Justiz Ermittlungen abgeschlossen: Rechtsaufsicht verklagt Bad Lobensteins Bürgermeister

Die Rechtsaufsichtsbehörde des Saale-Orla-Kreises hat ihre Ermittlungen zum Bad Lobensteiner Bürgermeister Thomas Weigelt abgeschlossen. Wie ein Sprecher des Landratsamtes in Schleiz MDR THÜRINGEN sagte, hat die Behörde inzwischen eine Disziplinarklage beim Verwaltungsgericht Meiningen eingereicht. Laut einer Gerichtssprecherin soll die Klage im nächsten Jahr verhandelt werden.

Attacke auf Lokaljournalisten und weitere Vorwürfe

Der parteilose Kommunalpolitiker war Ende August vorläufig seines Amtes enthoben worden. Vorausgegangen war eine körperliche Attacke Weigelts auf einen Journalisten der "Ostthüringer Zeitung" beim Marktfest in Bad Lobenstein.

Die Rechtsaufsichtsbehörde ermittelt nach eigenen Angaben zu sechs mutmaßlichen erheblichen Dienstpflichtverletzungen von Thomas Weigelt. Die Behörde wirft dem Bürgermeister außer dem Angriff auf einen Journalisten auch vor, die Stadt Bad Lobenstein finanziell geschädigt und Verfassungsorgane diffamiert zu haben.

Erster Beigeordneter übt Bürgermeisteramt aus

In Bad Lobenstein steht seit der Suspendierung von Weigelt der erste Beigeordnete Klaus Möller (Die Linke) kommissarisch an der Spitze der Stadtverwaltung. Er übt das Amt ehrenamtlich aus. Kürzlich hat der Stadtrat beschlossen, dass er dafür eine erhöhte monatliche Aufwandsentschädigung erhält - in Höhe der Besoldung des Bürgermeisters. Zudem wählte der Stadtrat in dieser Woche Andre Burkhardt von der Fraktion CDU/FDP zum zweiten Beigeordneten gewählt. Er soll Möller unterstützen.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 20. November 2022 | 11:30 Uhr

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