Justiz Falsche Angaben in Förderanträgen: Serienbetrüger vor Gericht

Am Landgericht Meiningen wurde am Montag die Anklage gegen einen 49-jährigen Serienbetrüger verlesen. Der Geschäftsmann aus Bad Salzungen soll Förderanträge seiner Kunden zu Solaranlagen oder Pelletheizungen frisiert haben.

Das Justizzentrum mit dem Landgericht in Meiningen, 2013
Laut Anklage ist ein Gesamtschaden von rund 200.000 Euro entstanden. Bildrechte: dpa

Am Landgericht Meinungen hat am Montag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Serienbetrüger begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 49-jährigen Angeklagten vor, in fast 150 Fällen Behörden getäuscht und Urkunden gefälscht zu haben. Zur Sache wollte sich der Geschäftsmann aus Bad Salzungen bisher nicht äußern. Er sagte nur, viele der Namen aus der Anklageschrift seien ihm gänzlich unbekannt.

Betrug mit Solaranlagen und Pelletheizungen

Als Inhaber mehrerer Sanitär- und Heizungsbetriebe soll er Förderanträge zum Beispiel für Solaranlagen oder Pelletheizungen mit falschen Angaben erstellt haben. So habe etwa eine höhere Anzahl von Kollektoren angegeben, als tatsächlich installiert wurden.

Laut Staatsanwaltschaft vertrauten die Kunden darauf, dass die Angaben richtig waren und schickten die Förderanträge an die zuständige Behörde. Auf diese Weise ist laut Anklage ein Gesamtschaden von rund 200.000 Euro entstanden.

Die mutmaßlichen Betrugsfälle sollen sich zwischen 2011 und 2013 ereignet haben. Das Geld wurde mittlerweile zurückgezahlt.

Blick in einen Gerichtssaal in Meiningen kurz vor der Vehandlung, die Prozeßteilnehmenden nehmen Platz. 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Mo 18.10.2021 19:00Uhr 01:39 min

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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 18. Oktober 2021 | 17:30 Uhr

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