Omikron-Variante Quarantäne und Isolation: Das gilt in Thüringen

Die Omikron-Variante ist in Thüringen nun die vorherrschende Version des Coronavirus. Im Freistaat wurden deshalb die Quarantäne- und Isolationsregeln einheitlich angepasst.

Eine Frau steht in ihrer Wohnung an einem Fenster.
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In ganz Thüringen gelten einheitliche Quarantäneregeln für alle Virus-Varianten. Da Omikron zuletzt mehr als 80 Prozent der positiven Tests ausgemacht hat, wird auf eine labortechnisch aufwendige Sequenzierung verzichtet und quasi davon ausgegangen: Wer Corona hat, der hat Omikron. Deswegen gelten die ehemals nur für Omikron geltenden Regeln nun pragmatisch grundsätzlich. Ohnehin kamen PCR-Test und Omikron-Bestätigung oft im Abstand von mehreren Tagen, sodass die Regelung nur begrenzt alltagstauglich war.

Was gilt für Isolation und Quarantäne?

Unterschieden wird bundesweit zunächst zwischen der Isolation von Erkrankten und der Quarantäne für Kontaktpersonen. Der Unterschied: Geboosterte müssen nicht in Quarantäne (weil sie Kontaktpersonen sind), aber sehr wohl in Isolation (als Erkrankte).

Wer in Quarantäne oder Isolation ist, muss sich nur noch für zehn Tage absondern. Ab dem siebten Tag ist das Freitesten möglich. Voraussetzung: Die Betroffenen waren die vergangen zwei Tagen symptomlos. Die Isolation oder Quarantäne endet nach zehn Tagen ohne Test. Das Freitesten ist mit einem Antigen-Schnelltest im Testzentrum möglich. Es muss also kein PCR-Test gemacht werden. Dies gilt allerdings nicht für Pflegekräfte. Auch sie können sich nach sieben Tagen freitesten, benötigen aber einen PCR-Test.

Als Genesenennachweis gilt diese Test-Bescheinigung jedoch nicht, das ist der Bescheid des Gesundheitsamtes über den positiven Test. Mit diesem kann man auch die Apps bestücken, um den Status nachweisen zu können. Nach Anlauf der darauf vermerkten Fristen gilt man dann als genesen.

Wie ist es bei Kindern und Jugendlichen?

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die Kontaktpersonen sind, können sich bereits am fünften Tag freitesten lassen, damit sie schneller wieder in die Schule können. Für infizierte Kinder gilt jedoch das Gleiche wie für Erwachsene: zehn Tage Isolation, Freitesten erst nach sieben Tagen.

Ausgenommen davon sind Jugendliche, die eine Ausbildung im Krankenhaus oder in einem Pflegeheim machen. Diese müssen für zehn Tage in Quarantäne bleiben.

Wer muss nicht in Quarantäne?

Wer erkrankt ist, der muss sich grundsätzlich in Isolation begeben, Kontaktpersonen jedoch müssen - in Abhängigkeit von ihrem Impfstatus - unter Umständen nicht in Quarantäne. Das gilt für:

  • Personen, die eine Boosterimpfung erhalten haben, das heißt grundsätzlich nach drei Impfungen, egal welcher in der EU zugelassene Impfstoff
  • Genesene ab dem 28. Tag bis zum 90. Tag ab dem Datum der Abnahme des positiven Tests
  • vollständig Geimpfte ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung bis zum 90. Tag nach der zweiten Impfung
  • geimpfte Genesene, das heißt: Wer genesen ist und mindestens eine Impfung vor oder nach der Infektion erhalten hat - ohne zeitliche Befristung

Wer braucht bei 2G+ keinen Test?

Ausgenommen von der Testpflicht sind die gleichen Personen, die nicht in Quarantäne müssen. Wichtig hierbei: Wenn Sie die Corona-Warn-App benutzen, um Ihren Status nachzuweisen, dann gibt es in der neuesten Version die Funktion, sich diesen Zutrittsstatus direkt anzeigen zu lassen. Also: Beispielsweise wenn drei Impfzertifikate hinterlegt sind, dann steht dort eben "2G+". Auch andere Varianten, die zu einem Testverzicht führen, sollte das System in der Regel automatisch erkennen.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Mittag | 28. Januar 2022 | 13:20 Uhr

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