Fußball | 3. Liga Zwickau feiert zum Saisonabschluss Schützenfest gegen Würzburg

38. Spieltag

Der FSV Zwickau hat nach einer irren Schlussphase gegen die Würzburger Kickers den höchsten Sieg in seiner Drittliga-Geschichte eingefahren. Nachdem die Westsachsen lange Zeit (nur) leichte Vorteile hatten, drehten sie unwiderstehlich auf und gewannen mit 7:0.

Dominic Baumann FSV Zwickau 2.v.re., erzielt das 2:0.
Dominic Baumann zieht ab und erzielt das 2:0. Bildrechte: IMAGO/Eibner

Zwickaus Trainer Joe Enochs änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 beim 1. FC Saarbrücken auf vier Positionen. Für Davy Frick, Marius Hauptmann, Lars Lokotsch und Marco Schikora, der nach Rückenbeschwerden kurzzeitig passen musste, spielten Max Reinthaler, Yannic Voigt, Mike Könnecke und Johan Gomez von Anfang an.

Zwickau verabschiedet acht Spieler

Bevor es losging, wurden bei den Zwickauern acht Spieler verabschiedet. Das betraf Marius Hauptmann, Matti Kamenz, Steffen Nkansah, Manfred Starke, Dustin Willms und Anthony Syhre. Zudem die ausgeliehenen Luca Horn (FC Hansa Rostock) und Marcel Hilßner (Coventry City), die zu ihren Stammvereinen zurückkehren.

Zwickau geht nach Standard in Führung

Die Sonne schien, die Stimmung im Zwickauer Block war prächtig, nur auf dem Spielfeld tat sich in der ersten Halbzeit nicht allzu viel. Es war zunächst eine ausgeglichene Partie, beide Mannschaften versuchten es spielerisch zu lösen. Zumindest konnten sich die Zwickauer auf ihre Standards verlassen, denn einer passte. In der 22. Minute landete der Ball nach einem Eckball schließlich bei Gomez. Der 20-Jährige ließ abtropfen und Dominic Baumann netzte aus Nahdistanz zum 1:0 für die Westsachsen ein.

Patrick Göbel und Dominic Baumann
Jubel bei Patrick Göbel und Dominic Baumann. Bildrechte: Picture Point

Die Kickers blieben harmlos, nach einer guten halben Stunde bekamen sie aber doch die Chance zum Ausgleich. Die Zwickauer konnten David Kopacz nicht stellen, der Würzburger nahm Maß und schaufelte die Kugel Richtung langes Eck. Johannes Brinkies musste sich ganz langmachen und lenkte das Leder um den Pfosten. Eine Glanztat des FSV-Schlussmanns. Das war’s mit den Highlights im ersten Abschnitt, mit 1:0 ging es in die Kabinen.

Tore wie am Fließband in der Schlussphase

Nach dem Wechsel deutete geraume Zeit nichts daraufhin, dass es noch ein Schützenfest werden würde. Baumann in der 48. Minute und Max Reinthaler per Kopf (62.) hatten zwar auf 3:0 erhöht, doch danach plätscherte das Spiel so dahin. Die Gäste aus Unterfranken hatten sich aufgegeben, die Enochs-Schützlinge beherrschten den Sommerkick nach Belieben.

Dann aber zogen die FSV-Kicker in der Schlussphase noch einmal alle Register. Zunächst war der eingewechselte Ronny König (80.) mit der Hacke erfolgreich, drei Minuten später bugsierte Würzburgs Leon Schneider den Ball ins eigene Tor. Marius Hauptmann (87.) traf aus spitzen Winkel zum 6:0, schließlich setzte Manfred Starke in der Schlussminute mit seinem 7:0 das Sahnehäubchen drauf. Ein gelungener Saisonabschluss für die Mannschaft von Joe Enochs. Da der SC Freiburg II nur 1:1 gegen den 1. FC Saarbrücken spielte, kletterten die Zwickauer in der Tabelle noch auf Platz zehn.

Das sagten die Trainer bei "Magenta":

Joe Enochs (FSV Zwickau): "Sieben Tore geschossen und unser Tor sauber gehalten, damit sind wir sehr zufrieden. Dass Würzburg so auseinandergefallen ist, tut mir auch ein bisschen leid. Allgemein war es aber sehr schön, die Jungs so funktionieren zu sehen. Wir wollten uns ein gutes Gefühl für die nächste Saison holen. Ich hoffe, dass es ein Signal für die Menschen in und um Zwickau war, dass sie uns weiter unterstützen." 

Ralf Santelli (Würzburger Kickers): "Ich möchte am liebsten nichts zu der Gesamtsituation sagen. Die ersten 45 Minuten ist es uns gelungen, relativ vernünftigen Fußball zu spielen. Ich möchte keinen in Schutz nehmen, jeder wollte spielen. Es ging darum, jeden in der Mannschaft noch einmal eine Wertschätzung zu geben. Die letzten drei, vier Gegentore waren für mich individuelle Fehler, die man so nicht machen darf. Die Jungs haben sich heute nicht mit Ruhm bekleckert."

jmd

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 14. Mai 2022 | 14:00 Uhr

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