Rückblick: 02.07.2020 Nach Umbau im Zoo Hoyerswerda: Wellness für die Pinguine

Sonnensegel, Wasserfall, Gegenstromanlage: Die Humboldt-Pinguine im Zoo Hoyerswerda wohnen künftig in einer kleinen Luxus-Anlage. Am Donnerstag wurde sie nach monatelangem Umbau wiedereröffnet. Vorausgegangen war der überraschende Tod einer Pinguingruppe.

Das neue Zuhause von Paul, Happy und den anderen acht Humboldt-Piguinen im Zoo Hoyerswerda hat einiges zu bieten: Im Sommer wird das Wasser dank einer Erdwärmesonde gekühlt und im Winter erwärmt. Eine Gegenstromanlage wälzt 36.000 Liter Wasser im Becken um und sorgt für sportliche Betätigung der Pinguine. Außerdem bieten drei große Sonnensegel genügend Schattenplätze. Highlight für Besucher und Pinguine ist ein Sprungbrett mit Wasserfall.

Hoffen auf neue Zuchterfolge

Die neue Pinguingruppe eroberte die Anlage neugierig und wagte bald einen Sprung ins wohltemperierte Wasser. Die zehn Tiere kommen aus Tierparks in Sachsen-Anhalt und Frankreich. Mit ihnen hofft der Zoo, an alte Zuchterfolge anschließen zu können. 2018 waren die Humboldt-Pinguine in Hoyerswerda überraschend an einer Pilzinfektion gestorben. Damit dies nicht wieder passiert, wurde die gesamte Anlage für 75.000 Euro so umgestaltet, dass die Tiere bessere Haltungsbedingungen haben.

Wir freuen uns sehr, endlich wieder eine Pinguingruppe im Zoo Hoyerswerda zu haben. Der Verlust der Gruppe vor anderthalb Jahren schmerzte sehr.

Arthur Kusber Geschäftsführer ZooKultur Hoyerswerda

Beste Bedingungen

Jetzt dürfen sich die zehn neuen Humboldt-Pinguine über beste Bedingungen freuen. Neben dem Wellness-Faktor wird auch die Hygiene großgeschrieben. So wird das Wasser regelmäßig über eine UV-Filtrierung sowie durch Sand- und Ozonfilter gereinigt. Außerdem würden verschiedene Bodensorten den richtigen Untergrund bilden und Pfützenbildung verhindern, in denen sich Bakterien und Pilze sammeln könnten, so Zoodirektor Eugène Bruins.

Vom Aussterben bedroht

Humboldt-Pinguine gehören zu den Pinguinarten, die akut vom Aussterben bedroht sind. Sie leben an der Pazifikküste von Peru und Chile. Der Zoo Hoyerswerda unterstützt seit Jahren die Bemühungen des Vereins Sphenisco, in dem Brutgebiet in Chile eine Meeresschutzzone zu errichten.

Quelle: MDR/vis

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 02.07.2020 | 19:00 Uhr

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