Pandemie Corona-Sondergutachten soll hohe Kinder-Inzidenz in Thüringen erklären

Die Thüringer Landesregierung will durch ein Corona-Sondergutachten die hohe Inzidenz bei Kindern von fünf bis 14 Jahren klären lassen. Die CDU-Landtagsfraktion kritisiert bereits fehlende Tests an Schulen.

Eine Schülerin träufelt in einem Klassenraum im "֖kumenischen Domgymnasium" eine Lösung nach einem selbst durchgeführten Corona-Test auf einen SARS-CoV-2-Antigentest.
Tests sind derzeit an keiner Schule in Thüringen Pflicht. Bildrechte: dpa

Angesichts der hohen Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen will Thüringens Landesregierung beim wissenschaftlichen Beirat ein Sondergutachten in Auftrag geben. Das Gremium soll erklären, warum in der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche – am Montag den Wert von 290 überschritten hat.

CDU-Landtagsfraktion kritisiert Testregelungen an Schulen

Die CDU-Landtagsfraktion warf dem Bildungsministerium vor, die Kontrolle über das Infektionsgeschehen an den Schulen verloren zu haben. Grund seien die geltenden Corona-Regeln, die besagen, dass erst ab der höchsten Warnstufe 3 eine Testpflicht in den Schulen gilt. Aktuell hat aber noch kein einziger Thüringer Landkreis Warnstufe 3 erreicht. Das heißt: Es werden Tests angeboten, sind aber keine Pflicht.

Bildungsministerium verteidigt Testregelungen

Petra Dickmann, die Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Landesregierung, verteidigt aber die Regelungen an den Schulen. Es sei erwartbar gewesen, dass die Inzidenz in jenen Altersgruppen, wo nicht geimpft werden könne, höher ist. Das Thüringer Gesundheitsministerium schrieb dazu MDR Hauptsache Gesund: "Nun gilt es, das Ergebnis des Sondergutachtens abzuwarten."

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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