Meldungen am Montag Corona-Ticker Sachsen am 22.11.:Handelsverband Sachsen: 2G unpraktikabel und wenig hilfreich

Wir halten Sie mit unserem Corona-Ticker täglich über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Schild an der Tür mit der Aufschrift 2G-Nachweispflicht
Bildrechte: IMAGO / Bihlmayerfotografie

Ticker des Folgetags

21:51 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle schließen wir den Ticker und melden uns am Dienstag mit neuen Informationen zur Corona-Lage in Sachsen zurück. Trotz der bewegten Zeiten wünschen wir Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund!

21:49 Uhr | Sachsens Ministerpräsident lehnt allgemeine Impfpflicht ab

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer lehnt eine Impfpflicht weiterhin ab. In der MDR-Sendung "Fakt ist" sagte er, dass es eine Pflicht für bestimmte Bereiche geben werde, ein "Impfzwang" jedoch keine Option sei. "Wir müssen die Menschen dafür gewinnen. Mir wäre lieber, wir könnten eine allgemeine Bereitschaft entwickeln", so Kretschmer. Zudem müsse den Falschinformationen der Nährboden entzogen werden.

Auch Leipzig Oberbürgermeister Burkhard Jung war Gast in der Sendung und erwartet eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen. Kita-Personal beispielsweise hätte "verdammt nochmal Pflicht" dazu, den Schwächsten gegenüber Verantwortung zu zeigen. Jung vermutet auch, dass eine allgemeine Impflicht kommen wird, "weil wir den Vertrauensverlust derer, die sich nicht impfen lassen wollen, nicht aufholen können".

20:54 Uhr | Sächsischen Impfkommission empfiehlt mRNA-Impfstoff für Booster-Impfungen

Die Sächsischen Impfkommission hat empfohlen, dass die Booster-Impfungen immer mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen soll. Auffrischungsimpfungen mit einem Vektor-Impfstoff seien „deutlich ungünstiger“. Kassenärztliche Vereinigung Sachsen und Sächsische Landesärztekammer hätte die Empfehlung ausdrücklich begrüßt. Damit sei für Ärzten und Patienten klar, dass die beiden mRNA-Impfstoffe gleich gut sind und es von Vorteil sein kann, für die Boosterung den jeweils anderen mRNA-Impfstoff auszuwählen. 

20:51 Uhr | Corona-Demonstrationen in mehreren sächsischen Städten

Mehrere Hundertschaften der Polizei haben in Zwönitz und Schneeberg Zusammenkünfte von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen verhindert. Das teilte die Polizei MDR SACHSEN mit. Der Einsatz mit knapp 300 Polizisten habe sich heute auf diese beiden Städte konzentriert. Zu Protesten kam es hingegen in anderen sächsischen Städten.  Den Angaben zufolge gingen in Freiberg am Abend etwa 600 Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Notfallverordnung zu protestieren. In Chemnitz demonstrierten etwa 200 Menschen. In Dresden nahmen an einem Auto-Korso etwa 100 Fahrzeuge teil. Ein Demonstrationszug mit bis zu 120 Menschen zog durch die Zwickauer Innenstadt. Demonstriert wurde auch in Bautzen. Die Polizei prüft mehrfache Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen.

19:56 Uhr | "Fakt ist!" aus Dresden: Krankenhaus statt Weihnachtsmarkt? – Der harte zweite Corona-Winter

Kurz vor dem Jahresende überrollt die vierte Corona-Welle Händler, Firmen und alle, die sich im Advent mehr "Normalität" gewünscht hatten. Nun naht der nächste Lockdown. Wie umgehen mit einer Situation? Wie bleiben Gesundheitswesen und Wirtschaft intakt? Was bringen die neu beschlossenen Maßnahmen? Reicht 2G oder brauchen wir eine Impfpflicht? "Fakt ist!" diskutiert ab 20:15 Uhr mit sächsischen Spitzenpolitikern und Experten über das Thema.

18:58 Uhr | Studie zu mRNA-Impfstoffen: Booster-Impfung zuerst für Biontech

Immer wieder ist von sogenannten Impfdurchbrüchen die Rede. Eine neue Studie zeigt allerdings: Die Chance, mRNA-geimpft aufgrund von Corona in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden, ist gering. Und auch wenn: Die Chancen auf einen milden Verlauf im Krankenhaus stehen demnach besser mit Impfung. Wichtig dafür sei aber eine Booster-Impfung. Und die bräuchten zuerst Biontech-Geimpfte.

16:52 Uhr | Handelsverband Sachsen: 2G nicht praktikabel und wenig hilfreich

Sachsens Einzelhändler haben sich am ersten Tag der 2G-Regelung bemüht die Vorgabe umzusetzen. Das teilte der Handelsverband auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Hauptgeschäftsführer René Glaser betonte aber zugleich, dass die Kontrollvorgaben einfach nicht praktikable seien. In vielen Geschäften arbeiteten nur ein oder zwei Mitarbeiter. Neben den alltäglichen Aufgaben sei es schwer, zusätzlich noch "aufwendige Zugangskontrollen" durchzugeführt, so Glaser. Dazu kämen die verbalen Auseinandersetzungen und Diskussionen mit Kundinnen und Kunden.

16:17 Uhr | Lange Warteschlangen an mobilen Impfzentren in Leipzig

Auch am Montag haben sich vor den mobilen Impfzentren in Leipzig erneut lange Schlangen gebildet. Vor dem Erich-Zeichner-Haus in Leipzig-Lindenau warteten die Impfwilligen mehrere Stunden. Der Impfstoff dort war den Maltesern zufolge bereits am Mittag aufgebraucht. Auch am Moritz-Hof in Leipzig-Lößnig gab es eine lange Warteschlange. Oberbürgermeister Burkhard Jung kündigte am Montag an, dass Impfangebot in Leipzig verdoppeln zu wollen.

Warteschlange am Impfzentrum im Erich-Zeigner-Haus in Leipziger Stadtteil Lindenau
Am Erich-Zeigner-Haus in Leipzig Lindenau bildete sich am Montag eine lange Schlange vor dem dortigen mobilen Impfzentrum. Bildrechte: Lausitznews

15:50 Uhr | Wegen Rückzahlung der Corona-Krediten: CDU-Fraktion zieht Verfassungsänderung in Betracht

Die CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag will sich Mittwoch und Donnerstag mit Eckwerten des neuen Doppelhaushaltes 2023/2024 befassen und über eine Verfassungsänderung beraten. Diese ist erforderlich, wenn Sachsen die Frist zur Tilgung der Corona-Kredite verlängert. Wie Fraktionschef Christian Hartmann am Montag sagte, gehe um die Frage, ob man die Tilgung im bisher vorgesehenen Rahmen schaffen könne oder die Frist verlängern müsse. Auf Nachfrage hielt er dabei 15 Jahre für eine mögliche Zeitspanne.

Sachsen hatte 2020 erstmals seit 2006 wieder Schulden gemacht. Der Landtag ermächtigte die Regierung zur Bewältigung der Pandemie-Folgen, Kredite von bis zu sechs Milliarden Euro aufzunehmen. Nach den Vorgaben in der Verfassung müssen diese Kredite in acht Jahren zurückgezahlt werden. Nach zwei tilgungsfreien Jahren ist die erste Rate 2023 fällig - knapp 300 Millionen Euro. SPD, Grüne und Linke sind dafür, die Rückzahlungsfrist auf bis zu 30 Jahre zu erhöhen. Die AfD ist für eine Streckung auf maximal zwölf Jahre.

15:04 Uhr | Landestourismusverband Sachsen: Berherbergungsverbot nicht verhältnismäßig

Der Landestourismusverband Sachsen hat das seit Montag geltenden Beherbergungsverbot im Freistaat kritisiert und hält es für nicht verhältnismäßig. Weil das Verbot nur im Freistaat Sachsen gilt, treffe es Hoteliers, Ferienwohnungs- und Campingplatzbetreiber sowie Pensionsanbieter besonders hart, erklärte Jörg Markert, Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen (LTV Sachsen). "Wenn 2G für alle gilt, so sollte das auch für touristische Beherbergung gelten, das wäre verhältnismäßig", so Markert.

Der LTV-Präsident forderte zudem klare Perspektiven. Die in der letzten Woche von der Bund-Länderkonferenz verlängerten Überbrückungshilfen und Kurzarbeitergeldregelungen seien zu begrüßen und müssten kurzfristig zur Verfügung stehen. Zudem müsse es deutschlandweit "gültige, klare, evidenzbasierte, nachvollziehbare und vor allem praktikable Maßnahmen" geben. Markert forderte weiterhin eine höhere Impfbereitschaft, eine belastbare Impf- und Testinfrastruktur sowie ausreichend Impfstoff.

14:37 Uhr | Sächsischer Handwerkskammer-Präsident befürchtet immense wirtschaftliche Schäden durch Lockdown

Der Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, Frank Wagner, hat die seit Montag in Sachsen geltende Corona-Notverordnung kritisiert. Der Landesregierung warf er vor, planlos zu agieren. Der sogenannte Wellenbrecher sei nichts anderes als ein Lockdown und werde immense wirtschaftliche Schäden anrichten, so Wagner. Einige Vorschriften könnten gar nicht umgesetzt werden, zum Beispiel die 3G-Regel am Arbeitsplatz für Beschäftigte der Gebäudereinigung oder des Bauhandwerks. Auch für die Bürger seien viele Regeln nicht mehr nachvollziehbar, sagte Wagner und verwies darauf, dass beispielsweise Frisörgeschäfte und Barbiere weiter öffnen dürften, Kosmetikstudios dagegen nicht.

14:19 Uhr | Leipziger Sozial-Verband fordert Booster-Impfungen vorrangig für die Pflege

Angesichts dramatisch hoher Corona-Neuinfektionen hat der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste gefordert, die Booster-Impfungen auf den Pflegesektor zu konzentrieren. Es sei bislang nicht gelungen, allen Pflegeeinrichtungen Auffrischimpfungen anzubieten und alle Pflegebedürftigen zu schützen, warnte Landesverbandschef Igor Ratzenberger in Leipzig. "Wenn wir die Pflegeeinrichtungen sichern wollen, müssen die noch ausstehenden Booster-Impfungen jetzt mit hohem Tempo erfolgen", verlangte Ratzenberger. Daher müssten bei den Impfterminen Pflegebedürftige und Pflegekräfte Vorrang haben und mobile Impfteams vor allem in den Pflegeheimen eingesetzt werden.

14:09 Uhr | Live Initiative Sachsen kritisiert Kultur-Lockdown

Sachsens Clubbesitzer haben den neuerlichen Lockdown in der Kultur kritisiert. Wie die Live Initiative Sachsen mitteilte, sei die Schließung der Kulturbetriebe kontraproduktiv und verlagere das Geschehen zunehmend ins Verborgene. Auch in den kommenden Wochen würden unkontrollierte Zusammenkünfte, private Feiern und illegale Partys stattfinden, denen man mit dem Modell 2G-plus eine Alternative hätte entgegensetzen können.

Wir erlauben uns, nochmals darauf hinzuweisen, dass es ohne die Legalisierung sicherer Freiräume in jedem Fall zu einer nennenswerten Zunahme von Ansteckungen im Privaten und Verborgenen kommen wird.

Live Initiative Sachsen

Die Politik habe mit Planlosigkeit und falschen Versprechen in den vergangenen Monaten erneut Vertrauen verspielt und mögliche Chancen der Pandemie-Eindämmung ungenutzt verstreichen lassen.

13:23 Uhr | Elf Prozent der sächsischen Schulen geschlossen

Gut elf Prozent der öffentlichen Schulen in Sachsen sind derzeit wegen hoher Corona-Fallzahlen vollständig oder teilweise geschlossen. Das geht aus einer Auflistung des Kultusministeriums vom Montag hervor. Demnach sind 81 Einrichtungen teilweise und weitere 79 Schulen komplett zu.

Die neue Schul- und Kita-Corona-Verordnung sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler bis Weihnachten dreimal pro Woche getestet werden sollen. Eine generelle Schließung der Einrichtungen soll es vorerst nicht geben.

13:02 Uhr | Volle Geschäfte in Sachsen vor der 2G-Einführung

Vor Einführung der 2G-Regel im Einzelhandel haben viele Geschäfte im Freistaat am Wochenende noch einmal großen Andrang verzeichnet. "Der Sonnabend war einer der stärksten Samstage der letzten Wochen", sagte René Glaser, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Sachsen am Montag. Am Freitag hatte die Landesregierung beschlossen, dass nur noch Geimpfte und Genesene in Geschäfte dürfen - ausgenommen ist die Grundversorgung, also Supermärkte, Drogerien, Apotheken, Getränkemärkte, Läden für den Tierbedarf oder Tankstellen.

Die 2G-Regelung sei für die Händler nicht praktikabel, kritisierte Glaser. Zudem rechne der Verband mit Auseinandersetzungen und Diskussionen mit Kunden, die eine Einhaltung der Regeln nicht einsähen.

12:45 Uhr | Handwerkskammer Chemnitz kritisiert neue Verordnung

Der Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, Frank Wagner, hat die in Sachsen geltende Corona-Notverordnung heftig kritisiert und der Landesregierung vorgeworfen, planlos zu agieren. Der sogenannte Wellenbrecher sei nichts anderes als ein Lockdown und werde immense wirtschaftliche Schäden anrichten, so Wagner. Einige Vorschriften könnten gar nicht umgesetzt werden, zum Beispiel die 3G-Regel am Arbeitsplatz für Beschäftigte der Gebäudereinigung oder des Bauhandwerks. Auch für die Bürger seien viele Regeln nicht mehr nachvollziehbar, sagte Wagner und verwies darauf, dass beispielsweise Friseurgeschäfte und Barbiere weiter öffnen dürften, Kosmetikstudios dagegen nicht.

12:25 Uhr | Dynamo-Profi Löwe über Spiele ohne Zuschauer und Corona-Infektion

Das Heimspiel am 5. Dezember gegen Karlsruhe wird Dynamo ohne Unterstützung der eigenen Fans absolvieren müssen. Grund ist die aktuelle sächsische Corona-Notfallverordnung. Eine Entscheidung der sächsischen Staatsregierung, für die Dynamo-Profi Chris Löwe Verständnis hat. Auch, weil die Mutter des Fußballprofis im Krankenhaus arbeitet: "Da bekommt man einen anderen Blick", sagte Löwe dem MDR. "Natürlich sind wir alle müde und wollen das Leben von Vor-Corona zurück. Aber man muss der Regierung und den Maßnahmen vertrauen."

11:52 Uhr | Wie wird die 3G-Regel am Arbeitsplatz umgesetzt?

Ab Mittwoch gilt bundesweit die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Nur Geimpfte, Genesene und Getestete dürfen in die Betriebe. Sind die Unternehmen darauf vorbereitet? Im Gespräch bei MDR SACHSEN schätzt Andreas Sperl, Präsident der IHK Dresden, die Situation ein.

11:36 Uhr | Kretschmer: "Jeden Impfstoff benutzen"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in der Debatte über Obergrenzen für Biontech-Impfstoff für pragmatisches Impfen ohne Rücksicht auf den Hersteller aufgerufen. "Jeder Impfstoff, den wir haben, ist ein Segen. Und wir sollten jeden Impfstoff nutzen, ganz gleich welcher es ist, der zugelassen ist", sagte er am Montag. Es gehe nicht darum, was besser gefalle.

11:23 Uhr | Antworten auf die häufigsten Fragen zum Corona-Booster

Die vierte Corona-Welle rollt und die Infektionszahlen steigen rasant. Deshalb fragen sich viele Geimpfte, ob sie noch gut genug geschützt sind. Verschiedene Untersuchungen legen nahe, dass der Schutz durch die Impfung nach etwa sechs Monaten nachlässt. Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt die Auffrischungsimpfungen für Personen ab 70 Jahren. In Sachsen empfiehlt die Sächsische Impfkommission SIKO den Booster für alle Geimpften ab 12 Jahren.

Besonders sogenannte Kreuzimpfungen – also der Wechsel zu einem anderen Impfstoff für die dritte Impfdosis – sollen beim Boostern zu einer besseren Immunantwort führen. MDR WISSEN beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Auffrischungsimpfungen.

10:49 Uhr | Dresdner Bischof hält Impfpflicht für vertretbar

Der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, steht einer möglichen Impfpflicht offen gegenüber. "Ich sehe, dass der Staat im Moment noch mit dem milden Mittel der Überzeugung versucht, die Verantwortung beim Einzelnen zu belassen", sagte der katholische Bischof der Zeitung Dresdner Neuesten Nachrichten am Montag. Er halte es "ethisch aber für vertretbar, eine Impfpflicht einzuführen".

Ein Mann in einer Kirche
Bildrechte: SACHSEN FERNSEHEN

Wo die eigene Freiheit um den Preis der Gefährdung anderer definiert wird, macht sie unser gesellschaftliches Solidarsystem kaputt.

Heinrich Timmerevers Bischof Bistum Dresden-Meißen

Er vertraue der Medizin bei der Entwicklung des Impfstoffes und den Erfahrungen angesichts der inzwischen milliardenfach verimpften Dosen. Auch die Ethikkommission des Bistums spreche sich "uneingeschränkt für eine Impfung aus", so Timmerevers.

10:19 Uhr | In Chemnitz müssen Kontaktpersonen selbstständig informiert werden

Wer in Chemnitz positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss ab sofort eigenständig seine Kontaktpersonen darüber informieren. Das sieht eine neue Allgemeinverfügung vor, die die Stadt am Wochenende erlassen hat. Hintergrund ist die zunehmende Überlastung der Gesundheitsbehörden. Eine ähnliche Regelung gilt im Landkreis Mittelsachsen - Personen, die einen positiven PCR-Test haben, müssen sich nicht mehr beim Gesundheitsamt melden. Umgekehrt meldet sich das Gesundheitsamt auch nicht in jedem Fall bei den Betroffenen.

10:05 Uhr | Aufgebrachte Stimmung bei Impftermin in Niesky

Bei einem Impftermin in der Jahnhalle in Niesky hat es am Wochenende einen Polizeieinsatz gegeben. Wie die "Sächsische Zeitung" berichtet, haben aufgrund der Schließzeit nicht alle Anwesenden eine Impfung bekommen. Einige der Wartenden hätten extrem aufgebracht und aggressiv reagiert, sodass schließlich die Polizei eingreifen musste. Zu strafbaren Handlungen sei es aber laut Polizeidirektion Görlitz nicht gekommen.

09:54 Uhr | Ärztekammer warnt vor Triage-Situation auf sächsischen Intensivstationen

In Sachsen droht nach Auskunft des Präsidenten der sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, schon in den nächsten Tagen eine Überlastung der Intensivstationen. Es sei schon bald damit zu rechnen, dass in bestimmten Regionen des Bundeslandes zwei Patienten um ein Bett konkurrieren müssten, sagte Bodendieck am Montag im Deutschlandfunk.

Dann drohe eine Triage-Situation: Wer dann eine bessere Aussicht auf eine erfolgreiche Behandlung habe, werde bevorzugt. Ungeimpfte hätten dabei die schlechteren Überlebenschancen.

09:30 Uhr | Sozialministerin verteidigt neue Corona-Regeln

Bars, Clubs und Diskos in Sachsen müssen schließen. Weihnachtsmärkte wurden abgesagt. Sozialministerin Petra Köpping erklärte am Morgen im MDR, warum die Regeln für Geimpfte und Ungeimpfte gelten. Man werde es nicht schaffen, die Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, wenn man nur Regeln für Ungeimpfte einführe, so Köpping.

09:18 Uhr | Booster-Impfung für sächsische VW-Mitarbeitende

Volkswagen bietet seinen rund 11.000 Beschäftigten in Sachsen ab heute Booster-Impfungen an. Wie das Unternehmen mitteilte, beginnt die Aktion im Zwickauer Werk und wird in den folgenden Tagen auf die Standorte Dresden und Chemnitz ausgeweitet. 500 Dosen Impfstoff seien bereits in der vergangenen Woche eingetroffen. Damit könnten pro Tag 100 Mitarbeiter geimpft werden. Auch Erst- und Zweitimpfungen sollen demnach angeboten werden.

09:07 Uhr | Impfangebot in Dresden-Prohlis

Von Montag, 22. November, bis Sonnabend, 27. November 2021, wird im Stadtbezirksamt in Dresden-Prohlis gegen das Corona-Virus geimpft. Erwachsene, aber auch Jugendliche und Kinder über zwölf Jahren, können täglich von 10 Uhr bis 15:30 Uhr ohne Anmeldung in den Bürgersaal an der Prohliser Allee 10 kommen. Bei den Impfaktionen sind sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen sowie die Auffrischungsimpfungen möglich. Die Impfung ist kostenfrei.

08:47 Uhr | Probleme bei Corona-Kontrollen in Sachsen

Was nützen die besten Verordnungen, wenn sie keiner kontrolliert? Das weiß auch die sächsische Landesregierung und hat verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln angekündigt. Zur Abschreckung wurde gleich noch der Bußgeldkatalog überarbeitet. Ein fester Partner bei den Kontrollen ist die sächsische Polizei. Doch bei der herrscht große Personalnot - auch wegen Corona.

07:51 Uhr | "Dramatische Zahlen" - Wirtschaftsminister schließt Lockdown nicht mehr aus

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat einen kompletten Lockdown in Sachsen und Deutschland nicht ausgeschlossen. Dulig sagte am Montagmorgen bei MDR SACHSEN, mit der momentanen Rechtslage sei das allerdings nicht möglich. "Ich bin mir aber nicht sicher, inwieweit wir Anfang Dezember in Berlin eine neue Debatte haben werden. Ich glaube, dass wir bald vor der Frage stehen, wie wir deutschlandweit agieren müssen", so Dulig. Die Lage habe sich nicht nur in Sachsen zugespitzt, die Zahlen seien "dramatisch".

Das Virus hat uns komplett im Griff, wir müssen drastische Maßnahmen ergreifen.

Martin Dulig Wirtschaftsminister Sachsen

Dulig verteidigte die seit heute geltende Notverordnung. Die neuen Verschärfungen seien das, was man anhand der aktuellen Rechtslage habe tun können. Es gehe vor allem darum, Kontakte zu beschränken.

07:39 Uhr | Zwickau-Trainer Enochs in Quarantäne

Beim Fußball-Drittligisten FSV Zwickau gibt es einen weiteren Corona-Fall. Trainer Joe Enochs ist am Samstag positiv getestet worden. Der 50-Jährige ist nach Clubangaben vom Sonntag seit einigen Monaten geimpft und befindet sich symptomfrei in häuslicher Quarantäne. Für die Zeit von Enochs' häuslicher Isolation übernimmt Co-Trainer Robin Lenk das Mannschaftstraining. Unter der Woche war Zwickaus Mittelfeldspieler Mike Könnecke positiv getestet worden.

07:26 Uhr | Dresdner Veranstalter befürchtet hohen Schaden durch Weihnachtsmarktabsage

Auch in diesem Jahr sind in Sachsen keine Weihnachtsmärkte erlaubt. Die dramatische Corona-Lage lasse das nicht zu, begründete die Landesregierung ihre Entscheidung. Einer, der das nicht verstehen kann, ist der Dresdner FDP-Politiker und Agenturbetreiber Holger Zastrow.

Mit seiner Firma "Plan de Saxe" veranstaltet er sowohl den Augustusmarkt auf der Dresdner Hauptstraße als auch den Canaletto-Markt in Pirna. Dass die Absage der Märkte die Corona-Situation verbessert, glaubt er nicht.

07:04 Uhr | Linke-Fraktionschef Gebhardt fordert harten Lockdown in Sachsen

Der Fraktionschef der Linken im sächsischen Landtag, Rico Gebhardt, fordert einen sofortigen, harten Lockdown. "Die von der Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen werden die vierte Welle nicht brechen und einen Kollaps der Krankenhäuser nicht verhindern", sagte Gebhardt am Sonntag. Kontaktbeschränkungen nur im Freizeitbereich würden nicht reichen.

Das öffentliche und wirtschaftliche Leben müsse für alle nicht lebenswichtigen Bereiche für mindestens zwei Wochen zum Stillstand kommen. Erst danach könne es Lockerungen für Geimpfte und Genesene geben.

06:38 Uhr | Wieder mehr Tests an Schulen in Sachsen

An Sachsens Schulen wird ab Montag wieder dreimal pro Woche auf das Coronavirus getestet. Das Kultusministerium reagiert damit auf die zuletzt stark gestiegenen Infektionszahlen. Die generelle Schließung von Schulen ist in der ab Montag gültigen neuen Schul- und Kita-Corona-Verordnung nicht vorgesehen. Jedoch soll das Infektionsgeschehen an jeder einzelnen Schule täglich in den Blick genommen werden, um mit temporären Schulschließungen oder der Anordnung des eingeschränkten Regelbetriebes lokale Corona-Ausbrüche unter Kontrolle zu bekommen.

06:28 Uhr | Noch einmal ausgehen vor dem "Wellenbrecher"

Samstagnacht vibrierte das Nachtleben in Leipzig noch einmal heftig. Die Leute nutzten den letzten Abend, bevor in Sachsen wieder vieles dichtgemacht wird. Unter den Betreibern und Gästen herrscht Frustration und Wut.

06:03 Uhr | Neu: Corona-Notfallverordnung gilt ab heute

Ab heute gilt in Sachsen eine Corona-Notfallverordnung. Im Gegensatz zu den bisherigen Schutzverordnungen gibt es in dieser Notfallverordnung keine Abstufungen der Regeln aufgrund von Inzidenzen oder Krankenbettenbelegungen mehr. Damit entfällt die zuletzt gültige 3+2-Regel. Grund dafür ist das dramatische Infektionsgeschehen im Freistaat und die Überlastung der Kliniken.

05:36 Uhr | Fußballverband will Heimspielrechte in Regionalliga tauschen

Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) will den von Geisterspielen betroffenen Regionalligisten helfen. Präsident Hermann Winkler brachte am Sonntag einen Tausch des Heimrechts ins Gespräch, der gemäß den Statuten möglich wäre, um dem Fehlen der Zuschauer zu begegnen. "Der Zuschauerausschluss ist ein bisschen Wettbewerbsverzerrung. Vielleicht können wir als Verband helfen, die Gleichbehandlung herzustellen", sagte Winkler dem MDR. So soll es den Vereinen möglich gemacht werden, vor ihren Fans zu spielen.

05:09 Uhr | Vier Millionen Euro für Verdopplung der Impfangebote in Leipzig

Leipzig will die Zahl der Corona-Impfangebote so schnell wie möglich verdoppeln. Der Freistaat stelle der Stadt dafür vier Millionen Euro zur Verfügung, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung am Sonntag. Nur mit einer deutlichen Steigerung der Impfbereitschaft in der Bevölkerung werde man aus dieser äußerst angespannten Situation wieder herauskommen, so Jung.

Ich erneuere meinen Appell an die Menschen in Leipzig: Lassen Sie sich impfen! Dies ist der einzige Weg, das Virus zu besiegen.

Burkhard Jung Oberbürgermeister Leipzig

Die derzeitige dramatische Situation sei die Folge der in Sachsen noch immer viel zu geringen Impfquote.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/AFP/Reuters/KNA

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 22. November 2021 | 19:00 Uhr

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