Omikron-Variante Wenige Thüringer frischen Corona-Impfung auf - Neuer Impfstoff kommt bald

Die Nachfrage nach Corona-Auffrischungsimpfungen, die an den Omikron-Subtyp BA.1 angepasst sind, ist in Thüringen bislang sehr verhalten. Zum Monatsende startet ein weiterer angepasster Impfstoff.

Eine Ärztin verabreicht einem Kind eine Spritze in den Arm.
Corona-Impfungen sind aktuell in Thüringen wenig nachgefragt. Das könnte sich mit dem neuen Omikron-Impfstoff wieder ändern. (Archivfoto). Bildrechte: dpa

Nur wenige Thüringen wollen sich mit dem aktuell verfügbaren Impfstoff gegen Corona schützen lassen. Aktuell gibt es Auffrischungsimpfungen, die an den Omikron-Subtyp BA.1 angepasst sind. Zum Monatsende startet aber ein gegen die Omikron-Subtypen BA.5 und BA.4 angepasster Impfstoff.

Die Thüringer Impfstellen hätten 10.000 Dosen des an BA.1 angepassten Impfstoffs erhalten, sagte Jörg Mertz, Impfmanager bei der Kassenärztlichen Vereinigung in Thüringen (KV), auf Anfrage. Unter den rund 6.200 verabreichten Spritzen in der vergangenen Woche seien lediglich 171 Erstimpfungen gewesen.

Die Nachfrage ist noch nicht so groß, dass die Öffnungszeiten der Impfstellen erweitert werden müssen.

Jörg Mertz Impfmanager der Kassenärztlichen Vereinigung

"Die Nachfrage ist aber noch nicht so groß, dass die Öffnungszeiten der Impfstellen erweitert werden müssen." Somit bleibe es vorerst weiterhin in 14 Impfstellen bei den Halbtags-Öffnungen am Mittwoch und Samstag. In den Anlaufstellen in Erfurt und Gera wird zusätzlich freitags von 14 bis 20 Uhr gespritzt, mit vorheriger Terminvereinbarung.

Steigende Nachfrage bei Impfstoff gegen BA.4 und 5 erwartet

Derzeit werde ein weiterer kürzlich von der Europäischen Kommission zugelassener Impfstoff für Booster-Impfungen bestellt, sagte Mertz. Das Mittel ist an die Omikron-Unterlinien BA.4 und BA.5 angepasst. Er soll voraussichtlich ab der letzten September-Woche in Thüringen zum Einsatz kommen. Mertz geht davon aus, dass dann die Nachfrage wieder steigt.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist gegenwärtig die Omikron-Untervariante BA.5 in Deutschland dominierend. Der Anteil der Untervariante BA.4 nimmt demnach zu.

Die EU-Arzneimittelbehörde empfiehlt die Auffrischung für Menschen ab zwölf Jahren. Die Bestellungen für die Arztpraxen laufen laut KV unabhängig von denen für die Impfstellen, in Eigenregie der Praxen.

Stiko: Gefährdete sollten sich schnell impfen

Der Vorsitzende der sächsischen Impfkommission (Siko), Thomas Grünewald, erklärte vor wenigen Tagen, eine zügige Auffrischimpfung sei vor allem für Menschen mit einer Immunschwäche wichtig. Grünewald sagte im MDR, besonders gefährdete Menschen sollten sich zügig mit dem an BA.1 angepassten Impfstoff impfen lassen. Für Gesunde reiche es dagegen zu warten, bis der an die Varianten BA.4 und BA.5 angepasste Impfstoff verfügbar ist.

Verbliebenen Impfstellen sollen bald schließen

In Thüringen sind noch 16 zentrale Impfstellen in Betrieb, die Zahl der Einrichtungen war schrittweise halbiert worden. Die verbliebenen sollen nach bisherigen Plänen zum Jahresende geschlossen werden.

MDR (dpa/rom)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. September 2022 | 11:00 Uhr

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