Innenministerium 22 Ermittlungen zu gefälschten Impfausweisen in Sachsen

Ein Arzt hält in der einen Hand einen aufgeschlagenen Impfausweis und in der anderen eine Impfspritze
In Sachsen wird in 22 Fällen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung ermittelt, nachdem Apothekern oder Ärzten die Impfnachweise verdächtig vorkamen. Bildrechte: imago/Jochen Tack

Die Zahl der gemeldeten Fälschungen von Impfausweisen ist in den vergangenen Monaten gestiegen, teilte das sächsische Innenministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Demnach wurden seit Mai 2021 insgesamt 22 Fälschungen von Impfausweisen mit Corona-Bezug gemeldet. In den Monaten Mai und Juni waren es jeweils zwei Fälle, im Juni fünf, im August drei und im September zehn. Bei den Fällen dauern die Ermittlungen laut Ministerium noch an.

Urkundenfälschung und Gefahren

In Sachsens Nachbarland Thüringen war die Zahl der bekannt gewordenen Fälschungen zuletzt gestiegen, teilten die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) und das dortige Gesundheitsministerium mit. Vor allem die Zahl der Meldungen von Verdachtsfällen durch Apotheken sei rapide gestiegen. Es sei mittlerweile ein "besorgniserregendes Level" erreicht, sagte die Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT), Annette Rommel. "Die kriminelle Energie, die hinter den Fälschungen steht, ist erschreckend." Urkundenfälschung sei kein Kavaliersdelikt. Ein solches Verhalten sei absolut verantwortungslos und bringe andere in Gefahr, betonte sie.

Quelle: MDR/kk/dpa

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