurf einer beleuchteten Brücke bei Nacht
So soll die neue Strombrücke in Magdeburg künftig aussehen. Bildrechte: Bauwerksentwürfe Leonhardt, Andrä und Partner; Visualisierung AI.STUDIO GmbH

Die neue Elbebrücke in Magdeburg soll künftig einen Namen tragen, der "kurz, prägnant und knackig" ist. Das hat Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) jetzt betont. Trümper sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Magdeburgerinnen und Magdeburger könnten Namen vorschlagen. Noch habe das Verfahrung zur Findung des Namens aber nicht begonnen. Wichtig sei, sich dabei Zeit zu lassen.

Das ist ja ein Name, der dann über Jahrhunderte trägt, nicht einer, den man in zehn Jahren wieder wechseln kann. Von daher muss man sich für solche Entscheidungen auch Zeit lassen.

Lutz Trümper Oberbürgermeister von Magdeburg

Zudem sollte es laut Trümper ein Name sein, der "den Ort zwischen Ostelbien und dem großen Teil der Magdeburger Stadt beschreibt".

Damit am Ende auch wirklich der beste Name gefunden wird, soll eine Arbeitsgruppe aus Experten den Ort des Bauvorhabens historisch bewerten, Kriterien zur Namensfindung festlegen und am Ende aus den Vorschlägen auswählen. Noch sei das Verfahren zur Namensfindung nicht eröffnet, hieß es aus der Stadtverwaltung. Doch schon bald sollen Namensvorschläge gesammelt werden.

Mögliche Verzögerungen beim Brückenbau

Unterdessen könnte sich die Fertigstellung des neuen Strombrückenzuges – immerhin eines der größten Bauvorhaben in Magdeburg – wegen des Kriegs in der Ukraine verzögern, befürchtet Trümper. Zum Problem könnten seinen Angaben zufolge unter anderem fehlende Bauarbeiter werden. In Deutschland hatten Trümper zufolge zuletzt auch viele Ukrainer gearbeitet.

Viele Ukrainer haben hier in Deutschland gearbeitet, die sind jetzt natürlich weg - auch viele LKW-Fahrer.

Lutz Trümper Oberbürgermeister von Magdeburg

Zudem könnten die Bauarbeiten durch Lieferengpässe zum Stillstand kommen. In bestimmten Segmenten gebe es die auch jetzt schon: "Gab es voriges Jahr schon bei der Pandemie, jetzt kommt der Krieg noch obendrauf. Man darf das nicht unterschätzen", so Trümper.

Den Bau der neuen Magdeburger Elbebrücke sieht Trümper aber vorerst nicht gefährdet. Die wesentlichen Brückenteile lägen schon bereit und müssten nur noch eingebaut werden. Sollte nichts mehr dazwischen kommen, soll die Brücke bis Ende 2023 fertig sein. Aktuell wird mit Kosten von rund 180 Millionen Euro gerechnet.

MDR (Thomas, Tasler, Nadine Hampel, Dominik Knauft)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 22. März 2022 | 06:10 Uhr

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