Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 30.11.: Kretschmer erwartet Bundesliga-Geisterspiele und Silvesterabsagen

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

20:45 Uhr | Ticker-Ende

Mit einer Lese-Empfehlung zu aktuellen Artikeln unserer Kollegen von "Hauptsache gesund" und "Wissen" beenden wir den Corona-Ticker für heute. Morgen früh sind wir wieder am Start, mit aktuellen Meldungen aus Sachsen.

20:00 Uhr | Bestatter in der Pandemie haben es schwer

Die steigenden Corona-Todeszahlen bringen auch die Bestattungsbranche erneut in Nöte. Nicht nur, dass die Arbeitsbelastung wächst; es gibt z.B. auch Probleme mit Hinterbliebenen, die Hygieneregeln missachten.

19:40 Uhr | 173 Anzeigen nach Corona-Protest in Zwickau

Auch in Zwickau hatten sich gestern Abend Hunderte zu einem illegalen Corona-Protest versammelt. Wie die Polizei mitteilte, wurden von 173 der rund 250 Personen die Identitäten aufgenommen und Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Notfallverordnung gefertigt. Gegen mehrere Teilnehmer wurden außerdem Strafanzeigen gestellt, weil sie Polizisten bespuckten oder aktiven Widerstand leisteten.

Unterdessen gibt es am gestrigen Vorgehen der Polizei, vor allem in Chemnitz, heftige Kritik:

19:30 Uhr | 160 Millionen Euro für Impfkampagne in Sachsen

Für die Ausweitung der Impfangebote in Sachsen hat der Haushaltsausschuss das Landtages zusätzliche 160 Millionen Euro freigegeben. Damit sollen die mobilen Impfteams mehr Personal erhalten. "Außerdem wollen wir die Impfzentren in Chemnitz, Dresden und Leipzig wiedereröffnen." Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sagte, das Ziel seien 20.000 Impfungen pro Tag. Das entspreche der Impfkapazität, wie sie im Mai und Juni dieses Jahres die später geschlossenen Impfzentren gehabt hätten. Angesichts der extrem hohen Infektionszahlen in Sachsen werde davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Impfungen wächst.

19:00 Uhr | Sondersitzung des Landtages einberufen

Der Sächsische Landtag kommt nächste Woche am Montag auf Antrag der Staatsregierung zu einer Sondersitzung zusammen. Thema sei die Feststellung der Anwendbarkeit des Infektionsschutzgesetzes in Sachsen nach der vergangene Woche ausgelaufenen epidemischen Lage von nationaler Tragweite, teilte die Landtagsverwaltung am Dienstag mit. Bisher war diese epidemische Lage die Bedingung für zahlreiche Schutzmaßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus. Die aktuelle Corona-Notfallverordnung des Freistaates gilt noch bis zum 12. Dezember.

18:19 Uhr | Chemnitz erweitert Wochenmarkt

Nach der Absage des Weihnachtsmarktes ist in Chemnitz der Wochenmarkt seit heute wieder vor dem Rathaus zu finden. Ab nächster Woche soll der Markt täglich außer sonntags stattfinden. In neun zusätzlichen Büdchen werden weihnachtliche Lebensmittel wie Mandeln, Stollen und Baumkuchen verkauft, sagte Ordnungsbürgermeister Miko Runkel MDR SACHSEN.

18:02 Uhr | SIKO für Impfung von Kindern bestimmter Risikogruppen

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt die Impfung von Kindern bestimmter Risikogruppen im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren. Zum einen für die, bei denen ein schwerer Verlauf zu befürchten sei und andererseits für jene, die Kontakt zu Risikogruppen haben. Dennoch solle allen Kindern und ihren Sorgeberechtigten, die sich impfen lassen möchten, dies auf keinen Fall verwehrt werden, teilte die SIKO in ihrer aktuellen Empfehlung mit.

17:45 Uhr | Impfzentrum im Stadtbüro Leipzig startet am Mittwoch

Das DRK eröffnet am Mittwoch um 11 Uhr ein neues festes Impfzentrum im Stadtbüro am Leipziger Burgplatz. Die Stadt Leipzig will noch vor Weihnachten ein eigenes Impfzentrum eröffnen. Dort sollen vor allem Ältere, Migranten und Wohnungslose geimpft werden, die sonst durch andere Impfangebote durchrutschen, hieß es. Schon im Sommer hatte die Stadt Impfteams in Plattenbausiedlungen und Asylbewerberheime geschickt.

Leipzig sucht Personal, das die Impfwilligen betreuen und impfen kann. Nach Weihnachten will die Stadt weitere Impfstellen errichten. Wann und wo, ist noch unklar. Der Betreiber des Krystallpalast-Varietés, Peter Matzke, hatte das Spiegelzelt auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz als Impfzentrum angeboten. Das wollte die Stadt auf Nachfrage von MDR SACHSEN nicht kommentieren.

17:28 Uhr | Dresden will mehr Hilfen für Weihnachtsmarkthändler

Die Stadt Dresden hält die Wirtschaftshilfen für Weihnachtsmarkthändler für nicht ausreichend. Die bisher von Land und Bund aufgezeigten Corona-Hilfen könnten den Schaden der Weihnachtsmarkthändler nur eingeschränkt ersetzen, hieß es aus dem Rathaus.

Es ist ein Programm notwendig, das den nachweislich entstandenen finanziellen Aufwand aller Händler und Betreiber sämtlicher Weihnachtsmärkte der Stadt vollumfänglich ersetzt und in Härtefallsituationen auch den Lebensunterhalt im Dezember sichert.

Robert Franke Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung Dresden

17:12 Uhr | Nächste Corona-Fälle bei RB-Leipzig

Beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig hat sich nach Chefcoach Jesse Marsch nun auch Co-Trainer Achim Beierlorzer mit dem Coronavirus infiziert. Routine-Tests haben heute weitere positive Corona-Fälle im Betreuerstab des Vizemeisters ergeben, teilte der Klub mit. Zusätzliche Spieler wurden nicht positiv getestet. Das geplante Mannschaftstraining wurde ausgesetzt.

16:50 Uhr | Kretschmer zu Bundesliga-Geisterspielen, Komplett-Lockdown und Silvesterfeuerwerk

Werden Weihnachtsmärkte in Sachsen ab Mitte Dezember öffnen können? "Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Dienstag in Dresden. Nach der Bund-Länder-Schalte mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht Sachsens Regierungschef davon aus, dass die drei Bundesliga-Spieltage vor Weihnachten ohne Zuschauer stattfinden werden. Auch über Silvesterfeiern und Feuerwerk zum Jahreswechsel werde in den kommenden Tagen diskutiert.

Ich plädiere sehr dafür, auf Feuerwerk in diesem Jahr zu verzichten. Je eher man das sagt, desto geringer ist der wirtschaftliche Schaden.

Michael Kretschmer sächsischer Ministerpräsident (CDU)

Konkrete Beschlüsse wurden am Dienstag nicht gefasst. Die Ministerpräsidenten-Runde will am Donnerstag nochmals zusammenkommen und darüber sprechen, welche Einschränkungen wie in den Bundesländern greifen sollten. Dazu müsse das bundesweite Infektionsschutzgesetz geändert werden, sagte Kretschmer. Das sei für den 9. Dezember vorgesehen, könnte aber auch eher geschehen.

Ob in Sachsen die Weihnachtsferien früher beginnen, solle sich ebenfalls nächste Woche entscheiden. Auch gebe es noch keine konkreten Planungen für einen kompletten Lockdown in Sachsen. Dazu müsse man die aktuelle Situation sehr aufmerksam beobachten.

16:26 Uhr | Impfstrecke in Eich wird erweitert

Der Impfstützpunkt im Treuener Stadtteil Eich im Vogtland hat seine Öffnungszeiten erweitert. Anstatt an bisher drei Tagen wird jetzt an sechs Tagen pro Woche geimpft, täglich von 10 bis 18 Uhr. Außerdem wird ein zweite Impfstrecke aufgebaut, sagte der Leiter der Impfaktion des DRK im Vogtlandkreis, Andy Feig.

16:18 Uhr | Bob-Training ohne Zuschauer

In Altenberg hat das Training für den Bob- und Skeleton-Weltcup ab Freitag begonnen. Die finanzielle Bilanz des Wettbewerbs werde nicht gut ausfallen, meinte die Geschäftsführung. Grund sei das kurzfristige Zuschauerverbot an der Bahn. Tribünen, Toiletten und Zelte stünden bereits und kosteten Geld. Auch Sportler würden Zuschauer vermissen.

16:04 Uhr | Impfstelle in Chemnitz ab Mittwoch

Chemnitz baut die Impfstelle an der Wilhelm-Raabe-Straße aus. In dem ehemaligen Supermarkt will sie bis zu 500 Impfungen täglich ermöglichen. Zunächst startet die Impfstelle mit einem mobilen Impfteam des DRK. Ab dem morgigen Mittwoch sind dort zunächst bis zu 250 Impfungen pro Tag möglich. Bis das Terminbuchungssystem des DRK steht, sollen laut Stadt übergangsweise Wartenummern vergeben werden.

  • Öffnungszeiten: Montag bis Sonnabend von 9 bis 17 Uhr. Am Mittwoch, am ersten Tag, öffnet die Impfstelle aber erst um 11 Uhr.

15:43 Uhr | Handwerksbetriebe bilden stabil aus

Die Handwerksbetriebe in Sachsen bilden 2021 trotz Corona-Krise ähnlich viel Nachwuchs aus wie in den Vorjahren. Das berichten die Handwerkskammern in Dresden und Leipzig. Im Kammerbezirk Dresden hatten bis Ende November 2.145 Lehrlinge eine Ausbildung begonnen. 2020 waren es 2.121 Menschen, im Jahr davor 2169. Im Kammerbezirk Leipzig seien 1.317 Lehrstellen besetzt worden, drei Prozent weniger als 2020.

15:21 Uhr | Chemnitzer OB will Gastronomen Gebühren erlassen

Chemnitz will auch 2022 auf Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie verzichten. Eine Vorlage dazu will Oberbürgermeister Sven Schulze dem Stadtrat zur nächsten Sitzung am 15. Dezember zur Beschlussfassung vorlegen. Er wolle damit ein Signal setzen und die Branche in schwierigen Zeiten unterstützen. Chemnitz hatte die Gebühr der Branche schon 2020 und 2021 erlassen.

14:37 Uhr | Labore überlastet - auch hier fehlt Personal

Die Facharztlabore in Deutschland sind an der Belastungsgrenze, teils darüber, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, mit. "In Ländern wie Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen steht die Ampel nun schon seit längerer Zeit wieder auf Rot."

Der Engpass betreffe aktuell das Personal. Es sei nicht die Zeit für PCR-Tests für Zwecke wie Friseurbesuche, man müsse vielmehr Priorität auf den medizinischen Bedarf legen, so Müller. Laut ALM-Daten, die auf Angaben von 180 Laboren fußen, fiel vorige Woche mehr als jeder fünfte PCR-Test in Deutschland positiv auf Sars-CoV-2 aus.

13:48 Uhr | Nur noch ein Intensiv-Bett frei im Hotspot Erzgebirge

Im Erzgebirge stößt die Versorgung von Corona-Patienten in Kliniken an die Grenzen. Derzeit ist nur noch ein Bett der insgesamt 67 Intensivbetten frei. 50 davon sind mit Covid-Patienten belegt. Eine Aufstockung der Intensivbetten ist den Angaben zufolge nicht möglich. Aus Sicht des Direktors des Krankenhauses Stollberg, Gregor Hilger, wird sich die Lage weiter zuspitzen:

Da wir noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht haben, ist in den nächsten zwei Wochen zu befürchten, dass die Situation noch viel schwieriger wird. Wir müssen dann versuchen, die Patienten in andere Bundesländer zu verlegen. Wenn das nicht mehr geht, was durchaus passieren kann, müssen wir schauen, dass wir die Patienten auf andere Weise in der Region optimal versorgen können.

Gregor Hilger Direktor des Krankenhauses Stollberg

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Erzgebirgskreis liegt laut RKI heute bei 1.950,5. Das ist bundesweit der zweithöchste Wert nach dem Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (2.133,8). 986 Menschen aus dem Erzgebirge starben seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Coronavirus.

13:19 Uhr | Oberbürgermeister wendet sich an Görlitzer

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) hat sich aufgrund der angespannten Corona-Lage mit einer Videobotschaft an die Görlitzer Bürgerinnen und Bürger gewandt. Er appellierte an Solidarität und Zusammenhalt und bat die Lage ernst zu nehmen und sich an die Regeln zu halten. Er warb dafür, sich impfen zu lassen. Gerade jetzt sei es sehr wichtig, zusammen zu halten statt sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, sagte Ursu.

13:01 Uhr | Schneeberger plant virtuelle Bergparade

Der Schneeberger Andreas Rössel plant eine virtuelle Bergparade zu Weihnachten. Er habe bislang rund 30 Bilder von Habit-Trägern aus ganz Deutschland erhalten. Bis zum 19. Dezember will Rössel vom Bergbautraditionsverein Wismut 100 Bilder zusammen bekommen. Sie sollen noch vor Weihnachten veröffentlicht werden. Die Aktion soll nach dem erneuten Ausfall der Paraden den Zusammenhalt in den Vereinen stärken.

12:02 Uhr | Kretschmer verlangt Änderungen im Infektionsschutzgesetz

Vor den Bund-Länder-Gesprächen hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ein koordiniertes Vorgehen in der Pandemie verlangt. Das Infektionsschutzgesetz müsse schnell angepasst werden, damit die Länder alle Instrumente hätten, um handeln zu können. Es gehe darum, sich in zentralen Punkten abzustimmen, etwa bei touristischen Übernachtungen oder Großveranstaltungen wie Fußball. Da müsse man sagen, dass das für die nächsten Wochen nicht gehe. Zudem müsse man schauen, wie die Kapazitäten mit den Krankenhäusern aufgebaut werden können.

Michael Kretschmer
Wegen der Infektionslage in Sachsen will Ministerpräsident Michael Kretschmer mehr Handlungsfreiheit. Bildrechte: dpa

Auch Sachsens Vize-Ministerpräsident Wolfram Günther (Grüne) hat angesichts der dramatischen Corona-Lage in Sachsen schärfere Maßgaben verlangt. Der Bund müsse den Weg für effiziente und schnelle Maßnahmen frei machen, sagte er vor der Konferenz.

11:43 Uhr | Konferenz zur Corona-Lage in Sachsen

Unter der Überschrift "Wellenbrecher - ein Zwischenstand" hat Sachsens Ministerpräsident Wissenschaftler, Mediziner und Vertreter gesellschaftlicher Gruppen zu einer Online-Konferenz geladen. Es wurden erste Fazits aus dem aktuellen Teil-Lockdown gezogen.

11:07 Uhr | Ostbeauftragter Wanderwitz kritisiert Corona-Proteste

Der Ostbeauftragte der bisherigen Bundesregierung, Marco Wanderwitz, hat die Demonstrationen der Gegner der Corona-Maßnahmen kritisiert. Die Zusammenkünfte müssen unterbunden werden, verlangt via Twitter: "Dass in Sachsen in dieser Corona-Lage Gestörte und Rechtsradikale offenbar 'erfolgreich' Tag für Tag den Rechtsstaat mit öffentlichen Zusammenkünften vorführen, macht schweren Schaden."

Einige Hundert Menschen haben am Montagabend in mehreren sächsischen Städten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestiert. Die sächsische Corona-Notfallverordnung gestattet aber derzeit nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal zehn Teilnehmern.

10:40 Uhr | Karlsruhe: Bundesnotbremse war rechtmäßig

Die Bundesnotbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie war kein unzulässiger Eingriff in die Grundrechte. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe heute entschieden. Damit wies es die Verfassungsbeschwerden gegen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sowie Schulschließungen zurück.

Die Maßnahmen in der dritten Corona-Welle im Frühjahr hätten in der Gesamtheit dem Lebens- und Gesundheitsschutz und der Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems gedient, hieß es zur Begründung. Es sei auch rechtmäßig, dass der Bund in der Situation Wechselunterricht und Schulschließungen angeordnet hatte.

10:28 Uhr | Digitale Kulturangebote im Dezember

In Sachsen sind die Museen, Konzerthäuser und Theaterbühnen aufgrund der angespannten Corona-Lage geschlossen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, Kultur zu erleben. Vom Videopodcast des Naturkundemuseums Leipzig über eine Onlineführung durch die Gefängnisausstellung im Dresdner Hygiene-Museum bis hin zu Musiktheater von Stravinsky am Theater Plauen-Zwickau: Mit diesen digitalen Kulturangeboten in Sachsen kommen Sie gut durch den Dezember:

09:39 Uhr | Antonov fliegt Corona-Tests ein

Am Flughafen Leipzig/Halle ist heute früh das größte Frachtflugzeug der Welt gelandet - eine Antonov AN 225. Der Flieger setzte nach einem Acht-Stunden-Flug aus der kirgisischen Hauptstadt Bischkek auf. Wie Flughafensprecher Uwe Schuhardt informierte, befinden sich rund 3,5 Millionen Test an Bord. Die Tests sollen in Leipzig ausgeladen werden und sind für den deutschen Markt bestimmt.

Eine Antonov ist auf dem Leipziger Flughafen gelandet
Bildrechte: Leipzig-Halle Airport, Uwe Schoßig

08:57 Uhr | Sachsen braucht mehr Intensivbetten

Sachsen braucht in den kommenden sieben Tagen 100 zusätzliche Intensivbetten für Covid-19-Patienten. Zu dieser Einschätzung kommt der Leiter des Dresdner Corona-Prognose-Tools für die Bettenauslastung, Jochen Schmitt. Er sagte dem MDR, dieser Bedarf werde vor allem über Maßnahmen in den Kliniken gedeckt. So würden weitere planbare Operationen abgesagt und Stationen zu Covid-Stationen umdeklariert.

Ärzte und Intensivpfleger auf einer Covid-Intensivstation
Sachsen muss für die Covid-Kranken mehr Intensivbetten freimachen. Bildrechte: imago images/Max Stein

Schmitt sagte, ein sofortiger Lockdown werde kurzfristig kaum wirken. Das Prognose-Tool an der Uniklinik Dresden soll die Verteilung der Corona-Patienten in Sachsen steuern, falls zum Beispiel eine Überlastungssituation droht.

08:25 Uhr | Neue Impfstelle in der Arena Leipzig

Nirgends in Deutschland geht das Impfen so schleppend voran wie aktuell in Sachsen. Das liegt im Moment nicht nur an Impfgegnern, sondern auch daran, dass die, die sich impfen lassen wollen, oft gar nicht so schnell an eine Impfung kommen. Der Freistaat und das DRK wollen das Tempo jetzt durch neue Impfstellen erhöhen – eine davon wird in der Arena Leipzig errichtet.

07:53 Uhr | Mittelsachsens Landrat appelliert an Bevölkerung

Der Landrat von Mittelsachsen, Matthias Damm, ruft die Bevölkerung auf, sich weniger untereinander zu treffen. Die Kontakte müssten nach wissenschaftlichen Angaben um 70 Prozent reduziert werden. Dem Landrat sei bewusst, dass viele das Thema nicht mehr hören können. Aber es sei jeder Einzelne gefragt mitzuwirken – egal ob ungeimpft, genesen oder vollständig geimpft.

Ziel müsse sein, von der hohen Zahl der Neuinfektionen herunterzukommen. Die Krankenhäuser seien am Limit, so Damm. In Mittelsachsen liegt die Inzidenz derzeit offiziell bei knapp 900. Laut dem Landrat ist die eigentliche Inzidenz aber höher, da es Rückstau bei der Übertragung der Labordaten gibt.

07:22 Uhr | Landkreis Görlitz sucht Impfstandorte

Der Landkreis Görlitz will in Löbau, Zittau, Weißwasser und Görlitz feste Impfstandorte öffnen. Derzeit sei man noch auf Gebäudesuche und es seien noch keine Verträge abgeschlossen, heißt es aus dem Landratsamt. Bis dahin werden weiterhin mobile Impfteams unterwegs sein.

Impfaktionen sind auf den Internetseiten des Landkreises Görlitz und des DRK Sachsen zu finden. Im Landkreis Bautzen gibt es seit gestern drei feste Impfstandorte in Kamenz, Bautzen und Hoyerswerda.

06:59 Uhr | Wocheninzidenz in Sachsen leicht gesunken

In Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz von 1.285 auf 1.269 gesunken. Es gab 37 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erstmals seit mehr als drei Wochen wieder leicht gesunken. Das Robert-Koch-Institut gab den Wert am Morgen mit 452,2 an. Gestern lag er bei 452,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages mehr als 45.700 Corona-Neuinfektionen.

05:33 Uhr | Impfstoffmangel verärgert Mediziner

Hausärzte in Sachsen beklagen die Beschränkung der Impfstoffe. Die Politik ruft alle zum Impfen auf, allerdings ist es schwer, tatsächlich schnell eine Impfung zu bekommen. Der Hausärzteverband kritisiert den amtierenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für das "vollständige Organisationsversagen".

05:21 Uhr | Polizei lässt Corona-Kritiker in Freiberg demonstrieren

Hunderte Menschen haben sich in Freiberg gestern Abend an einer unangemeldeten Demonstration gegen die Corona-Regeln beteiligt. Die sächsische Corona-Notverordnung erlaubt solche Versammlungen nicht. Dennoch griff die Polizei nur zögerlich ein.

05:08 Uhr | Bund und Länder beraten über Corona-Lage

Angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen wollen Bund und Länder heute ihr weiteres Vorgehen in der Pandemie erneut abstimmen. Nach Informationen aus Regierungskreisen wird es am frühen Nachmittag ein Telefonat der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und des designierten Kanzlers Olaf Scholz (SPD) mit den Regierungschefs und -chefinnen der Länder geben.

Zuvor wird ein wichtiges Urteil des Bundesverfassungsgerichts über die Corona-Politik des vergangenen Jahres erwartet. Die Karlsruher Richter werden am Morgen erstmals in der Hauptsache eine Entscheidung über die sogenannte Corona-Bundesnotbremse veröffentlichen, mit der im Frühjahr bundesweit Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen zur Eindämmung der Pandemie verhängt wurden. Das Gericht will dabei klären, ob und inwieweit der Gesetzgeber die Bevölkerung zu Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen verpflichten sowie Schulschließungen veranlassen darf.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 30. November 2021 | 19:00 Uhr

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