Schwerwiegende Vorwürfe Rentner aus Beilrode muss sich wegen Mordes und Brandstiftung verantworten

Aus Habgier und Heimtücke soll ein Rentner aus Beilrode in Nordsachsen Feuer auf seinem Grundstück gelegt haben. Bei dem Brand kam der Sohn seiner Lebensgefährtin ums Leben. Zuerst war der 71 Jahre alte Mann nicht tatverdächtig. Jetzt wirft ihm die Staatsanwaltschaft neben Brandstiftung auch Mord vor.

Seit Montag muss sich ein 71 Jahre alter Mann wegen Mordes vor dem Amtsgericht Leipzig verantworten. Wie das Gericht mitteilte, soll der Rentner im Juni 2020 Feuer auf seinem Grundstück in Beilrode (Nordsachsen) gelegt haben. In der Folge sei es zu einem Scheunenbrand gekommen, der auch auf das Zimmer des gehbehinderten Sohnes seiner Lebensgefährtin übergriff. Der 47-Jahre alte Mann starb.

Habgier als Motiv?

Lange Zeit habe der Rentner als Angehöriger nicht im Fokus der Ermittlungen gestanden, so das Gericht. Seit knapp vier Monaten sitze er nun in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft könnten Habgier und Heimtücke die Tatmotive gewesen sein. Er habe die Versicherungssumme von 215.000 Euro kassieren wollen und den Sohn seiner Lebensgefährtin nicht leiden können. Der Indizienprozess könnte sich Gerichtsangaben zufolge lange hinziehen, weil viele Zeugen aus Familie und Nachbarschaft geladen seien.

MDR (mar)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | 23. Mai 2022 | 08:30 Uhr

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