Flüchtlingshilfe Ehemalige Pension in Merkers jetzt Flüchtlingsunterkunft

Das "Bergmannsstübl" in Merkers ist neue Flüchtlingsunterkunft. In den sieben Zimmern ist Platz für 23 Menschen aus der Ukraine. Der Düngemittelkonzern K+S hatte die ehemalige Pension seit März renoviert.

Geflüchtete Jungendliche in Radebeuler Pension
Wie in anderen Unterkünften auch zählen überwiegend Kinder und ihre Mütter zu den Flüchtlingen (Archivbild). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Düngemittelkonzern K+S hat in Merkers im Wartburgkreis eine Unterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine an den Wartburgkreis übergeben.

Seit Ende März hatte das Unternehmen das frühere "Bergmannsstübl" renoviert. Eine Firma erneuerte den Boden, Auszubildende von K+S erledigten Malerarbeiten, auch der Brandschutz wurde überprüft. In den sieben Zimmern mit eigenem Bad ist Platz für 23 Menschen. Außerdem gibt es zwei große Gemeinschaftsräume und eine Küche.

Ebeling: Regionaler Betrieb will Beitrag leisten

Vor zwei Wochen sind die ersten 17 Flüchtlinge aus der Ukraine eingezogen, überwiegend Frauen mit Kindern. Sie waren zuvor in der Sporthalle in Tiefenort untergebracht.

Daria sitzt auf ihrem Feldbett und liest auf ihrem Handy die Nachrichten von Freunden.
Statt in Großunterkünften wie dieser können die Menschen in der renovierten Pension in Merkers in kleineren Gruppenzimmern leben. Bildrechte: dpa

K+S stellt die Unterkunft dem Landkreis mietfrei zur Verfügung. Das Unternehmen gehöre zur Region und wolle einen Beitrag leisten, sagte der Leiter des Werks Werra, Martin Ebeling. Das Gebäude sei sehr gut geeignet, sagte der zweite Kreisbeigeordnete Martin Rosenstengel (CDU), das Angebot des Unternehmens eine große Hilfe. Das Unterbringen der Flüchtlinge bezeichnete er als Herausforderung.

Lage "gemeistert" auch dank privater Netzwerke

Rund 1.370 Menschen aus der Ukraine sind derzeit im Wartburgkreis registriert. Von ihnen sind 138 in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Eisenacher Thälmannstraße untergebracht. Dort stehen insgesamt 160 Plätze zur Verfügung.

Nach Angaben von Rosenstengel hat der Wartburgkreis die Lage in den vergangenen Monaten "gar nicht so schlecht gemeistert". Dabei hätten vor allem private Netzwerke in der Region "unheimlich geholfen", wie beispielsweise in Bad Liebenstein, Vacha, Dermbach und auch Eisenach.

Weiterhin Suche nach dauerhaften Quartieren

Momentan wird Wohnraum nach Angaben von Rosenstengel aber immer knapper. Sowohl von Privatleuten als auch von Wohnungsunternehmen werde kaum noch etwas angeboten. Der Landkreis sei aber weiter auf der Suche nach dauerhaften Quartieren für Flüchtlinge.

Als Notunterkünfte hatte der Landkreis bisher zwei Sporthallen blockiert, in Tiefenort und Marksuhl. In Tiefenort wurde die Halle mehrfach genutzt. Dank der neuen Unterkunft in Merkers konnte sie leergezogen werden und wird jetzt gereinigt. Die Halle in Marksuhl ist bisher nicht genutzt worden.

MDR (fra)

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 19. Juli 2022 | 14:00 Uhr

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