Aktuelle Corona-Zahlen Gestiegene Wocheninzidenz in Sachsen - weitere Patienten aus Sachsen verlegt

In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner weiter gestiegen. Sie liegt bei 1.205,5 sowie im Erzgebirge deutlich über der 2.000er-Marke. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Sonntag 6.233 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 20 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung für den Freistaat.

Zum Sonntag haben die Gesundheitsämter aus Sachsen dem Robert-Koch-Institut (RKI) 6.233 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 20 Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz des Freistaats steigt auf 1.205,5. Bundesweit liegt der Inzidenzwert bei 446,7, am Vortag betrug er 444,3. Deutschlandweit gab es binnen 24 Stunden rund 44.400 Neuinfektionen. Allerdings übermitteln am Wochenende nicht alle Ämter ihre Daten.

Proteste im Corona-Hotspot Erzgebirge

Fast alle sächsischen Landkreise befinden sich über der 1000er-Marke. Ausnahmen bilden der Landkreis Zwickau mit einer Wocheninzidenz von 973,6 und der Landkreis Mittelsachsen mit 893,6. In den Großstädten liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Dresden bei 846,4, in Leipzig bei 717,8 und in Chemnitz bei 1110,9.

Der Erzgebirgskreis verzeichnet in Deutschland mit Abstand die höchste Wocheninzidenz je 100.000 Einwohner bei den Corona-Neuinfektionen. Der Wert liegt am Sonntag bei 2.021,9. Im bundesweiten Corona-Hotspot haben am Samstagabend Hunderte Menschen unter anderem in Chemnitz, Freiberg, Aue, Schneeberg, Zschorlau, Zwönitz und Zschopau gegen Corona-Maßnahmen und Impfungen protestiert.

2.521 Corona-Patienten in den Krankenhäusern

Am Sonnabend lagen 1.958 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf den Normalstationen sächsischer Krankenhäuser. Das geht aus den Zahlen des sächsischen Gesundheitsministeriums hervor (Stand: 27.11.2021, 11:30 Uhr). Auf den Intensivstationen in Sachsen müssen laut Gesundheitsministerium 563 Patientinnen und Patienten behandelt werden. (Stand: 27.11.2021, 11:30 Uhr). Laut Divi-Intensivregister sind 278 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie invasiv beatmet werden müssen (Stand: 28.11.2021, 10:05 Uhr). Die Sieben-Tage-Hospitalisierung gibt das sächsische Ministerium mit 7,32 an.

Patienten in andere Bundesländer verlegt

Die für Corona-Patienten zur Verfügung stehenden Betten sind auf den Normalstationen zu fast 90 Prozent ausgelastet, auf den Intensivstationen zu 96,4 Prozent, wo 563 der 584 Plätze belegt sind. Es werden deshalb Patienten in andere Bundesländer verlegt. Bisher wurden acht Schwerkranke in andere Bundesländer gebracht, 15 weitere sollen folgen (Stand 28.11.2021).

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 28. November 2021 | 19:00 Uhr

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