Corona-Statistik Inzidenz in Sachsen beträgt 42,5 - Landkreis Zwickau lockert Corona-Regeln

Bei der Corona-Inzidenz bleibt Sachsen weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Allerdings liegen inzwischen drei Kreise sowie die Landeshauptstadt Dresden über der 50er-Marke. In den sächsischen Kliniken werden 151 Covid-Patienten behandelt, 50 von ihnen auf einer Intensivstation.

Eine Maske hängt waehrend der Corona-Pandemie an einem Zaun in Steglitz-Zehlendorf.
Im Landkreis Zwickau werden ab heute die Corona-Vorschriften gelockert. Die Inzidenz liegt seit fünf Tagen unter dem Schwellenwert 35. Bildrechte: dpa

In Sachsen sind binnen eines Tages von den Gesundheitsbehörden 136 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das geht aus der in der Nacht zu Montag veröffentlichten Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner im Freistaat liegt am Montag bei 42,5 und ist damit im Vergleich zum Vortag gestiegen. Das RKI gibt diesen Wert bundesweit mit 61,7 an.

Landkreis Zwickau lockert Corona-Vorschriften

Die höchsten Inzidenzwerte in Sachsen weisen der Erzgebirgskreis (84,4), der Landkreis Bautzen (60,1), der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (56,0) sowie Dresden (51,2) auf. Den niedrigsten Inzidenzwert verzeichnet der Landkreis Nordsachsen mit 19,8 gefolgt von Chemnitz mit 27,0.

Im Landkreis Zwickau werden ab heute die Corona-Vorschriften wieder gelockert. Die Inzidenz liegt seit fünf Tagen unter dem Schwellenwert 35. Damit entfällt die Testpflicht für Ungeimpfte unter anderem bei Besuchen von Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Auch die Kontakterfassung entfällt.

151 Covid-Patienten in Krankenhäusern

Künftig sollen neben der Inzidenz der Neuinfektionen weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit laut Gesundheitsministerium 101 Covid-Patienten auf den Normalstationen behandelt. 50 weitere Patienten mit einer schweren Corona-Infektion liegen auf einer Intensivstation (Stand: 26.09.2021, 12 Uhr). Laut RKI-Intensivregister sind 24 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen (Stand: 27.09.2021, 06:19 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierung liegt bei 0,86 und damit unter der der Marke sieben, ab der die Vorwarnstufe greift.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Neue Coronaschutzverordnung

In Sachsen gilt seit Donnerstag (23.09.2021) eine neue Corona-Schutzverordnung. Mit ihr greift erstmals ein sogenanntes 2G-Optionsmodell: Wer als Veranstalter oder Clubbetreiber nur geimpften oder genesenen Menschen Zugang gewährt, kann auf die Einhaltung von Mindestabstand, Maskenpflicht oder Kapazitätsbeschränkungen verzichten.

Gut 57 Prozent der Menschen in Sachsen sind inzwischen vollständig gegen Corona geimpft, bundesweit sind es knapp 64 Prozent. Bis Ende September schließen im Freistaat die Impfzentren. Künftig sollen niedergelassene Ärzte und mobile Impfteams Impfungen übernehmen.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 27. September 2021 | 19:00 Uhr

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