Antrittsbesuch in Kiew Baerbock sagt Ukraine Unterstützung zu

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ist am Montag in die Ukraine gereist und hat der Regierung im Konflikt mit Russland die Unterstützung Deutschlands zugesagt. Deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine schloss sie weiterhin aus.

Dmytro Kuleba und Annalena Baerbock
Annalena Baerbock mit ihrem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba. Bildrechte: dpa

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat der Ukraine im Konflikt mit Russland die Unterstützung Deutschlands zugesagt. "Wir werden alles dafür tun, die Sicherheit der Ukraine zu garantieren", sagte die Grünen-Politikerin am Montag nach einem Treffen mit ihrem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba in Kiew. Sie blieb allerdings beim deutschen Nein zu Waffenlieferungen. Jede erneute Aggression Russlands hätte aber "einen hohen Preis", warnte sie den Kreml vor ihrem Antrittsbesuch in Moskau am Dienstag. 

Baerbock mahnt Diplomatie als "einzig gangbaren Weg" an

Baerbock mahnte eine diplomatische Lösung im Konflikt mit Russland an. "Diplomatie ist der einzige gangbare Weg, um die derzeitige hochgefährliche Situation zu entschärfen." In den vergangenen Wochen habe sie über die Sicherheit keines anderen Landes so viel gesprochen wie über die Sicherheit der Ukraine, "und das ist leider kein gutes Zeichen", sagte die Grünen-Politikerin weiter. 

Bei allen Gesprächen sei es um die russische Militärpräsenz an der Grenze zur Ukraine gegangen "und die bedrohliche Rhetorik mit der sie verbunden wird". Und in allen Gesprächen sei die Botschaft klar gewesen: Solidarität mit der Ukraine und ihrer territorialen Integrität. Sie arbeite "persönlich jeden Tag und jede halbe Nacht daran, dass wir gemeinsam in den unterschiedlichen Gesprächsformaten Sicherheit garantieren können", sagte Baerbock und betonte die Notwendigkeit von Gesprächen auf verschiedenen Ebenen und die Rückkehr zum Dialog. 

Die Haltung der deutschen Regierung mit Blick auf Waffenlieferungen ist bekannt und ist auch in unserer Geschichte begründet.

Annalena Baerbock, Außenministerin

Auf die Frage nach Waffenlieferungen Deutschlands blieb sie bei der bisherigen Linie Berlins: "Die Haltung der deutschen Regierung mit Blick auf Waffenlieferungen ist bekannt und ist auch in unserer Geschichte begründet." 

Am Dienstag will Baerbock in Moskau mit ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zusammenkommen.

MDR AKTUELL,Afp,dpa(nvm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Januar 2022 | 16:19 Uhr

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