Elektrifizierung Verkehrsverbund Mittelsachsen baut im Hauptbahnhof Chemnitz

Von einer Bahnmetropole ist Chemnitz meilenweit entfernt. Noch fehlt eine Linie nach Berlin, auf der Strecke nach Leipzig verkehren uralte Dieselzüge. Doch die Zukunft wird elektrisch. Erste Baumaßnahmen haben begonnen.

Blick auf den Haupteingang eines Bahnhofsgebäudes
Bildrechte: MDR/Matthias Vollmer

Auf dem Chemnitzer Hauptbahnhof sind ab Montag bis voraussichtlich 6. Dezember mehrere Bahnsteige gesperrt. Grund dafür ist die Vorbereitung der Elektrifizierung einiger Strecken, sagt VMS-Sprecher Falk Ester. "Es wird von Montag an Einschränkungen in der Zeit von 7 bis 17 Uhr geben. Die Bahnsteige 5, 6 und 7 sind gesperrt. Gleichzeitig werden die Bahnen des Chemnitzer Modells, die im unteren Bereich des Bahnhofs ankommen, nicht weiterfahren können." Die Fahrgäste müssten umsteigen. "Die Bauarbeiten dauern 14 Tage. Dabei werden Fundamente für die Oberleitungen gesetzt." Ende November werde es noch einmal eine identische Sperrung für den Aufbau der Masten und der Oberleitungen geben.

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen - Der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) umfasst die Landkreise Zwickau, Erzgebirge, Mittelsachsen, die Städte Chemnitz und Zwickau. Er arbeitet mit 17 Verkehrsunternehmen zusammen.

- Der VMS ist gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und den Kommunen für das Chemnitzer Modell (Chemnitz Bahn) zuständig, dass die Verbindung der Umlandkommunen mit Straßenbahn und Zug ermöglicht.

- Die Verkehrsunternehmen im VMS haben 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und befördern jährich rund 80 Millionen Fahrgäste. Zur Fahrzeugflotte gehören etwa 1.000 Busse, 110 Straßenbahnen, 80 Eisenbahnen und die Drahtseilbahn Augustusburg.

Quelle: VMS

Elektrifizierung mehrerer Bahnstrecken

Die Elektrifizierung im Bereich der Bahnsteige ist für mehrere Bahnlinien wichtig, sagt der VMS. Die Linien des Chemnitzer Modells nach Burgstädt (C13), Mittweida (C14) und Hainichen (C15) sowie die geplante Linie nach Limbach-Oberfrohna (C12) sollen zukünftig elektrisch betrieben werden. Dafür muss der VMS im Hauptbahnhof eine Lücke im Oberleitungsnetz schließen. Sie soll eine direkte Verbindung zwischen dem Oberleitungsnetz der Straßenbahn mit 600 Volt Gleichstrom und dem der Eisenbahn mit 15.000 Volt Wechselstrom schaffen.

Eine Bahn mit der Aufschrift "Hainichen" steht im Bahnhof vor einem Prellbock.
In Zukunft werden die Städte Burgstädt, Mittweida und Hainichen von elektrisch angetriebenen Zügen angefahren. Auch die geplante Verbindung nach Limbach-Oberfrohna soll elektrifiziert werden. Bildrechte: MDR/Mario Unger

Ab Ende 2023 sollen auf der Regionalexpresslinie RE 6 Chemnitz-Leipzig batterieelektrische Fahrzeuge  des Typs "Coradia Continental" von Alstom eingesetzt werden. Damit sie in Chemnitz aufgeladen werden können, muss im Bahnhofsbereich ein Fahrdraht montiert werden. Die Bauarbeiten im Chemnitzer Hauptbahnhof sollen am 6. Dezember abgeschlossen sein.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 11. Oktober 2021 | 07:30 Uhr

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