Lichtblick im Advent Eibenberg leuchtet wieder zum 3. Advent

Auch dieser Advent wird anders als in den Jahren vor Corona, eingeschränkter, stiller auf den Straßen und schlechter für Händler und Gastronomen. Trotzdem gibt es kleine Lichtblicke in diesen Tagen des Wartens. MDR SACHSEN zeigt, wo. Heute leuchtet Eibenberg zum 3. Advent.

Eine Kirche ist in helles Licht getaucht mitten im Dunkeln. Es handelt sich um die Dorfkirche von Eibenberg im Erzgebirge.
Die evangelische Kirche aus dem Jahr 1901 wird in Eibenberg wieder vier Tage lang angestrahlt. Bildrechte: privat

Von Donnerstag 16 Uhr an leuchten in Eibenberg bei Chemnitz wieder mehrere Gebäude. Bis nach dem 3. Advent strahlen in der Dunkelheit die Kirche, das Haus der Freiwilligen Feuerwehr, ein Firmengebäude und mehrere Privathäuser, kündigte der Organisator Stephan Boden an. Der Eibenberger Unternehmer und Pyrotechniker hatte mit solchen Lichtaktionen und einem Weihnachtsmarkt auf seinem Bauernhof im Advent 2018 begonnen und damit auch das Hofgut in Szene gesetzt.

Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen gibt es in diesem Advent dort keinen Markt, nur einen Sonderverkauf. Veranstaltungen auf dem Bauernhof wurden abgesagt. Auch das Silvestergeschäft liegt darnieder. Und trotzdem: Die LED-Lichter zur Freude für Spaziergänger und Autofahrende klickt Boden wieder an:

Ich wollte die Beleuchtungsaktion unbedingt machen und unseren Ort etwas beleben.

Stephan Boden Unternehmer

Lichter gegen Resignation

Die Entwicklung seiner Branche sei angesichts der Infektionslage "absehbar" gewesen, meint Boden. Nach den Silvesterabsagen 2020 hatte Boden Anfang des Jahres Ware fürs neue Jahr bestellt. Die konnte er nun nach Bekanntwerden der neuerlichen Verkaufsabsage für Privatleute nicht mehr stornieren. An Gewerbetreibende dürften Böller und Pyroerzeugnisse zwar noch verkauft werden. Das mache aber nur ein Bruchteil des üblichen Geschäfts aus. Wie es künftig mit seiner Pyro-Branche weitergehen wird, "ist schwierig zu sagen". Boden wolle sich trotzdem nicht entmutigen lassen.

Ich will ein kleines Licht setzen und daran erinnern, dass es auch wieder besser wird. Es nützt doch nichts, wenn alle resignieren würden.

Stephan Boden Unternehmer und Optimist

Mit ein paar Aufbauhelfern und einer Firma in Chemnitz organisierte er das Lichterfest unter Corona-Bedingungen und plant schon Veranstaltungen für 2022. "Wir wollen wieder Hoffeste feiern und einen Imkertag", kündigte der 35 Jahre alte Eibenberger an.

Ein Mann steht im Dunkeln mit Stirnlampe auf einer Anhöhe. In der einen Hand hält er einen aufgeklappten kleinen Koffer, in dem eine Art Schaltpult eingebaut ist. In der anderen Hand stellt er etwas am Schaltpult ein.
Und so sieht Stephan Bodens Arbeitsplatz im Halbdunkel aus, wenn er seine Technik startet. Bildrechte: MDR/Harry Härtel

Quelle: MDR/kk

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