Gerichtsprozess Sexueller Missbrauch: Polizist zu neun Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht hat einen Polizisten aus Saalfeld-Rudolstadt wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu neun Jahren Haft verurteilt. Der Mann muss jetzt auch mit berufsrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Ein Richter im Verhandlungssaal
Zwölf Mal stellte das Gericht einen sexuellen Missbrauch fest, in elf Fällen habe der Mann kinderpornografische Aufnahmen angefertigt. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Wie die Ostthüringer Zeitung berichtet, muss der Mann der Geschädigten außerdem 17.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Laut Gericht hat der 55-Jährige die Enkeltochter seiner Lebensgefährtin in mindestens zehn Fällen schwer sexuell missbraucht.

17.000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen

In zwölf Fällen haben die Richter sexuellen Missbrauch festgestellt, in elf Fällen das Herstellen kinderpornografischer Aufnahmen. Der Mann, der als Polizist arbeite, habe die Nähe zu dem Mädchen vor allem seit März 2020 in der Corona-Pandemie ausgenutzt.

Polizist muss mit beruflichen Konsequenzen rechnen

Der verurteilte Mann muss nun mit beruflichen Konsequenzen rechnen. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, wird der 55-Jährige aus dem Polizeidienst entlassen, teilte die Landespolizeidirektion mit.

MDR (rom)

Mehr zu Gerichtsprozessen in Thüringen

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 10. Juni 2022 | 08:30 Uhr

Mehr aus der Region Saalfeld - Pößneck - Schleiz - Eisenberg

Mehr aus Thüringen