Kriminalität Zerstochene Reifen an Amazon-Lieferautos: Staatsschutz ermittelt

Nachdem Unbekannte im Magdeburger Stadtteil Rothensee die Reifen von 116 Amazon-Lieferautos zerstochen haben, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Der Versandhändler verurteilte die Tat unterdessen.

Platter Reifen
Reifen von mehr als 100 Amazon-Lieferautos wurden in Magdeburg-Rothensee zerstochen (Symbolbild). Bildrechte: imago/Sven Simon

Im Fall der zerstochenen Reifen an 116 Lieferfahrzeugen des Online-Händlers Amazon in Magdeburg übernimmt der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen. Es könne noch nicht ausgeschlossen werden, dass auch ein mögliches Staatsschutzdelikt dahinter stehe, sagte eine Sprecherin der Polizei am Dienstag.

Zunächst hatte die "Volksstimme" darüber berichtet. Staatsschutzdelikte sind politisch motivierte Taten, die sich gegen die Verfassung, den Bestand des Staates oder gegen seine innere oder äußere Sicherheit richten. 

Täter brechen auf Firmengelände ein

Zwischen Mittwoch und Freitag vergangener Woche hatten Unbekannte die Reifen der Fahrzeuge im Stadtteil Rothensee zerstochen.

Pakete laufen über ein Laufband in einer Halle.
Bei Amazon hat es trotz der Aktion offenbar keine Lieferschwierigkeiten gegeben. Bildrechte: dpa

Die Täter waren dafür auf das Gelände des Versandhändlers Amazon eingebrochen, wo die Fahrzeuge abgestellt waren. Zur Höhe des Schadens und zu den Hintergründen der Tat machte die Polizei derweil keine Angaben. Amazon hat den Fall offenbar ohne Lieferschwierigkeiten überstanden. "Dank dem Einsatz der Lieferpartner und unserer Teams hat diese Aktion keinen Einfluss auf das Lieferversprechen in der Region", erklärte ein Amazon-Sprecher.

Amazon verurteilt die Tat

Das Unternehmen verurteile die Aktion und kritisierte, dass damit kleine und mittelständische Lieferpartner getroffen würden. Der Parkplatz, zu dem sich die Täter Zutritt verschafften, befindet sich demnach außerhalb des eigentlichen Betriebsgeländes.

Die Kriminalpolizei hatte zuletzt Spuren gesichert und mit den Ermittlungen begonnen. Wer etwas Verdächtiges gesehen habe, solle sich bei den Ermittlern melden, hieß es.

Dieser Text wurde in einer ersten Fassung am 28. Mai 2022 veröffentlicht.

MDR (Leonard Schubert, Felix Fahnert), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. Mai 2022 | 13:00 Uhr

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