Corona-Pandemie Städte im Erzgebirge fordern Planungssicherheit für Weihnachtsmärkte

Finden Weihnachtsmärkte in diesem Jahr statt oder nicht? Das ist noch unklar. Sechs Erzgebirgsstädte droht der Geduldsfaden zu reißen, weshalb sie für ihre Planungen jetzt ein Ultimatum an die Landesregierung adressiert haben. Bis Mitte Oktober fordern die Städte unter der Federführung von Freiberg eine verbindliche Sonderverordnung für Weihnachtsmärkte. Anderenfalls wollen sie die Märkte erneut absagen.

Festlich beleuchtet ist der Weihnachtsmarkt um das Rathaus in Chemnitz am 30.11.2019.
Die Vorbereitungen für Weihnahctsmärkte in Sachsen haben bereits begonnen. Derzeit fehlen aber verlässliche Vorgaben für eine Durchführung unter Pandemiebedingungen. Bildrechte: imago images/Uwe Meinhold

Sechs Erzgebirgsstädte fordern von der Landesregierung Klarheit für die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr. Derzeit fehlten verlässliche Vorgaben, um Weihnachtsmärkte unter Pandemiebedingungen in Sachsen planen und umsetzen zu können, teilten die Kommunen Freiberg, Annaberg-Buchholz, Marienberg, Olbernhau, Schneeberg und Schwarzenberg am Mittwoch mit. Initiiert wurde der Brief von der Stadt Freiberg.

"Die erzgebirgischen Weihnachtsmärkte sind nicht nur identitätsstiftend und bedeutend für den Tourismus und die Wirtschaft, sondern auch überaus wichtig, um das Wir-Gefühl der Einwohner zu stärken", sagte Sven Krüger, Oberbürgermeister der Stadt Freiberg. "Deswegen benötigen wir bis Mitte Oktober eine verbindliche Sonderverordnung, um die Märkte planen und durchführen zu können."

Sven Krüger
Bildrechte: imago/Uwe Meinhold

Ohne diese Verordnung ist die Absage der diesjährigen Advents-, Christ- und Weihnachtsmärkte leider wieder die einzige Konsequenz.

Sven Krüger Oberbürgermeister von Freiberg

Die Städte haben Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) um ein kurzfristiges Gespräch gebeten, um die offenen Fragen zu klären. Es sei zum Beispiel unklar, ob Einlasskontrollen oder Besucherzählungen nötig sein werden, mit welchen Abständen die Stände aufgebaut werden dürfen oder wie die traditionellen Bergparaden veranstaltet werden können. Bis Mitte Oktober müssten diese Dinge geklärt sein, um keine Absage der Märkte zu riskieren. Im vergangenen Jahr waren die Weihnachtsmärkte aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 29. September 2021 | 15:30 Uhr

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