Das müssen Sie beachten Huawei-Smartphones ohne Google-Dienste

Marco Ammer, Technik-Journalist und Technik-Experte für MDR um 4
Bildrechte: Marco Ammer

Huawei war mit seinen Smartphones lange Zeit sehr erfolgreich. Technisch und preislich hat das chinesische Unternehmen die Platzhirsche Apple und Samsung extrem herausgefordert. Doch die ehemalige US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat den chinesischen Hersteller mit einem Handelsembargo belegt. Daher sind auf neueren Huawei-Geräten keine Google-Dienste mehr verfügbar. Technikexperte Marco Ammer weiß, welche Geräte betroffen sind.

Huawei-Stand beim Mobile World Congress in Barcelona
Seit Frühjahr 2019 ist das US-Handelsembargo gegen den chinesischen Hersteller Huawei in Kraft. Bildrechte: imago images/NurPhoto

Seit die ehemalige US Regierung unter Präsident Donald Trump den chinesischen Hersteller Huawei mit einem Handelsembargo belegt hat, sind auf neueren Huawei-Geräten keine Google-Dienste mehr verfügbar.

Welche Geräte sind betroffen?

Vorstellung des Klapphandys Huawei P50 Pocket
Beispielsweise das Klapphandy Huawei P50 Pocket muss ohne Google-Dienste auskommen. Bildrechte: imago images/VCG

Das Embargo ist im Mai 2019 in Kraft getreten. Das bedeutet, dass alle Geräte und Serien, die bis dahin bereits auf dem Markt und lizensiert waren, auch weiterhin mit Google-Diensten verkauft werden dürfen. So verfügt das Hauwei P30 Pro (erschienen im März 2019) noch über den PlayStore, über GMail, GoogleMaps und so weiter.

Die Nachfolge-Serie Huawei P40 Pro (und alle weiteren nach März 2019 erschienenen Modelle) ist wiederum davon betroffen und darf die Dienste nicht anbieten.

Handelsverbot seit Frühjahr 2019 Seit Frühjahr 2019 ist das Handelsverbot zwischen Google und Huawei in Kraft. Grund dafür ist, dass die US-Regierung dem chinesischen Hersteller Spionage vorwirft. Diese Vorwürfe beziehen sich vor allem auf Sendemasten und technische Infrastruktureinrichtungen, die von Huawei gebaut und betrieben werden. Dennoch sind von dem Handelsverbot auch die Smartphones betroffen.

Logo von Google Play
Zum Google-Kosmos gehört auch der Play Store, mit dem Apps heruntergeladen werden können. Bildrechte: Google Apple

Wer bereits ein Huawei-Smartphone hat und die Google-Dienste benutzt, soll das auch weiterhin können. Bisher ist das Betriebssystem Android nicht von den Sanktionen betroffen. Auch Software-Updates sollen mit Android weiter möglich sein. Es ist also erst einmal kein Grund, das Smartphone sofort zu entsorgen.

Neukauf gut überlegen

Einzig ein Neukauf sollte gut überlegt sein. Wer mit dem Gedanken spielt, sollte sich intensiv damit auseinandersetzen, ob die Google-Dienste verfügbar sind oder nicht. Und wer akzeptieren kann, dass sie möglicherweise nicht verfügbar sind, sollte wissen, wie die gewünschten Apps und Anwendungen trotzdem auf das Handy kommen. Es gibt "workarounds", aber die sind mitunter sehr zeitintensiv und kompliziert.

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Quelle: MDR um 4

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 11. April 2022 | 17:00 Uhr

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