Krise in Osteuropa EU-Rat beschließt 1,2 Milliarden Hilfspaket für Ukraine

Der EU-Rat hat ein 1,2 Milliarden Euro schweres Hilfpaket für die Ukraine beschlossen. Damit soll das Land finanziell stabilisiert werden. Zugleich hat Deutschland angekündigt, mehr OSZE-Beobachter zu entsenden.

Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, spricht während einer Pressekonferenz nach dem online EU-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs zur Corona-Pandemie
EU-Ratspräsident Michel hatte das Ukraine-Hilfpaket bereits angekündigt. Bildrechte: dpa

Der Rat der Europäischen Union hat für die Ukraine ein Hilfspaket in Höhe von 1,2 Milliarden Euro genehmigt. Ratspräsident Charles Michel hatte das Paket bereits auf der Münchner Sicherheitskonferenz angekündigt. Demnach handelt es sich um ein einjähriges Darlehen, das die Ukraine wirtschaftlich und finanziell stabilisieren soll.

EU-Hilfspaket soll Außenfinanzierung decken

Das EU-Hilfspaket soll insbesondere den Außenfinanzierungsbedarf der Ukraine für 2022 decken. Die EU verweist auf die Folgen der aktuellen geopolitischen Spannungen für die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität des Landes. Die Sicherheitsbedrohung habe zu einem beträchtlichen Kapitalabfluss geführt. Die Ukraine verliere Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten.

Deutschland will OSZE-Mission verstärken

Unterdessen will die Bundesregierung die Reihen der entsandten internationalen Beobachter im Ukraine-Konflikt verstärken. Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mitteilte, laufen darüber Gespräche mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE. Die OSZE-Mission in der Ukraine beobachtet die Lage in den Spannungsgebieten. Nach Angaben des Ministeriumssprechers gehe es darum, die Arbeitsfähigkeit aufrecht zu erhalten und zu stärken, nachdem einige Staaten ihr Personal aus Sicherheitsbedenken abgezogen hätten. Deutschland habe das nicht getan.

Quellen: dpa/KNA (dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Februar 2022 | 14:00 Uhr

Mehr aus Politik

Mehr aus der Welt

Die Flugzeuge am Flughafen auf Teneriffa bleiben am Boden. 1 min
Bildrechte: mdr
1 min 26.09.2022 | 12:53 Uhr

Der Tropensturm Hermine hat auf den Kanarischen Inseln zu Flugausfällen geführt. Über 250 Flüge seien gestrichen worden, so der spanische Flughafenbetreiber Aena.

Mo 26.09.2022 11:52Uhr 00:43 min

https://www.mdr.de/nachrichten/welt/panorama/video-658674.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
Smog in Warschau 11 min
Bildrechte: IMAGO
11 min

MDR AKTUELL - Das Nachrichtenradio Polen: Kälte oder Smog

Polen: Kälte oder Smog

25.09.2022 | 07:41 Uhr

Die polnische Regierung kauft Kohle aus aller Welt, um russische Importe zu ersetzen. Doch es reicht nicht: Viele Menschen verbrennen nun Müll. Weiteres Thema: Schulschließungen im ländlichen Serbien.

MDR AKTUELL Sa 24.09.2022 11:17Uhr 10:47 min

Audio herunterladen [MP3 | 9,9 MB | 128 kbit/s] Audio herunterladen [MP4 | 20,2 MB | AAC | 256 kbit/s] https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/heute-im-osten/polen-kohle-schulen-serbien-audio-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio