Rechtskräftige Kündigung Ex-Chef von Awo-Tochter in Thüringen scheitert erneut vor Gericht

Die Kündigung des früheren Awo-Landesgeschäftsführers Michael Hack ist rechtskräftig. Damit hat das Oberlandesgericht in Jena am Montag die Berufungsklage des Ex-Managers zurückgewiesen und ein Urteil des Landgerichts Erfurt bestätigt.

Demnach hatte Hack die Klage gegen die neue Geschäftsführung der Awo-Tochter AJS und damit gegen den falschen Adressaten gerichtet. Die richtige Adressatin wäre jedoch der Aufsichtsrat gewesen.

Der frühere Geschäftsführer der Awo-AJS, Michael Hack, mit seinem Anwalt Carsten Sewtz, im Gerichtssaal am Oberlandesgericht Jena.
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Überzogene Gehälter und Managementfehler

In der Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber hatte Hack Gehaltsansprüche von rund 470.000 Euro geltend gemacht. Im August 2020 war er als Chef der AJS fristlos entlassen worden. Grund war eine Affäre um überzogene Gehälter, überteuerte Dienstwagen und mangelnde Transparenz innerhalb des Unternehmens.

So hatte Hack ein Jahresgehalt von rund 300.000 Euro kassiert - nach dem eigenen Verhaltenskodex des Unternehmens viel zu viel.

In dem Verfahren ist eine Revision "wegen fehlender grundsätzlicher Bedeutung der Sache" nicht zugelassen. Wegen des hohen Streitwertes kann Hack laut Oberlandesgericht aber eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einlegen.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. Mai 2022 | 11:00 Uhr

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