Weltkindertag "Sterntaler"-Preis für integratives Chemnitzer Sprachprojekt

Mitglieder des Chemnitzer Netzwerks "Hilfe zur Selbsthilfe" bei der Preisübergabe
Das Chemnitzer Netzwerk "Hilfe zur Selbsthilfe" wurde am Dienstag mit dem Kinderschutzpreis "Sterntaler" ausgezeichnet. Bildrechte: MDR/Steffen Giersch

Zum Weltkindertag ist am Dienstagvormittag im Sächsischen Landtag der Kinderschutzpreis "Sterntaler" vergeben worden. Die Auszeichnung ging an das Chemnitzer Netzwerk "Hilfe zur Selbsthilfe" und ist mit 3.000 Euro dotiert. Das Netzwerk erreicht eigenen Angaben nach mit seinem Sprachunterricht um die 1.000 Kinder und Jugendliche. Das Projekt, das zugleich Ansprechpartner für die Familien zur Orientierung im Alltag und im Umgang mit Behörden ist, erleichtert zudem die Ansprache traumatisierter Kinder.

Sachsens Ausländerbeauftragter Geert Mackenroth sagte bei der Preisverleihung, dass das Netzwerk Professionalität und ehrenamtliches Engagement verbinde, um die während der Pandemie entstehenden Defizite in der sprachlichen und schulischen Bildung der Kinder zu reduzieren. "Wenn Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund und Benachteiligung gezielt integriert werden, dann können sie in unserer Gesellschaft gut ankommen und diese mitgestalten", sagte Christina Koch, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Sachsen. "Im ausgezeichneten Projekt wird durch die schullaufbahnübergreifende Zusammenarbeit Kindern und Jugendlichen eine individuelle Unterstützung zuteil, die ihnen hilft, sich in die Gesellschaft zu integrieren."

Sterntalerpreis Mit dem Sterntalerpreis wird nun schon zum 8. Mal besonderes Engagement in der Arbeit mit Kindern mit Migrationshintergrund und Benachteiligung ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird jährlich vom Ausländerbeauftragten und dem Kinderschutzbund Sachsen ausgelobt.

MDR (ali)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 20. September 2022 | 12:30 Uhr

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