Justiz Polizisten in Apolda angefahren: 40-Jähriger muss acht Jahre ins Gefängnis

Ein 40-jähriger Mann ist vor dem Landgericht Erfurt wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte im Juni vergangenen Jahres einen Polizisten in Apolda mit dem Auto angefahren und schwer verletzt.

Der Angeklagte sitzt im Gerichtssaal des Erfurter Landgerichts.
Ein 40-Jähriger ist vor dem Landgericht Erfurt wegen versuchten Mordes zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach einem Angriff auf einen Polizisten in Apolda muss ein 40-Jähriger acht Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Erfurt verurteilte ihn am Donnerstag wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung. An das Opfer muss er 20.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Mann fuhr mit Auto auf verletzten Polizisten zu

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im Juni vergangenen Jahres in Apolda zunächst vor einer Polizeikontrolle flüchtete. Nachdem er in eine Sackgasse gefahren war, wollte ihn ein Polizist kontrollieren. Daraufhin fuhr der Mann ihm über die Beine. Als der Beamte am Boden lag, soll der 40-Jährige noch einmal auf ihn zugefahren sein. Der Polizist konnte sich noch aufrichten und so vor dem heranfahrenden Auto retten.

Täter vorbestraft

Der Verurteilte ist wegen Fahrens ohne Führerschein einschlägig vorbestraft. Zum Tatzeitpunkt stand er unter Bewährung. Der Richter befand, mit seiner Flucht vor der Polizeikontrolle habe er verdecken wollen, dass er ohne Führerschein unterwegs war. Der Polizist befindet sich noch immer in ärztlicher Behandlung, er musste mehrfach operiert werden. Ob er je wieder als Streifenpolizist arbeiten kann, ist noch offen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 08. Juli 2021 | 19:00 Uhr

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