Böllerverbot Viele Leipziger wünschen sich ruhigen Jahreswechsel

Die sächsische Corona-Notfallverordnug verbietet Silvester nicht nur das Feiern im öffentlichen Raum, sondern auch das Abbrennen von Feuerwerk "außerhalb der Unterkunft". Wie das die Leipziger sehen, haben wir erfragt.

Sternchenfeuer wird entzündet
Wunderkerzen statt Böller und Rakten. So werden viele Leipzigerinnen und Leipziger das neue Jahr begrüßen. Bildrechte: Colourbox.de

Wo es früher die Raketen und Böller haufenweise zu kaufen gab, werden heute Tischfeuerwerke, Knallbonbons, LED-Partylichter oder Wunderkerzen angeboten. Ohne viel Knallerei das alte Jahr verabschieden? Die wenigsten Passanten in der Leipziger Innensstadt sind darüber ernsthaft traurig.

Da reichen die Meinungen von "ich brauche eigentlich nur die Optik" über "ich finde Böller sowieso ziemlich anstrengend" bis "ich finde das in Ordnung wegen der Tiere, sonst haben sie ja so viel Angst".

Resteverwertung bei Böllern und Raketen

Verboten ist das Zünden von Raketen und Böllern nicht generell. Und so freut sich so manch sparsamer Pyro-Fan über die erlaubte Resteverwertung aus dem Keller: "Wir haben noch Restbestände. Da wir ein Grundstück haben, werden wir auch ein bisschen was abfeuern." "Wir haben noch was und lassen das auch los. Gerade die kleinen Kinder freuen sich ja über Raketen und Wunderkerzen."

Silvester- und Neujahrsregelung der sächsischen Corona-Notfallverordnung § 1a: Am 31. Dezember 2021 und 1. Januar 2022 sind Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen oder sonstigen öffentlichen Orten unter freiem Himmel nicht erlaubt. Untersagt ist, außerhalb der Unterkunft pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2 im Sinne von § 3a des Sprengstoffgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. September 2002 (BGBl. I S. Seite 3 von 16 3518), das zuletzt durch Artikel 18 des Gesetzes vom 27. Juli 2021 (BGBl. I S. 3146) geändert worden ist, mit sich zu führen oder abzubrennen.

Wer nichts mehr hat, um es in die Luft zu jagen, kann sich mit allerlei Schnickschnack bewaffnen, so wie manche Leipzigerinnen: "Für die Kinder habe ich eine Konfettikanone gekauft. Ich bin auch gespannt, wie das ist." - "Wir haben Wunderkerzen, und damit ist es auch gut."

Silvester wird zu Hause gefeiert

Das traditionelle Sternchenfeuer am Stab wird wohl der diesjährige Kassenschlager werden. Auch die Örtlichkeiten der abgespeckten Silvesterpartys sind für die meisten der Befragten doch eher altbekannt: "Wir feiern zu Hause mit ein, zwei Freunden." - "Wir werden unsere Möbel zu Hause abnutzen." - "Ich treffe mich mit drei Freundinnen und wir machen uns einen entspannten Tag."

Ob Wunderkerzen, Restbestände an Raketen, Raclette oder Fondue, ob allein oder in kleiner Runde - das neue Jahr wird kommen. Und die Leipziger haben vor allem einen großen Wunsch für 2022: "Ich wünsche mir für alle, dass die Pandemie bald vorbei ist."

Dem ist nichts hinzuzufügen.

leere Sektflasche, Konfetti, Luftschlange, Schornsteinfegerfigur mit Hufeisen, Vierblättriges Kleeblatt und Zettel mit Aufschrift 'Frohes Neues Jahr'
So kann man das neue Jahr auch begrüßen. Bildrechte: Colourbox.de

Quelle: MDR(tfr/bb)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Nachrichten | 28. Dezember 2021 | 16:55 Uhr

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