Nach dem Terroranschlag Lichterkette und Mahnwachen zum Gedenken an Opfer in Halle

Nach dem Terroranschlag in Halle wurde am Freitag in ganz Sachsen-Anhalt an die Opfer erinnert. In mehrere Städten fanden Mahnwachen statt. Um die Synagoge in Halle wurde eine Lichterkette gebildet.

Rund 2.000 Menschen haben am Freitagabend in Sachsen-Anhalt an die Opfer des Anschlags von Halle erinnert. In Halle, Magdeburg und Dessau fanden Mahnwachen statt.

In Halle wurde eine Menschen- und Lichterkette an den beiden Tatorten gebildet, an der sich mehr als 1.000 Menschen beteiligten. Dort hatte am Mittwoch der Täter versucht, das Gotteshaus zu erstürmen. Kurz danach tötete er auf offener Straße eine Frau und in einem Döner-Imbiss einen Mann.

Die Menschenkette geht auf eine Initiative des Landesbischofs der Evangelischem Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, aus. An der Kette beteiligten sich auch Ministerpräsident Reiner Haseloff und Innenminister Holger Stahlknecht (beide CDU).

Bereits am Donnerstagabend hatten hunderte Menschen auf dem Marktplatz versammelt, um der Todesopfer des Terroranschlags zu gedenken.

Sportler setzen Zeichen

Beim Spiel der Saale Bulls setzten Freitagabend zudem die Sportler der Stadt ein Zeichen. Gemeinsam mit den Spielern und Spielerinnen vom Halleschen FC, von den Wildcats und den Halle Lions positionierten sich die Eishockeyprofis gegen Rassismus und Antisemitismus. Auch die Fans von Gegner Hannover bekundeten ihre Anteilnahme.

Mahnwachen in Magdeburg, Berlin und München

In Magdeburg hatte ein "Bündnis gegen Rechts" zu einer Mahnwache vor der Synagogen-Gemeinde aufgerufen. Rund 100 Menschen nahmen daran teil. In Eisleben kamen etwa 200 Menschen zusammen. Auch in Dessau-Roßlau beteiligten sich rund 100 Menschen an einer Mahnwache am jüdischen Gemeindehaus.

Auch in anderen Städten in ganz Deutschland wurden Menschenketten Kundgebungen gehalten, darunter in Berlin, Dresden und München. In Stendal ist am Samstag eine Kundgebung geplant. Außerdem sollen Stolpersteine geputzt werden.

Eine Stadt trauert Anschlag in Halle: Bilder vom Tag danach

Halle trauert. Einen Tag nach dem Anschlag, bei dem zwei Menschen erschossen wurden, sitzt der Schock tief. Unterdessen laufen die Ermittlungen zu der Tat auf Hochtouren.

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, treffen sich mit Vertretern der jüdischen Gemeinde an der Synagoge.
Treffen mit jüdischer Gemeinde
Dort treffen sie sich mit Vertretern der jüdischen Gemeinde.
Bildrechte: dpa
Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, treffen sich mit Vertretern der jüdischen Gemeinde an der Synagoge.
Treffen mit jüdischer Gemeinde
Dort treffen sie sich mit Vertretern der jüdischen Gemeinde.
Bildrechte: dpa
Jonas Nietfeld mit Trauerflor
HFC trauert um erschossenen Fan
Bei dem Anschlag wurde auch ein Fan des HFC erschossen. Der Verein lief bei einem Testspiel am Donnerstag in Aue mit Trauerflor auf.
Bildrechte: imago images / Picture Point LE
Menschen stehen auf dem Marktplatz von Halle neben Blumen und Kerzen
Mahnwache am Donnerstagabend
Auf dem Marktplatz in Halle haben am Donnerstagabend hunderte Menschen der Opfer des Anschlags gedacht.
Bildrechte: dpa
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Quelle: MDR/ru/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | MDR SACHSEN-ANHALT | 11. Oktober 2019 | 17:00 Uhr

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