Corona-Statistik Inzidenz in Sachsen beträgt 45,3 - 638 neue Infektionen gemeldet

Bei der Corona-Inzidenz bleibt Sachsen weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Drei Kreise sowie eine kreisfreie Stadt liegen aktuell über der 50er-Marke. In den sächsischen Kliniken werden 160 Covid-Patienten behandelt, 44 von ihnen auf einer Intensivstation.

Wiebke Bunzenthal, Gesundheits- und Krankenpflegerin, steht mit einer Infusion auf der Corona-Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hinter einer Glastür.
44 Covid-Patienten werden in Sachsen intensivmedizinisch behandelt. Bildrechte: dpa

In Sachsen sind binnen eines Tages 638 neue Infektionen mit dem Coronavirus von den Gesundheitsbehörden gemeldet worden. Das geht aus der in der Nacht zum Mittwoch veröffentlichten Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner im Freistaat liegt bei 45,3 und ist damit im Vergleich zum Vortag gestiegen. Laut RKI liegt die Inzidenz bundesweit bei 61,0. Dieser Wert ist im Vortagesvergleich leicht gestiegen.

Die höchsten Inzidenzwerte in Sachsen weisen der Erzgebirgskreis (77,7) sowie die Landkreise Mittelsachsen (60,7) und Bautzen (55,4) auf. Den niedrigsten Inzidenzwert verzeichnet der Landkreis Nordsachsen mit 20,8. Dresden hat aktuell eine Wocheninzidenz von 53,4, die Stadt Leipzig liegt bei 32,5 und Chemnitz bei 28,6.

Mittelsachsen muss wieder Regeln verschärfen

Nach kurzzeitiger Entspannung der Corona-Lage greift im Landkreis Mittelsachsen ab Freitag wieder die 3G-Regel. Die Inzidenz liegt heute den fünften Tag in Folge über der Grenze von 35. In Restaurants, beim Frisör oder in Fitnessstudios müssen Besucher daher ab übermorgen wieder nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Unterdessen ist eine Schule in Mittelsachsen geschlossen worden. Auf der Homepage der Grundschule Weißenborn ist zu lesen, dass die Schüler bis Freitag zu Hause lernen müssen. An der Schule hatte es mehrere positive Corona-Tests gegeben.

160 Covid-Patienten in Krankenhäusern

Künftig sollen neben der Inzidenz der Neuinfektionen weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker bei der Entscheidung zu Corona-Maßnahmen berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit laut Gesundheitsministerium 116 Covid-Patienten auf den Normalstationen behandelt. 44 weitere Patienten mit einer schweren Corona-Infektion liegen auf einer Intensivstation (Stand: 28.09.2021, 14 Uhr).

Laut RKI-Intensivregister sind 20 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen (Stand: 29.09.2021, 05:19 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierung liegt bei 1,18 und damit unter der der Marke sieben, ab der die Vorwarnstufe greift.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 29. September 2021 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen