Spektakuläre Straßen in Osteuropa

Der Highway M-54, von Krasnoyarsk nach Abakan
R257 Jenessei, Russland 1111: Das ist nicht die inoffizielle Nummer der sibirischen Fernstraße, sondern ihre Länge. Die R257 Jenissei verbindet Krasnojarsk mit Abakan, der Hauptstadt der Republik Chakassien und führt weiter bis an die Grenze zur Mongolei. Dabei folgt die Trasse dem Lauf des Flusses Jenissei. Wer ein wenig Zeit mitbringt, kann auf halber Strecke zwischen Krasnojarsk und Abakan einen Abstecher zu einen der größten künstlichen Seen der Welt machen: dem Krasnojarsker Stausee. Er ist 388 Kilometer lang und bis zu 15 Kilometer breit. Bildrechte: dpa
Der Highway M-54, von Krasnoyarsk nach Abakan
R257 Jenessei, Russland 1111: Das ist nicht die inoffizielle Nummer der sibirischen Fernstraße, sondern ihre Länge. Die R257 Jenissei verbindet Krasnojarsk mit Abakan, der Hauptstadt der Republik Chakassien und führt weiter bis an die Grenze zur Mongolei. Dabei folgt die Trasse dem Lauf des Flusses Jenissei. Wer ein wenig Zeit mitbringt, kann auf halber Strecke zwischen Krasnojarsk und Abakan einen Abstecher zu einen der größten künstlichen Seen der Welt machen: dem Krasnojarsker Stausee. Er ist 388 Kilometer lang und bis zu 15 Kilometer breit. Bildrechte: dpa
Serpentinenartige Transfogarascher Hochgebirgsstraße
Transfogarascher Hochstraße, Rumänien Die Redakteure des BBC-Automagazins "Top Gear" nannten die rumänische Transfogarascher Hochstraße in einer Sendung von 2009 die "schönste Straße der Welt". Viel Lob für die 92 Kilometer lange spektakuläre Hochgebirgsstraße, die über das siebenbürgische Fogarasch-Gebirge führt und die Diktator Nicolae Ceausescu bauen ließ. In einer Rekordzeit von vier Jahren (1970 bis 1974) wurden drei Millionen Tonnen Stein bewegt – mithilfe von 6.500 Tonnen TNT. 40 Menschen sollen bei den Bauarbeiten gestorben sein.

Mit der Straße gab es erstmals eine direkte Verbindung zwischen dem nördlichen Siebenbürgen und dem walachischen Süden. Ceausescu hatte strategische Gründe dafür: Er wollte gegen eine mögliche Invasion sowjetischer Truppen gewappnet sein, nachdem sich Rumänien geweigert hatte, am Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei zu beteiligen. Die Invasion der Sowjets blieb aus, damit änderten sich auch die Pläne für die Straße.
Bildrechte: MDR/Annett Müller
Gletschersee Balea Lac, der an der Transfogarascher Hochstraße auf einer Höhe von über 2.000 Metern liegt und als Touristenattraktion in Rumänien gilt.
In den 1980er-Jahren träumte der rumänische Diktator von einem riesigen Wintersportgebiet an der Strecke – mit Skiliften, Rodelbahnen und Hotels, nur hatte Ceausescu nicht das Geld dafür. Heute ist die Alpinstraße, die bis auf eine Höhe von 2.042 Metern reicht, dennoch eine Touristenattraktion. An der Strecke liegt der Gletschersee Balea Lac, der täglich Hunderte Besucher anzieht. Zugleich gibt es zahlreiche Wanderwege ins Fogarasch-Gebirge. Doch die Transfogarascher Hochstraße ist lediglich vier Monate pro Jahr für den Verkehr geöffnet: Denn so schön sie ist, so gefährlich ist die Alpinstraße. Bei schlechter Witterung drohen dort Lawinen, Steinschläge und Erdrutsche. Bildrechte: MDR/Annett Müller
Eine Straße durch Pamir.
Pamir Highway, Tadschikistan/Kirgisistan Der Pamir Highway ist eine ebenso spektakuläre wie legendäre Route. Die zweithöchste internationale Fernstraße der Welt führt von Duschanbe in Tadschikistan in die kirgisische Stadt Osh – 1.300 Kilometer quer durch das Pamir-Gebirge. Auf ihrem langen Weg durchquert sie scheinbar endlose, wüstenartige Gegenden und überwindet bis zu 4.000 Meter hohe Gipfel. Die Serpentinen sind eng, der Ausblick atemberaubend. An etlichen Abschnitten besteht der Highway nur aus Schotter und Geröll und manchmal müssen in Ermangelung von Brücken Gebirgsflüsse durchquert werden. Verkehrsschilder gibt es auf dem Highway so gut wie keine. Dafür aber – Stille und Einsamkeit.

(Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: Russlands Seele - Russlands Stolz | 26.11.2011 | 19:50 Uhr)
Bildrechte: dpa
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Belarus und Russland kommen zu gemeinsamen Militärmanöver zusammen Bildrechte: AFP/VoyenTV