MDR | 25.10.2021 MDR-Angebot „Umwelt in Ostdeutschland - Von der Katastrophe zur Chance?“

Der MDR widmet sich ab 28. Oktober mit einem multimedialen Angebot der Umwelt in Ostdeutschland – dazu gehören eine 5-teilige Filmreihe in der ARD Mediathek über Menschen, die sich in ihrer Heimat engagieren, das Dialogformat „Miteinander reden“ und eine interaktive Website.

Eine Försterin steht inmitten eines halbtoten Fichtenwaldes und schaut nach oben.
Eine Försterin steht inmitten eines halbtoten Fichtenwaldes. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Jahrzehntelang brachte die DDR-Planwirtschaft Mensch und Natur an die Grenzen der Belastbarkeit. Nach der Wiedervereinigung erfuhr das Land eine milliardenschwere Erholungskur, die Luft, Wasser und Böden sauberer machte. Und doch beschäftigen die Folgen der Umweltsünden die neuen Bundesländer bis heute: Fast 20 Prozent der Gesamtfläche gelten als Altlast. Wie geht der Osten mit seinem Erbe um? Stellen sich die Menschen, die Umweltzerstörung unmittelbar erlebt haben, den neuen, globalen Gefahren für Umwelt und Klima besonders stark entgegen? Oder wiegen eine gesunde Wirtschaft und ein sicherer Arbeitsplatz schwerer als die Sorge um die ökologische Zukunft?

Die 5-teilige Reihe „Umwelt in Ostdeutschland“ in der ARD Mediathek (ab 28. Oktober) und im MDR-Fernsehen (31. Oktober, 22.20 Uhr) begleitet Menschen aus Ostdeutschland, die mit ihren Visionen und Innovationen die Zukunft ihrer Heimat gestalten wollen. Klimaaktivisten in Bitterfeld, Förster in Thüringen, grüne Politikerinnen und Politiker an Elbe und Ostsee, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Leuna, engagierte Menschen in der Lausitz – sie alle wirken im Spannungsfeld zwischen dem Erbe der DDR und den aktuellen globalen Herausforderungen.

  • Folge 1 „Das Erbe der Kohle“
  • Folge 2 „Das Erbe der Chemie“
  • Folge 3 „Das Erbe der Mutigen“
  • Folge 4 „Das Erbe des Umbruchs“
  • Folge 5 „Das Erbe des Waldes“

Das Webspecial
Auf der Website mdr.de/umwelt können Userinnen und User ab 1. November erkunden, was wissenschaftliche Daten über die Entwicklung der Umwelt verraten. Dafür werden tagesaktuelle Umweltdaten in historische Verläufe eingeordnet, sodass jeder selbst sehen kann, wie sich die Umwelt an einem bestimmten Ort verändert hat. Von der Luftqualität, dem Zustand der Biosphäre bis hin zur Beschaffenheit der Böden können die Nutzerinnen und Nutzer den konkreten Zustand der Umwelt erkunden und die Zusammenhänge zwischen Umwelt und eigenem Handeln erfahren.

„Miteinander reden“
Miteinander reden werden ab 30. Oktober in der ARD Mediathek und im Youtube-Kanal des MDR für 6 x 10 Minuten jeweils zwei Personen mit kontroversen Sichtweisen hinsichtlich des Themas „Klima“. Diskutiert wird u.a. zu den Fragestellungen „Müssen wir für das Klima vegan werden?“, „Wie weit muss Klima-Aktivismus gehen?“, „Ist grüne Politik weltfremd?“, „Müssen wir für das Klima mehr verzichten?“.

„Umwelt in Ostdeutschland“ ist Teil der intensiven Umweltberichterstattung des MDR im Oktober. Weitere Informationen dazu finden sich hier.