Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 3.12.: 600 Freiwillige melden sich über Online-Portal für Krankenhäuser

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Zwei Krankenpflegerinen stehen in einem Patientenzimmer.
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20:21 Uhr | Tickerende

Der heutige Freitag stand ganz im Zeichen der Online-Portale. Zum einen gab es Punkt 13 Uhr einen Ansturm auf das reaktivierte Impfportal des DRK. Zu viele Menschen auf einmal wollten einen Termin haben, so dass der Server überlastet war. Teilweise waren mehrere Stunden in der digitalen Warteschleife nötig, um einen Termin zu ergattern. Zumindest spricht das für eine ausgeprägte Impfbereitschaft.

Ähnlich groß war das Interesse auch am neuen Freiwilligenportal des Sozialministeriums für die Krankenhäuser. Innerhalb eines Tages meldeten sich 600 Menschen, die in den überlasteten Krankenhäusern mit anpacken wollen. In einer Zeit, in der sich die schlechten Nachrichten häufen, sind diese Meldungen Mutmacher. Hoffentlich gibt es bald noch mehr. Der Corona-Ticker von MDR SACHSEN verabschiedet sich für heute und ist Montagfrüh wieder für Sie da. Bis dahin wünschen wir Ihnen ein schönes Wochenende.

20:03 Uhr | Vogtland-Kliniken rechnen mit ungemütlichen Weihnachten

Die Krankenhäuser im Vogtland bereiten sich auf ungemütliche Weihnachten vor. Das teilten Klinik-Vertreter am Freitag auf einer Pressekonferenz im Landratsamt mit. Die vierte Welle sei dabei anders als die bisherigen, sagte der Ärztliche Direktor des Rodewischer Klinikums Obergöltzsch, Thomas Schmidt:

Zum einen liegen die Patienten deutlich länger auf der Intensivstation - was die Kapazitäten länger blockiert. Zum anderen ist es so, dass wir auch auf der Normalstation zunehmend mehr Patienten versorgen müssen.

Thomas Schmidt Klinikum Obergöltzsch Rodewisch

Das Ärgerliche sei, dass man diese Welle mit einem zeitigeren Boostern deutlich hätte abmildern können, sagte Schmidt. Die Kliniken haben den Angaben zufolge derzeit große Probleme, ihre Dienste abzusichern, weil immer wieder Mitarbeitende ausfallen.

19:44 Uhr | Welcher Booster-Impfstoff wirkt am besten?

Britische Forscher haben in einer aufwendigen Versuchsreihe sieben verschiedene Covid-Impfstoffe an doppelt Geimpften durchgetestet. Ergebnis: Alle Booster wirkten - aber unterschiedlich stark.

19:32 Uhr | Polizei verhindert Corona-Demonstration in Freiberg

Die Polizei hat am Freitagabend in der Freiberger Humboldtstraße eine Versammlung von Gegnern der Corona-Maßnahmen gestoppt. Wie die Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, wird die Identitität von 30 Personen festgestellt, da sie gegen die Corona-Notverordnung verstoßen haben. Derzeit sind in Sachsen nur Versammlungen an einem festen Ort mit maximal zehn Teilnehmern erlaubt.

19:21 Uhr | So setzt Zittau die strengeren Corona-Regeln durch

Bundesweit sind stärkere Corona-Einschränkungen vorgesehen. In Sachsen gelten bereits schärfere Regeln. Doch wie klappt die Umsetzung? Der Zittauer Oberbürgermeister Thomas Zenker berichtet aus dem Alltag. Die Kontrollen seien eine schwierige Angelegenheit, da die Stadt nur eine relativ kleine Ordnungsamtsmannschaft habe. "Deswegen gibt es auch eine Kooperation mit der Landespolizei und mit dem Landkreis, so dass verschieden zusammengesetzte Teams unterwegs sind", sagte Zenker, der mit Blick auf die dramatische Situation in den Krankenhäusern für eine konsequente Durchsetzung der Regeln plädiert:

Ich weiß nicht, warum wir immer so viel Rücksicht auf diejenigen nehmen, die unbedingt gegen die Regeln verstoßen müssen.

Thomas Zenker Zittauer Oberbürgermeister

18:53 Uhr | 18 Klagen gegen Corona-Notfallverordnung

Beim sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen liegen 18 Eil- und Hauptverfahren zur neuen sächsischen Corona-Notfallverordnung vor. Das teilte das Gericht auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Erste Entscheidungen sollen im Laufe der kommenden Woche gefällt werden. Nach Angaben des Gerichts sind unter den Antragstellern der Eilverfahren ein Hotel, ein Wettbüro, der Betreiber eines Weihnachtsmarkts, eine Fahrschule, ein Reise- und ein Veranstaltungsbüro. Sie richten sich alle gegen die Beschränkungen durch die Notfallverordnung und fordern deren Außerkraftsetzung.

Der sächsische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) unterstützt die Klage eines Hoteliers aus dem Erzgebirge. Aus Sicht der Dehoga sind Hotels nicht für den Anstieg der Infektionszahlen verantwortlich. Außerdem werde der grenzüberschreitende Wettbewerb in der EU verzerrt, weil Hotels in Polen und Tschechien weiter öffnen dürfen.

18:21 Uhr | Neues Online-Portal: 600 Freiwillige melden sich für Krankenhäuser

Hunderte Menschen in Sachsen sind dem Aufruf des Gesundheitsministeriums gefolgt, die überlasteten Krankenhäuser zu unterstützen. Innerhalb eines Tages hätten sich 600 Freiwillige gemeldet, teilte das Ministerium beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Am Donnerstag hatte das Ministerium ein Online-Portal für Freiwillige eröffnet, die in der angespannten Corona-Lage in Krankenhäusern aushelfen wollen. Es richtet sich vor allem an Medizinstudierende, Pflegepersonal und Ärzte - bei den beiden letztgenannten Gruppen auch an Ruheständler.

17:56 Uhr | Sachsens Regierung hält Verdopplung der Inzidenz für möglich

Die sächsische Landesregierung schließt eine Verdoppelung des aktuell schon extrem hohen Corona-Inzidenzwertes bis Jahresende nicht aus. "Bei sich fortsetzender Dynamik kann angenommen werden, dass die Inzidenz bis Ende Dezember bis circa 2.800 ansteigen wird, bis sie dann bis Ende Januar auf das jetzige Niveau wieder abfallen wird", heißt es im Antrag der Regierung für die Sondersitzung des Landtages am Montag. Das Parlament soll dann über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat entscheiden.

17:32 Uhr | Krematorium Tolkewitz: Überstunden wegen Corona-Toten

Die aktuelle Lage der Corona-Pandemie beeinflusst auch die Arbeit der Krematorien. In Dresden-Tolkewitz kommen im Moment so viele Verstorbene an, dass die Mitarbeiter des Krematoriums Überstunden machen müssen.

17:26 Uhr | DRK-Sprecher: Impfportal ist überlastet

Die große Nachfrage nach Corona-Booster-Impfungen hat auf dem Internetportal des DRK Sachsen am Freitag zu langen Wartezeiten geführt. Das Portal war um 13 Uhr freigeschaltet worden. Ein MDR-Reporter benötigte vier Stunden, bis er im DRK-Terminportal drin war. Danach sei alles reibungslos gelaufen, sagte er. Nach Angaben von DRK-Sprecher Kai Kranich ist der Server derzeit wegen der hohen Zahl an Zugriffen überlastet. Kranich sagte MDR SACHSEN, es stünden zunächst rund 100.000 Termine zur Verfügung. In den nächsten Wochen würden weitere folgen. Das Angebot des DRK sei als Ergänzung zu den Impfangeboten in den Arztpraxen gedacht.

16:59 Uhr | Gewandhausdirektor kritisiert Corona-Vorsorge der Politik

Der Direktor des Leipziger Gewandhauses, Andreas Schulz, hat eine fehlende Würdigung der Pandemiekonzepte in der Kultur kritisiert. Aus seiner Sicht seien im Sommer auf administrativer und politischer Ebene keine vorausschauenden Schutzmechanismen etabliert worden - trotz Mahnungen von Ärzten und Virologen, sagte Schulz der "Leipziger Volkszeitung". Schließungsbedingte Schäden würden in Kauf genommen. Dennoch könne man nicht ständig alles nur auf die Politik schieben.

Die Schließzeit bis zum 9. Januar würde bereits 1,7 Millionen Euro weniger Einnahmen für sein Haus bedeuten. Er rechne nicht mit einer Fortsetzung des Spielbetriebes ab dem 10. Januar, so Schulz.

Andreas Schulz
Andreas Schulz Bildrechte: Gert Mothes

16:42 Uhr | Neuer Impfpunkt in Plauen

In der Mehrzweckhalle in der Plauener Europastraße öffnet am Sonnabend ein neuer Impfpunkt. Das teilte Landrat Rolf Keil (CDU) mit. Er hofft, dass sich die Corona-Situation so langfristig etwas entspannt, sagte der Landrat.

Rolf Keil (CDU), Landrat vom Vogtlandkreis
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Wir wollen ab morgen mit 200 Impfungen beginnen und das dann langsam aufstocken. Wir hoffen, dass sich das dann einläuft in der Woche und wir eine  Regelmäßigkeit reinbekommen bei den Ärzten und bei den Leuten, die uns helfen.

Rolf Keil Landrat des Vogtlandkreises

Auch die Kapazitäten im ehemaligen Impfzentrum Eich sollen laut Landratsamt weiter ausgebaut werden und so die momentan hohe Nachfrage nach Impfungen abdecken.

16:15 Uhr | Am Montag Klarheit über Omikron-Verdachtsfall in Leipzig

Der Leipziger Omikron-Verdachtsfall ist nach wie vor nicht bestätigt. Wie das Sozialministerium mitteilte, steht die sogenannte Gesamtgenomsequenzierung durch die Leipziger Uniklinik noch aus. Bisher habe es nur Vortests gegeben, die auf die Omikron-Variante hinwiesen, hieß es. Nachdem das Ergebnis zunächst für Ende der Woche angekündigt worden war, soll es nun am Montag vorliegen. Die Stadt Leipzig hatte sich in der Angelegenheit korrigieren müssen. Sie hatte ursprünglich mitgeteilt, dass der Fall bereits bestätigt ist.

15:43 Uhr | Virtuelle Jobbörse in Weißwasser

Die Stadt Weißwasser wird vom 27. bis 31. Dezember wieder eine Jobbörse für potentielle Rückkehrer, Zuzügler und Berufspendler veranstalten. Coronabedingt findet sie laut Stadtverwaltung wieder virtuell statt. Interessierte sollen den Angaben zufolge auf der Jobbörse auf ein breites Job- und Ausbildungsangebot zugreifen und mit potentiellen Arbeitgebern der Region in Kontakt treten können. Die Teilnahme ist kostenfrei.

15:18 Uhr | Dresdner Impftaxis wieder im Einsatz

In Dresden können Menschen ab 70 Jahre wieder mit dem Taxi zur Impfung ins Impfzentrum in der Messe fahren. Wie die Stadt Dresden mitteilte, ist ein Eigenanteil von zehn Euro pro Strecke zu bezahlen, die Differenz der tatsächlichen Fahrtkosten übernimmt die Stadt. Für Dresden-Pass-Inhaber werden die Kosten komplett übernommen. Die Fahrt können Einzelpersonen oder Paare eines Hausstandes mit Wohnsitz in Dresden beanspruchen. Zusätzlich kann eine Begleitperson mitgenommen werden.

Dirk Hilbert
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Gerade im Winter bei Glätte und kalten Temperaturen ist die sichere Fahrt mit dem Impftaxi von 'Tür zu Tür' sinnvoll, damit ältere Menschen die für sie so wichtige Corona-Schutzimpfung wahrnehmen können.

Dirk Hilbert Dresdner Oberbürgermeister (FDP)

14:39 Uhr | Polizei bereitet sich auf Einsatz am Landtag vor

Weil Kritiker der Corona-Maßnahmen am Montag vor dem Sächsischen Landtag protestieren wollen, bereitet sich die Dresdner Polizei auf einen Einsatz vor. Polizeipräsident Jörg Kubiessa weist in einer Mitteilung darauf hin, dass unter denen, die in den sozialen Netzwerken für den Protest mobilisieren, auch Extremisten sind. Deshalb sei die Gefahrenprognose eine andere als an den vergangenen Montagen, sagte Kubiessa.

Jörg Kubiessa
Jörg Kubiessa Bildrechte: dpa

Im Ergebnis engt sich unser Ermessenspielraum deutlich ein. Eine härtere Gangart der Polizei wird die logische Konsequenz sein - natürlich unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit bei der Wahl unserer Mittel.

Jörg Kubiessa Dresdner Polizeipräsident

Die Polizeidirektion Dresden hat für ihren Einsatz Wasserwerfer angefordert. Sie wird zudem von der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt.

14:18 Uhr | GEW bezeichnet Corona-Entwicklung als "Katastrophe mit Ansage"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat wegen der dramatischen Corona-Lage in Sachsen Sofortmaßnahmen an Kitas und Schulen verlangt.

Eine Frau in einer Interviewsituation
Uschi Kruse Bildrechte: MDR

Die hohe Anzahl geschlossener Schulen und die Einschränkungen an Kitas sind eine Katastrophe mit Ansage.

Uschi Kruse Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Die GEW kritisiere aufs Schärfste, "dass Teile der sächsischen Bevölkerung nicht bereit sind, sicheres Lernen von Kindern und Jugendlichen durch Impfungen zu unterstützen", sagte Kruse und ergänzte: Trotz aller Warnungen der Wissenschaft und der Gewerkschaft seien im Sommer kaum Maßnahmen getroffen worden, um Kitas und Schulen auf den Winter vorzubereiten. Nach Angaben der GEW sind derzeit ein Fünftel aller Schulen in Sachsen ganz oder teilweise geschlossen.

14:02 Uhr | Stockender Start für Impfportal in Sachsen

Der Neustart des sächsischen Impfportals am Freitag verläuft schleppend. Obwohl es 13 Uhr freigeschaltet wurde, ist es auch eine Stunde später nicht so leicht, einen Impftermin zu buchen. Stattdessen erscheint auf der Seite der Hinweis: "Aufgrund der vielen Anfragen befinden Sie sich aktuell in der Warteschlange. Sie werden automatisch weitergeleitet, sobald Kapazitäten frei werden. Wir bitten um etwas Geduld."

Webseite vom Impfportal Sachsen
Wer über das Online-Portal einen Impftermin ergattern will, braucht vor allem eines: Geduld. Bildrechte: DRK Landesverband Sachsen

13:16 Uhr | Experteninterview zur Ausbreitung von Infektionskrankheiten

Dirk Brockmann ist Physikprofessor. Mit seiner Arbeitsgruppe modelliert er für das Robert-Koch-Institut (RKI) die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Wie kann diese Welle gebrochen werden? Müssen auch Geimpfte Kontakte einschränken?

12:43 Uhr | Kunststoffhersteller Lätzsch insolvent

Der Kunststoffhersteller Lätzsch in Kitzscher bei Borna hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen mit 85 Mitarbeitern will in diesem Rahmen eine wirtschaftliche Sanierung in Eigenverantwortung umsetzen. Die Lätzsch GmbH stellt unter anderem Kunststoffteile für Reisebusse her, vorrangig Armlehnen und Sitzgruppen. Ein Geschäftszweig, der von Corona besonders betroffen war: kein Tourismus, keine neuen Busse, ein Großkunde von Lätzsch sprang ab.

Lätzsch hat Standorte in Kitzscher, Frohburg und Neustadt. Von letzterem will man sich während der nun laufenden "Gesundschrumpfung" trennen, so die Geschäftsleitung. Trotzdem soll die Gesamtmitarbeiterzahl erhalten bleiben. Auch die Produktion laufe weiter. Man habe neue Kunden aus anderen Bereichen gefunden.

12:25 Uhr | Onlineportal für Impftermine

Das Deutsche Rote Kreuz will um 13 Uhr das Onlineportal für die Vergabe von Impfterminen in Sachsen freischalten. Die Termine können für alle festen Impfstellen in Sachsen vereinbart werden. Davon gibt es laut DRK mindestens eine pro Landkreis oder kreisfreier Stadt. Ergänzend finden weiterhin Sonderimpfaktionen ohne Terminvergabe statt.

11:42 Uhr | Milder Verlauf bei Patient mit Omikron-Variante

Der Leipziger Patient mit Verdacht auf die Coronavirus-Variante Omikron hat bislang einen milden Krankheitsverlauf. Entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur neuen Variante seien der 37-Jährige sowie seine Haushaltskontaktpersonen für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden, teilte das Gesundheitsministerium heute mit. Freitesten dürften sich die Betroffenen in dem Zeitraum nicht.

Eine Gesamtgenomsequenzierung, die den Verdacht der Omikron-Variante zweifelsfrei bestätigen kann, wird frühestens für diesen Freitag erwartet.

11:27 Uhr | Ausfälle beim Verkehrsverbund Mittelsachsen

Aufgrund von Corona-Erkrankungen, Quarantäne und notwendiger Kinderbetreuung wegen geschlossener Kitas und Schulen kommt es auf einigen Linien des Verkehrsverbundes Mittelsachsen zu Ausfällen. Laut einer Mitteilung des Verbundes entfallen vorerst die an den Wochenenden verkehrenden Nachtzüge (RB30) zwischen Chemnitz und Zwickau sowie unter der Woche (mit Ausnahme der Woche vom 13. bis 17. Dezember) Verdichterzüge auf dieser Strecke.

Auch auf der PlusBus-Linie 526 zwischen Chemnitz und Limbach-Oberfrohna können bis auf Weiteres freitags und sonnabends keine Nachtfahrten angeboten werden. Die Busse der Linie 524 verkehren an Wochenenden nur noch alle zwei Stunden.

10:41 Uhr | Glühwein-Drive-In in Siebenlehn

Die Kelterei Heide Säfte in Siebenlehn lädt morgen zu einem Werksverkauf ihrer Glühweinbestände ein. Im Angebot sind 20 verschiedene Sorten Glühwein, die eigentlich für die Weihnachtsmärkte bestimmt waren, sagte Firmensprecher Max Walcha. Jetzt können die Bestände, die in Zehn-Liter-Kanistern abgefüllt sind, in einer Art Glühwein-Drive-In erworben werden. Kunden fahren mit dem Auto zum Bezahlen an ein Verkaufsfenster, dann wird die Ware ins Auto geladen und man fährt wieder vom Firmengelände hinunter.

10:20 Uhr | Sondereinsatz im Landratsamt Bautzen

Mit einem Sondereinsatz ist am Mittwoch im Landratsamt Bautzen der Rückstau von rund 3.000 unbearbeiteten Corona-Fällen abgearbeitet worden. Neben den bereits in den Corona-Dienst abgeordneten Beschäftigten beteiligten sich knapp 1.000 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachämter an der Arbeit.

Sie übernahmen zusätzlich rund 1.500 Anrufe bei positiv auf das Coronavirus getesteten Personen, erkundigten sich nach Symptomen, Kontaktpersonen im Haushalt und veranlassten die notwendigen Quarantäne-Bescheide. Auch Landrat Michael Harig (CDU) unterstützte das Gesundheitsamt durch eigene Anrufe bei Infizierten.

Der Bautzener Landrat Michael Harig hilft bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten.
Der Bautzener Landrat Michael Harig hilft bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten. Bildrechte: Landratsamt Bautzen

09:53 Uhr | Pflege in der Corona-Pandemie

Enrico Sinkwitz ist 36 Jahre alt und arbeitet als Altenpfleger in Dresden. Hier berichtet er von den Belastungen, denen er tagtäglich ausgesetzt ist - nicht erst seit der Corona-Pandemie.

09:27 Uhr | Keine Eisbahnen im Erzgebirge

Der Betreiber mehrerer Eisbahnen im Erzgebirge, Andreas Engert, hat nun schon das zweite Jahr in Folge hohe Verluste zu verzeichnen. Geschlossen oder abgesagt sind derzeit seine Bahnen in Marienberg, Limbach-Oberfrohna und Olbernhau. Das Schlupfloch in der aktuellen Corona-Notfallverordnung, nur Kinder bis 16 Jahre auf die Bahn zu lassen, rechne sich nicht, so Engert.

08:24 Uhr | Kinderarzt warnt vor Kita- und Schulschließungen

In der Debatte um härtere Pandemie-Maßnahmen warnt der Chef der Kinder- und Jugendklinik des Dresdner Uniklinikums, Reinhard Berner, vor den Folgen von Kita- und Schulschließungen. In vielen Studien sei deutlich geworden, wie krank die Kinder ohne Schule und Kita werden.

So hätten etwa der Missbrauch von Substanzen und Medien sowie Fettleibigkeit zugenommen. Auch chronische und psychische Erkrankungen hätten sich verschärft, erklärte der Kinderarzt. Man könne die Einrichtungen mit Testungen, Hygienemaßnahmen und Quarantänemanagement in dem Wissen offenhalten, dass Kinder einen relativ milden Verlauf haben.

07:49 Uhr | Ministerpräsident mit Bund-Länder-Entscheidung zufrieden

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) schließt bei einem anhaltenden Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Sachsen noch härtere Einschnitte nicht aus. Gebe es in der kommenden Woche nicht eine deutliche Beruhigung, müsse man nacharbeiten, sagte Kretschmer am Abend im ZDF.

Wichtig sei, dass man die rechtlichen Instrumente besitze, um die Welle zu brechen. Dazu gehöre auch, den Lockdown zu verfügen, wo es regional sein müsse. Kretschmer zeigte sich mit den von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen weitgehend zufrieden.

07:14 Uhr | Weihnachtliches auf dem Wochenmarkt

Der Leipziger Wochenmarkt bietet ab heute auch Weihnachtliches an. Wie das Marktamt mitteilte, gibt es neben dem üblichen Sortiment aus Obst und Gemüse, Wurst und Käse auch Stollen, Baumkuchen und Glühwein in Flaschen.

Damit soll den Händlern geholfen werden, die sonst auf dem Weihnachtsmarkt ihre Waren verkauft haben. Nach dem Abbau der Weihnachtsmarktbuden findet der Wochenmarkt wieder wie üblich dienstags und freitags auf dem Marktplatz statt.

06:55 Uhr | Gestiegene Inzidenz in Deutschland und Sachsen

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Neuinfektionen ist nach einem leichten Rückgang an den vergangenen drei Tagen wieder gestiegen. Das Robert-Koch-Institut gab den bundesweiten Wert heute mit 442 an. Am Vortag hatte der Wert bei 439 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages über 74.300 Corona-Neuinfektionen. 390 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. In Sachsen stieg die Wocheninzidenz ebenfalls auf fast 1.225.

06:14 Uhr | Finanzhilfen für Unternehmen verlängert

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung der Finanzhilfen für Unternehmen verständigt, die von der Corona-Pandemie hart getroffen sind. Laut Beschluss soll die sogenannte Überbrückungshilfe IV vor allem Adventsmärkten zu Gute kommen. Außerdem wurden Unterstützungsprogramme für Messen, Kultur und den Profisport verlängert.

Der Handelsverband Deutschland befürchtet durch die bundesweite Einführung von 2G Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent. HDE-Geschäftsführer Stefan Genth sagte, der Einzelhandel werde in seiner umsatzstärksten Zeit vor Weihnachten massiv eingeschränkt. Die Bundesregierung müsse die Verluste ausgleichen. Die bisherigen Fixkostenzuschüsse reichten nicht aus.

05:36 Uhr | Skiliftbetreiber warten auf Aussage zum Wintersport

Skiliftbetreiber in Sachsen fordern von der Landesregierung eine klare Aussage zur bevorstehenden Wintersportsaison. In Altenberg wollte Skiliftbetreiber Manuel Püschel eigentlich gestern mit der Beschneiung des Skihangs beginnen. Vorerst verzichtet er darauf. Püschel sagte MDR SACHSEN:

Wir bräuchten eine klare Aussage der Politik, die sagt, Skilifte können unter den und den Voraussetzungen ab da und da geöffnet werden. Das haben wir momentan nicht.

Manuel Püschel Altenberger Skiliftbetreiber

Er hoffe, dass es ab 15. Dezember ein Signal gebe und dass alles was draußen ist, öffnen dürfe, sagte der Skiliftbetreiber. Die aktuelle Corona-Notfallverordnung des Freistaates gilt bis zum 12. Dezember. Im vergangenen Jahr fiel Wintersport wegen der Corona-Pandemie nahezu aus. Die Skilifte an den Hängen durften nicht betrieben werden.

Bei Kaiserwetter ist das Team für die  Sendung zu den Altenberger Eiswelten aufgebrochen. Während das Elbtal im dicken Dunst liegt, schauen in 900 m Höhe die Gipfel des Osterzgebirges aus dem Nebel. Das sind ideale  Bedingungen, um einen Eindruck des Winters im Erzgebirge zu vermitteln
Bildrechte: MDR/Heike Riedel

05:30 Uhr | Freiberger Solarmodulfabrik drosselt Produktion

Der Schweizer Maschinenbauer Meyer Burger Technology AG drosselt aufgrund von Ausfällen durch Krankheit und Quarantäne im Zuge der Corona-Pandemie die Produktion von Solarmodulen in Freiberg. Das Unternehmen sieht sich nach eigenen Angaben gezwungen, in dem Werk vorübergehend nur eine von zwei Produktionsstraßen zu betreiben und die Produktionspläne für seine Solarmodule bis voraussichtlich Ende Januar 2022 entsprechend anzupassen.

05:05 Uhr | Impfpflicht im Gesundheitswesen kommt

Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen und in Krankenhäusern müssen sich künftig gegen das Coronavirus impfen lassen. Die geschäftsführende Bundesregierung, die voraussichtlichen Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP sowie die Bundesländer einigten sich auf eine sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht.

Eine entsprechende Gesetzesvorlage soll bereits kommende Woche in den Bundestag eingebracht werden. Eine Woche später soll das Gesetz verabschiedet werden.

Quelle: MDR(Redaktion)/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 03. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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