Prozessauftakt Nach Explosion in Döbeln: Klempner steht wegen versuchten Mordes vor Gericht

Anwalt, Angeklagter
Ein Klempner aus Döbeln hatte im Januar eine Explosion in einem Wohnhaus verursacht. Nun muss er sich wegen versuchten Mordes in zwei Fällen vor dem Chemnitzer Landgericht verantworten. Bildrechte: Harry Härtel

Ein Klempner aus Döbeln muss sich seit Montag vor dem Landgericht Chemnitz verantworten. Dem 31 Jahre alten Mann wird versuchter Mord in zwei Fällen vorgeworfen. Anfang Januar hatte er, in der Absicht sich selbst zu töten, die Gastherme in seinem Bad manipuliert und zudem mehrere Campinggaskartuschen geöffnet und Benzinkanister bereitgestellt. Mit einem Funken entzündete er das Gasgemisch, das daraufhin explodierte.

Laut Anklage hatte er sich vorab nicht davon überzeugt, dass sich niemand im Wohnhaus befand. Außerdem sei ihm als Klempner bewusst gewesen, dass die Explosion nicht kontrollierbar war. Zwei Nachbarn wurden verletzt. Das Wohnhaus wurde stark beschädigt und ist immer noch nicht wieder bewohnbar. In der Nachbarschaft parkende Autos wurden ebenfalls durch die Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen. Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte noch Ende des Monats fallen.

MDR (ali)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 19. September 2022 | 11:30 Uhr

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