Wegen Corona-Pandemie Sachsen-Anhalt-Tag in Stendal wird verschoben

Der für dieses Jahr geplante Sachsen-Anhalt-Tag in Stendal wird verschoben. Unter dem Motto "Mittelalter trifft Moderne" sollten Anfang Juli tausende Besucher in den Norden des Landes kommen. Ein neuer Termin soll schon bald gefunden werden.

Blick in die Innenstadt mit Fußgängerzone in Stendal
Der Sachsen-Anhalt-Tag in Stendal wird verschoben - darauf haben sich die Stadt und die Landesregierung verständigt. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Der 23. Sachsen-Anhalt-Tag in Stendal wird verschoben. Angesichts der Corona-Pandemie haben sich die beiden Veranstalter, die Ausrichterstadt Stendal und das Land Sachsen-Anhalt, gemeinsam auf die Verlegung des Landesfestes verständigt. Sachsen-Anhalts Minister für Kultur, Rainer Robra (CDU), erklärte, die Entscheidung sei zwar schwer gefallen, er räumte aber auch ein: "Wir tragen als Mitveranstalter eine übergeordnete Verantwortung für das Gelingen des Festes und die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher."

Die aktuell besorgniserregenden Entwicklungen der Corona-Zahlen und die zahlreichen Unwägbarkeiten für Organisatoren und Teilnehmer lassen in diesem Jahr kein Landesfest zu.

Rainer Robra Kulturminister

Rainer Robra (CDU), spricht im Plenarsaal des Landtages zu den Abgeordneten.
Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra Bildrechte: dpa

Ein Landesfest, das traditionell mehr als Hunderttausend Gäste in die Ausrichterstadt lockt, dürfe später nicht zu einem Ansteckungsherd werden, so Robra weiter. Der Minister dankte zugleich der Hansestadt Stendal für die bereits geleistete Vorarbeit und erklärte, an Stendal als Ausrichter für den Sachsen-Anhalt-Tag festhalten zu wollen: "Wir wissen unser Landesfest in besten Händen. Stendal hat bislang mit großem Engagement den Sachsen-Anhalt-Tag vorbereitet."

Erleichterung in Stendal

Auch Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) erklärte, dass eine Verschiebung des Landesfests notwendig war: "Unter den derzeitigen Bedingungen sind Begegnungen auf einer Großveranstaltung mit unkalkulierbaren Risiken verbunden." Schmotz hatte sich bereits vor einigen Tagen mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates dafür ausgesprochen, das Fest in diesem Jahr nicht auszurichten.

Ein neuer Termin soll bald gefunden werden. Das Stendaler Rathaus befürwortete eine Verschiebung um ein oder zwei Jahre, erklärte Schmotz: "Wir sind zuversichtlich, dass spätestens im Jahr 2024 ein für alle offenes Landesfest in der Hansestadt Stendal stattfinden kann."

Unter dem Motto "Mittelalter trifft Moderne" hätte der 23. Sachsen-Anhalt-Tag ursprünglich vom 1. bis 3. Juli 2022 in Stendal stattfinden sollen. Geplant war ein großes Festgebiet in der Stadt mit rund fünf Kilometern an Laufwegen.

Landesfest im Zweijahresrhythmus

Der Sachsen-Anhalt-Tag ist das größte Heimatfest des Bundeslandes und findet seit 1996 statt, seit 2017 alle zwei Jahre, zuletzt 2019 in der Welterbestadt Quedlinburg mit mehr als 150.000 Gästen. Da Sachsen-Anhalt 2021 Ausrichter der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit war, sollte der reguläre Turnus in diesem Jahr wieder einsetzen. Mit der Verschiebung auf das Jahr 2024 würde der festgelegte Zweijahresrhythmus beibehalten werden.

Stendal wäre die erste Stadt, die das Fest zum zweiten Mal ausrichtet. 1997 war sie schon einmal an der Reihe. Es ist aber auch nicht das erste Mal, dass der Sachsen-Anhalt-Tag verlegt werden musste. Die Feierlichkeiten wurden bereits 2002 aufgrund des Elbhochwassers verschoben.

MDR (Thomas Tasler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | Regionalnachrichten Studio Stendal | 25. Januar 2022 | 16:30 Uhr

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