Im Notbetrieb Cyberangriff auf Stadtwerke Pirna

Kriminelle haben vergangene Woche die Computer der Stadtwerke Pirna angegriffen. Ein Zugriff auf einen Teil der Systeme ist nicht möglich, so das Unternehmen, die Versorgungssicherheit sei jedoch gewährleistet.

In der vergangenen Woche gab es einen Cyber-Angriff auf die Stadtwerke in Pirna. Kriminelle hatten die Computersysteme angegriffen, teilte das Unternehmen mit. Aktuell arbeiten IT-Sicherheitsexperten mit Hochruck an der Aufklärung und der Schadensbeseitigung. Ein Zugriff auf einen Teil der Systeme sei zurzeit nicht möglich. Die Technik zur Überwachung und Steuerung der Versorgungsnetze ist demnach davon nicht betroffen. Die Versorgungssicherheit war und ist zu keinem Zeitpunkt gefährdet, versichern die Stadtwerke Pirna. Dennoch wird vorerst im Notbetrieb gearbeitet. Bisher konnte noch nicht geklärt werden, wer hinter der Attacke steckt.

Stadtwerke arbeiten an einer Lösung

Die Stadtwerke Pirna bitten in einer Mitteilung um Verständnis. Es könnten derzeit keine Emails beantwortet und auch keine Abrechnungen erstellt werden. Daueraufträge blieben unberührt. Anfragen sollten nur auf dringende Anliegen beschränkt werden. Das Kundenportal stehe uneingeschränkt zur Verfügung. "Wir arbeiten an einer Lösung", hieß es.

Experten warnen vor wachsender Zahl an Cyberangriffen

Experten warnen seit Monaten vor einer steigenden Zahl von Cyberangriffen auf Kommunen, Unternehmen und eben auch kritische Infrastruktur wie Strom- und Gasversorger. Erst vor wenigen Wochen haben Fachleute in Leipzig auf der Konferenz "Protekt 2021 - für den Schutz kritischer Infrastruktur (KRITIS)" beraten, wie man kritische Infrastruktur wie Stromversorger und Krankenhäuser schützen kann.

Anstieg von Cyber-Erpressungen

Laut der Sicherheitsexperten der "Myra Security GmbH", die unter anderem die Bundesregierung, Ministerien, Banken und globale e-Commerce-Anbieter schützt, boomt die digitale Erpressung. Sie sei "zu einem lukrativen Geschäft für das organisierte Verbrechen" geworden. "Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Intensität und Anzahl solcher Angriffe für 2022", erklärte das Unternehmen. Ob die Stadtwerke Pirna erpresst werden, dazu gibt es noch keine Informationen.

Quelle: MDR/kt

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten aus dem Studio Dresden | 06. Dezember 2021 | 12:30 Uhr

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