Bundespolizei Nach Todesfall von Schöpstal: Mutmaßlicher Schleuser in Untersuchungshaft

Nach dem Fund eines toten Geflüchteten in einem Transporter nahe der deutsch-polnischen Grenze in Schöpstal am Freitag haben die Behörden nun Haftbefehl gegen einen mutmaßlichen Schleuser erlassen. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Nach einem zweiten mutmaßlichen Schleuser wird weiter gesucht. Auch polnische Beamte arbeiten an der Fahndung mit.

Mehrere Menschen in dicken Jacken stehen auf einem Feld. Daneben Polizeiautos.
Nach dem Aussteigen aus dem Transporter warteten am vergangenen Freitag 22 Migranten auf einer Wiese. Ein Mann aus ihrer Gruppe wurde tot im Fahrzeug gefunden. Bildrechte: Telenewsnetwork

Der im Zusammenhang mit einem Todesfall bei einem Flüchtlingstransport in Sachsen festgenommene mutmaßliche Schleuser ist in Untersuchungshaft. Gegen den 48 Jahre alten Mann, der das Begleitauto gefahren habe, sei Haftbefehl erlassen worden, teilte die Bundespolizeidirektion Pirna am Montag mit. Nach dem Fahrer des Transporters werde mit Hochdruck weiter gefahndet.

Überlebende ans Bundesamt für Migration übergeben

Beamte von Polizei und Bundespolizei hatten am Freitagmorgen nach dem Hinweis auf eine mögliche Schleusung nahe der polnischen Grenze 22 Menschen angetroffen, die gerade aus einem Kleintransporter stiegen. In dem Fahrzeug lag ein lebloser Mann. Ein Notarzt konnte den 32 Jahre alten Iraker nicht mehr retten. Wann und unter welchen Umständen er starb, ist noch unklar.

Auch die anderen Männer und Frauen aus dem Transporter stammen aus dem Irak. Die Behörden gehen davon aus, dass sie auf der neuen Flüchtlingsroute über Belarus und Polen unerlaubt nach Deutschland eingereist sind. Die Überlebenden, die zunächst in Gewahrsam der Bundespolizei waren, wurden dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übergeben, hieß es.

Quelle: MDR/kk/dpa

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