Arbeitskampf Gotha: Demonstration für den Erhalt der Oettinger-Brauerei

In Gotha haben am Donnerstag Angestellte, Gewerkschafter und Politiker für den Erhalt der Oettinger-Brauerei demonstriert. Der Bierhersteller hatte angekündigt, den Standort zum Ende des Jahres zu schließen.

In Gotha haben am Donnerstag rund 200 Menschen vor der Oettinger-Brauerei gegen die angekündigte Schließung des Werks demonstriert. Ihre Solidarität bekundeten vor Ort auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen anderer Oettinger-Standorte sowie Gewerkschafter und Politiker.

Betriebsrat kündigt Gegengutachten an

Der Gothaer Betriebsratsvorsitzende, Volker Ackermann, forderte die Oettinger-Geschäftsführung auf, die Schließungspläne zurück zu nehmen und alle zugrundeliegende Unternehmenszahlen herauszugeben. Ackermann kündigte auf dieser Basis ein Gegengutachten an. Er sagte, das Konzept von Oettinger sei nicht schlüssig und schade allen Standorten. Außerdem sei die Belegschaft nicht bereit, Managementfehler auszubaden.

Volker Ackermann, Betriebsratsvorsitzender Oettinger Gotha
Volker Ackermann (rechts) ist Betriebsratsvorsitzender von Oettinger in Gotha. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Gewerkschaft will um Standort kämpfen

Jens Löbel von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten stimmte die 220 Mitarbeiter starke Belegschaft und ihre Unterstützer auf einen langwierigen Kampf um den Standort Gotha ein. Er rechne mit mehreren Monaten. Das klare Ziel sei, den Brauereistandort zu erhalten. Er richtete sich direkt an die Eigentümerfamilie: "Frau Kollmar, nehmen sie die Schließung zurück!" Zudem kündigte er weitere Aktionen an, um den Druck zu erhöhen, möglicherweise auch am Standort Oettingen.

Demonstration vor Oettinger Brauerei in Gotha
Auch die Gewerkschaft NGG will um den Erhalt des Standorts Gotha kämpfen. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Geschäftsleitung zeigt sich gesprächsbereit

Die Oettinger-Geschäftsführung hatte überraschend angekündigt, den Standort Gotha zum Jahresende schließen zu wollen. Sie begründete dies mit Absatzrückgängen und einer geplanten Abkehr von Mehrwegflaschen. Nach Berichten über die geplante Schließung, zeigte sich die Geschäftsleitung in einem unternehmensinternen Schreiben gesprächbereit. Darin hieß es, es werde daran gearbeitet, alternative Lösungen zu finden. Ernsthafte und seriöse Kaufangebote würden ebenso seriös geprüft, steht in dem Schreiben.

MDR (cfr),dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 16. Juni 2022 | 19:00 Uhr

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