Nahverkehr Dresden: Verkehrsbetriebe präsentieren neue Straßenbahnen

Mit den alten Bimmelbahnen, die sich quietschend um enge Kurven winden, haben Dresdner Straßenbahnen schon lange nichts mehr gemein. Jetzt kommen aber noch modernere Fahrzeuge dazu, die in Görlitz und Bautzen gebaut werden.

Gäste fotografieren in einer abgedunkelten Halle eine moderne, mit LED-Streifen beleuchtete Straßenbahn
Mit Leuchtstreifen auffällig in Szene gesetzt, wurde eine der neuen Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe. Bildrechte: Roland Halkasch

"NGT DX DD" - so lautet der Name der neuen Dresdner Straßenbahnwagen. Hinter der technischen Bezeichnung verbirgt sich eine nicht weniger technische Erklärung. Der bei Alstom in Görlitz und Bautzen gebaute "Niederflurgelenktriebwagen, Drehgestell, 10 Achsen, Typ Dresden" soll ab dem kommenden Jahr Fahrgäste durch Dresden bringen. Insgesamt will die Dresdner Verkehrsbetriebe AG ihre Flotte mit 30 solcher Triebwagen aufstocken. Ein Triebwagen kostet etwa 4,2 Millionen Euro. Von den Gesamtkosten für die Flottenerneuerung von rund 197 Millionen Euro kommt etwas mehr als die Hälfte aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Breiterer Wagen für mehr Komfort

Das neue Fahrzeug ist mit 2,65 Metern 35 Zentimeter breiter als die bisher in Dresden eingesetzten Straßenbahnen. Mit 43,5 Metern stellt es allerdings keinen Längenrekord auf. Der neue Straßenbahnzug kann bis zu 290 Fahrgäste transportieren. Durch die größere Wagenbreite ist im Inneren Platz für jeweils zwei Sitzplätze auf jeder Seite. Dazu kommen vier statt wie bisher zwei Stellplätze für Rollstühle oder Kinderwagen. Sechs Türen ermöglichen ein schnelles und sicheres Ein- und Aussteigen. An den Türen sind innen und außen LED-Leuchtstreifen angebracht. Leuchten sie grün, ist ein Zu- bzw. Ausstieg noch möglich, bei Rot lohnt sich der Sprint zur Tür nicht mehr.

Breite geöffnete Türen einer Straßenbahn, die mit LED-Lichtstreifen beleuchtet sind
Farbige Leuchtstreifen an den breiten Türen werden den Fahrgästen in Zukunft signalisieren, ob sich der Sprint zur Straßenbahn noch lohnt. Bildrechte: Roland Halkasch

Panoramaverglasung und Ambientbeleuchtung

Die Fahrzeuge haben eine Panoramaverglasung. Eine sogenannte LED-Ambientebeleuchtung wird sich mit ihrem Farbton der Tages- und Jahreszeit anpassen. Die Zahl der Informationsmonitore ist ebenfalls erhöht worden, damit sie sind von allen Plätzen gut sichtbar sind. Eine Klimaanlage sorgt in Abhängigkeit vom CO2-Gehalt für Frischluft im Innenraum. Trotz der vielen technischen Neuerungen soll der Triebwagen nach Angaben des Herstellers etwa 15 Prozent weniger Elektroenergie für Heizung, Klimatisierung und Beleuchtung benötigen als die bisher im Einsatz befindlichen Fahrzeuge.

Blick auf die Instrumente eines Straßenbahn-Führerstandes
Auch die Arbeitsplätze der Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer sind hell und übersichtlich gestaltet. Bildrechte: Roland Halkasch

Linienverkehr ab dem Frühjahr 2022

Nach einem umfangreichen Probelauf auf den Straßenbahnlinien in Dresden soll der "NGT DX DD" im Frühjahr 2022 auf der Straßenbahnlinie 2 im Linienverkehr eingesetzt werden. Bis dahin kann man das Fahrzeug nur von außen betrachten. Es sei denn, man macht sich am Sonntag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr auf den Weg zur Präsentation im Betriebshof Dresden Gorbitz. Unter Beachtung der 3G-Regelung kann dort den neuen Triebwagen besichtigen.

Vorstellung Vorhang auf - für die neue Dresdner Straßenbahn

Qualität hat ihren Preis. Ein einziger der 30 neuen Triebwagen, die die Dresdner Verkehrsbetriebe in den nächsten Jahren auf die Schiene bringen wollen, kostet 4,2 Millionen Euro. Dafür gibt es jede Menge Fahrkomfort.

Blick auf einen moderen Straßenbahntriebwagen seitlich von vorn
Das ist der neue Straßenbahntriebwagen, der ab Frühjahr 2022 durch Dresden rollen soll. Bildrechte: Roland Halkasch
Blick auf einen moderen Straßenbahntriebwagen seitlich von vorn
Das ist der neue Straßenbahntriebwagen, der ab Frühjahr 2022 durch Dresden rollen soll. Bildrechte: Roland Halkasch
Gäste und Kameraleute schauen zu einerBühne mit zwei sprechenden Männern
Viele Gäste warteten am Freitag auf die Präsentation des neuen Dresdner Straßenbahntriebwagens. Bildrechte: Roland Halkasch
Gäste fotografieren eine Leinwand mit historischen Straßenbahnen in einem Wagendepot
Nach einem virtuellen Ausflug in die Geschichte der Dresdner Straßenbahn ... Bildrechte: Roland Halkasch
Gäste fotografieren in einer abgedunkelten Halle eine moderne, mit LED-Streifen beleuchtete Straßenbahn
... war er endlich da. Zuerst mit Leuchstreifen in Szene gesetzt, dann ... Bildrechte: Roland Halkasch
Gäste fotografieren in einer Halle eine moderne Straßenbahn
... glänzend und in vollem Licht erstmals vor Publikum zu sehen. Bildrechte: Roland Halkasch
Blick auf die Instrumente eines Straßenbahn-Führerstandes
Fahrerinnen und Fahrer finden einen modernen, aufgeräumten Arbeitsplatz im "NGT DX DD". Bildrechte: Roland Halkasch
Sachsens Wirtschaftsminister Dulig und Ministerpräsident Kretschmer im Führerstand einer Straßenbahn
Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und Wirtschaftsminister Martin Dulig kamen auch zur Präsentation. Bildrechte: Roland Halkasch
Blick in den Innenraum einer Straßenbahn mit zwei gepolsterten Sitzen an jeder Seite
Die Fahrgäste erwartet neben bequemen Sitzen auch eine Menge anderer Komfort wie Klimaanlage, indirekte Beleuchtung und Informationsmonitore. Bildrechte: Roland Halkasch
Blick in den Innenraum einer Straßenbahn mit Einzelsitzen und Kinderwagenstellplätzen
Auch für Fahrräder, Kinderwagen oder Rollstühle ist viel Platz in dem neuen Triebwagen vorgesehen. Bildrechte: Roland Halkasch
Ein Mann fährt über eine kleine Rampe mit einem Rollstuhl durch eine Straßenbahntür
Rollstuhlfahrer können die Niederflurwagen relativ leicht erreichen. Bildrechte: Roland Halkasch
Breite geöffnete Türen einer Straßenbahn, die mit LED-Lichtstreifen beleuchtet sind
"... bei Grün kannst du gehen": Grüne Leuchstreifen an den Türen signalisieren, dass man ein- und aussteigen kann. Wechselt die Farbe auf rot, lohnt sich der Sprint zur Bahn nicht mehr. Aber die nächste kommt bestimmt ... Bildrechte: Roland Halkasch
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Quelle: MDR/tfr

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