Vogtland Bilanz und Licht aus im Impfzentrum Eich

Nach einem dreiviertel Jahr Betrieb ist das Impfzentrum in Eich im Vogtland geschlossen worden. Die Mitarbeiter zogen am Donnerstag gemeinsam Bilanz. Dabei blickten sie auf viel Arbeit, ihren Teamgeist und mancherlei Ärger zurück.

Auf einer Broschüre zum Thema impfen gegen Corona stehen in einem kleinen Stoffsäckchen drei gläserne Impfflaschen. Diese Pakete haben 300 Mitarbeiter des Impfzentrums Vogtland zum Abschied und Ende des Impfzentrums als Erinnerung erhlaten.
Zum Abschied bekamen die insgesamt 300 Mitarbeiter des Impfteams jeder ein Säckchen mit leeren Impfdosen, das an die Arbeit seit Anfang Januar 2021 erinnern soll. Bildrechte: Bernd Schädlich

Nach mehr als 210.600 Corona-Schutzimpfungen ist am Donnerstagabend das Impfzentrum Eich im Vogtland geschlossen worden. Zuletzt wurden pro Tag 300 bis 400 Impfdosen verabreicht, vor allem Drittimpfungen für ältere Vogtländer. Leiter Andy Feig sagte im Rückblick auf das vergangene dreiviertel Jahr, dass im Team jeder wusste, was zu tun war. In die Freude, dass nun Zentrum seine Arbeit einstellen kann, mischte sich für manche der insgesamt 300 Mittarbeitenden auch Traurigkeit, dass die Arbeit am Standort beendet ist.

Das Team hier ist wie eine Familie gewesen - von Reinigungskräften, über Sicherheitsdienst, Schwestern, Ärzte, DRK-Personal, Ehrenamtler, THW, Bundeswehr. Es hat jeder die Aufgaben übernommen, die gerade angefallen sind. Und das hat Spaß gemacht. Wir haben es gerne getan.

Andy Feig Leiter des Impfzentrums Eich

Große Pizzen stehen auf Tischen bereit, die sich Menschen nehmen können, die im Hintergrund an Bürotischen zusammensitzen. Es ist der Abschlussabend im Impfzentrum Eich am 30. September 2021. Die Mitarbeitenden saßen noch einmal zusammen und blickten auf ein dreiviertel Jahr Arbeit zurück.
Pizza für alle Mitarbeiter gab es zum Abschluss des Impfeinsatzes am Donnerstagabend. Bildrechte: Bernd Schädlich

Mobile Impfteams und Hausärzte impfen weiter

Auch wenn das Impfzentrum nun abgebaut wird, viele Hausärzte bieten die Schutzimpfungen weiter an. Zudem bleibt drei Wochen lang ein mobiles Impfteam in Treuen/Eich, das als eine Art Impfpraxis Impfungen vornimmt, sagte Feig.

Das Impfzentrum in Eich war das erste, das am 9. Januar 2021 in Sachsen öffnete, zu einem Zeitpunkt, als das Vogtland bundesweit mit die höchsten Cornavirus-Infektionsraten aufwies. Ende Juli erreichte die Region Inzidenzwerte von nahe Null. Die Impfquote vollständig Geimpfter ist im Vogtland mit 68,1 Prozent die höchste in ganz Sachsen. Der sächsische Durchschnitt liegt nach Angaben des Sozialministeriums bei 54,6 Prozent (Stand: 29. September).

Die Mitarbeitenden und Besucher mussten von Anfang an vor Impfgegnern und Corona-Leugnern geschützt werden. Erst verunglimpfende Graffiti an Wänden und Fahrzeugen, dann ein Brandanschlag, zu dem das Landeskriminalamt Sachsen ermittelt.

Quelle: MDR/kk/bs

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalreport aus dem Studio Chemnitz | 01. Oktober 2021 | 16:30 Uhr

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