Streit um Dorflinde Eichsfelder Behörde verteidigt Fällung alter Linde in Kefferhausen

In Kefferhausen trauern die Bewohner ihrer alten Dorflinde nach. Der Landkreis ließ den Baum fällen, da er offenbar erhebliche Schäden aufwies. Die Naturschutzbehörde verteidigt die Aktion - räumte aber einen Fehler ein.

Fällung der 400 Jahre alten Dorflinde in Kefferhausen im Eichsfeld.
Die Überreste der alten Dorflinde von Kefferhausen Bildrechte: MDR/Gemeinde Kefferhausen

Die untere Naturschutz des Landkreises Eichsfeld hat die Fällung der Dorflinde in Kefferhausen verteidigt. Der etwa 400 Jahre alte Baum, der als Naturdenkmal galt, war vor einer Woche gefällt worden. Dies hatte für breiten Protest in dem 700-Einwohner-Ort geführt.

Die Naturschutzbehörde erklärte jetzt, der Baum habe bereits seit zwölf Jahren erhebliche Schäden gezeigt. Einem externen Gutachten zufolge ist die Linde von dem Brandkrustenpilz befallen gewesen. Dadurch drohte der Baum zu brechen.

Gemeinde wurde nicht informiert

Ortschaftsbürgermeister Tino Jäger (pl) hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Linde an der Kirche habe das Ortsbild entscheidend geprägt. Der Baum sei zwar marode gewesen. Es wäre aber mit Sicherheit möglich gewesen, die Linde zumindest zum Teil noch zu retten.

Jäger hatte sich außerdem beschwert, dass niemand im Ort über die bevorstehende Fällung Bescheid gewusst hätte. Die Behörde räumte nun ein, dass man die Gemeinde vorher hätte informieren sollen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 06. September 2021 | 16:30 Uhr

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