Gestiegene Nachfrage Thüringer Sozialkaufhäuser melden Engpässe

Um Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine herzurichten, braucht es unter anderem Küchen und Möbel. Viele helfen in Thüringen mit Spenden. Doch die Nachfrage ist groß. Einige Sozialkaufhäuser melden daher Engpässe.

Küchenmöbel
In den Sozialkaufhäusern in Leinefelde und Mühlhausen gibt es aktuell keine Küchen mehr. (Archivfoto) Bildrechte: IMAGO / Shotshop

Einige Sozialkaufhäuser in Thüringen melden Engpässe bei gespendeten Waren. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ist die Nachfrage nach Möbeln und Haushaltswaren enorm gestiegen, wie eine Umfrage von MDR THÜRINGEN ergeben hat.

So wie die Spenden reinkämen, gingen sie auch wieder raus, berichtete die Chefin des Sozialkaufhauses in Apolda, Kerstin Thielemann. In Weimar werden bestimmte Waren ebenfalls knapp: Im dortigen Sozialkaufhaus sind Möbel, Besteck und Zubehör Mangelware. In Leinefelde und Mühlhausen gibt es keine Küchen mehr. Auch bei Elektrogeräten herrscht demnach ein Engpass.

Anders sieht die Lage im "Netzwerk Regenbogen" in Sömmerda aus. Dort ist die Möbelkiste noch gut gefüllt. Ein möglicher Grund ist, dass die ukrainischen Geflüchteten im Kreis noch überwiegend zentral oder privat untergebracht sind. Wenn sie eigene Wohnungen beziehen, wird auch im Sömmerdaer Sozialkaufhaus mit einer steigenden Nachfrage gerechnet. Thüringens Sozialkaufhäuser sind also noch ganz unterschiedlich ausgestattet. Über Spenden freuen sie sich nach eigenen Angaben aber alle.

MDR (cma/uka)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 06. Juni 2022 | 08:00 Uhr

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