Fahrplan Ende der Notlage: So lockert Thüringen jetzt die Corona-Regeln

Vier Termine markieren in Thüringen den Fahrplan zu weiteren Lockerungen in der Corona-Pandemie: 18. und 25. Februar, 1. und 20. März. Einige Regeln bleiben jedoch vorerst bestehen.

Einen "Freedom Day" wird es wohl nicht geben: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat signalisiert, dass er mit dem Begriff nichts anfangen kann. Doch weitere Freiheiten in der Corona-Pandemie soll es trotzdem bald geben.

Das Kabinett hat sich in einer Sondersitzung mit einem Fahrplan zurück zur Normalität beschäftigt, den Ramelow und Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) ausgearbeitet haben.

Einige Details müssten noch abgestimmt werden, doch die grobe Linie steht: Die ersten Lockerungen für den Einzelhandel und für private Treffen von Geimpften kommen schon am Freitag, weitere folgen kommende Woche. Ab 1. März soll eine neue Verordnung mehr Freiheiten als bislang einräumen, und ab 20. März soll es nur noch einen Basisschutz geben. "Das bedeutet, wir werden uns aus den letzten zwei Jahren verabschieden", sagte Ramelow nach Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie.

Gewisse Corona-Regeln - wie das Tragen von medizinischen oder FFP2-Masken in Geschäften und Verkehrsmitteln - gelten jedoch weiterhin.

Thüringens nächste Schritte zurück zu mehr Normalität:

18. Februar

Alle Menschen sollen ab Freitag wieder Zutritt zu den Geschäften des Einzelhandels haben können. Bislang galt die 3G-Regelung, wodurch nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Corona-Test Zutritt erhielten. Zuvor waren viele Einzelhandelsgeschäfte für Menschen ohne Immunisierung zwischenzeitlich gänzlich tabu. Außerdem fallen ab Freitag die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene. Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf sich privat weiter nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts sowie mit maximal zwei weiteren Personen treffen. Kinder bis zwölf Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

25. Februar

Am kommenden Donnerstag läuft in Thüringen die Feststellung der sogenannten epidemischen Lage aus - und sie soll - wie Ramelow ankündigte - nicht verlängert werden. Damit fallen ab 25. Februar eine ganze Reihe an Corona-Regeln automatisch weg.

So müssen Demonstrationen künftig nicht mehr ortsfest sein, sondern können wieder als Demonstrationszug geplant werden. Das pauschale Verbot von Volks-, Dorf-, Stadt-, Schützen- oder Weinfesten sowie Frühlingsmärkten und Festivals entfällt. Außerdem dürfen Freizeitparks, Bars, Diskotheken und Swingerclubs sowie Bordelle wieder öffnen - unter Einhaltung bestimmter Auflagen.

1. März

Ab dem 1. März soll in Thüringen eine neue Verordnung gelten - und weitere Lockerungen der Corona-Regeln ermöglichen. So soll 3G dann nicht nur in der Gastronomie, sondern auch bei Übernachtungsangeboten gelten.

Überregionale Großveranstaltungen sollen unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich werden. Für Veranstaltungen in Innenräumen wird die maximale Zuschauerzahl auf 6.000 und die Raumauslastung auf maximal 60 Prozent begrenzt. Bisher sind die Vorgaben deutlich strenger. Im Freien sollen ab 1. März bis zu 25.000 Teilnehmer erlaubt sein.

20. März

Die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern haben vereinbart, dass ab dem 20. März nur noch einige bestimmte Basis-Regeln gelten sollen. Alle tiefgreifenden Corona-Maßnahmen sollen dann wegfallen. Die Details stehen noch nicht fest. Zumindest eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen könnte erhalten bleiben.

MDR (mm/dpa)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 17. Februar 2022 | 19:00 Uhr

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